31/03/2025
Was für ein Wochenende!
Am Donnerstag haben wir noch überlegt, ob wir das Wochenende zur PilzCoach Ausbildung für die Gruppe A absagen müssen! Dank meinem Hausarzt hat er mich aber wieder soweit "hinbekommen", das wir das WE durchgeführt haben.
Wir sind so dermaßen froh, dass wir Euch alle dabei haben. Wieder eine bunte Mischung: Ein Influenzer, der in der Pilzszene bereits seinen Namen hat und ca. 100000 Follower folgen ihm. Wir kennen Calin nun schon seit ein paar Jahren und freuen uns sehr, das er ausgerechnet uns für seine Ausbildung zum PilzCoach ausgewählt hat. Eine Försterin ist dabei, ein Lehrer, mehrere Erzieher und Naturpädagogen und ein selbständiger Medienberater. Vielleicht gibt es irgendwann ja einen Bericht über die PilzCoach Ausbildung in Deutschland!? Ich bleibe dran.... Ja, aufgrund der leichten Bronchitis war es ein anstrengendes WE, Roccos Knie macht noch nicht so ganz mit, somit war er nur vormittags dabei. Aber bald ist er soweit und kann uns vollwertig unterstützen. Unsere Teilnehmer waren wie auch der letzte Kurs hochmotiviert und gut bei der Sache. Wir arbeiten auf Augenhöhe, jeder ist gleichberechtigt und wir Ausbilder hören auch gerne zu, wenn ein TN zu einem Fachgebiet mehr Wissen hat, als wir. Auch wir lernen! Und irgendetwas müssen wir anders machen, als andere PCAusbilder, denn nicht umsonst kommen die Menschen aus Bayern, von der schweizerischen Grenze oder sogar aus NRW zu uns! Zumindest sagt uns das Feedback unserer Seminarteilnehmer, dass wir nichts ändern sollen und darum auch nicht ändern werden. Wir haben bei der Exkursion am Samstag einen alten Schwefelporling gefunden und auf die Frage: "können wir daraus auch Papier herstellen?" hatte ich keine Antwort, denn schließlich war dies ein alter Pilz aus dem Vorjahr, dem Frost und der Natur ausgesetzt. Kurzerhand wurde daher beschlossen, wir machen einen Test. Um es Kurz zu machen: Ihr könnt Euch die Mühe sparen! Die Zellstruktur war bereits aufgelöst, so dass der Brei keine Fasern mehr enthielt, die sich zu einem Papier verbinden können. Der frische- getrocknete-und wieder eingeweichte Birkenporling, den wir vor 2 Jahren gefunden haben, war jedoch perfekt für die Herstellung von Pilzpapier. Am Sonntag haben wir auf der Exkursion in ein anderes Waldstück dann noch alte Rauchblättrige Schwefelköpfe, Fichtenzapfenrüblinge-und Helmlinge, Frühjahrs Glöckling, einige Birnen- Flaschen- und Beutelstäublinge sowie Rotrandige Baumschwämme gefunden. Am Rotrandigen habe ich den TN gezeigt, wie schön die Huthaut "blubbert", wenn eine Feuerzeugflamme darauf trifft. Selbstverständlich wurden auch bei dieser Tour nur wenige Pilze entnommen, da wir die Funde immer gleich an Ort und Stelle besprechen. Inklusive Habitat und Begleit- bzw. Anzeigerpflanzen. Viele hilfreiche Tipps wechseln selbstverständlich auch hin und her, sowohl zwischen den sehr harmonischen Seminarteilnehmern, als auch von und zu uns. Wir freuen uns schon sehr auf den Juli, wo wir den TN die Sommerpilze und die weiteren Ausbildungsinhalte näher bringen können. Im Teil 2 der Ausbildung geht es dann um die Systematik der Pilzbestimmung, die Merkmale bei den Pilzen, um Artenkenntnis und wir besprechen die Vitalpilze. Im Kreativpart widmen wir uns -nicht nur theoretisch- dem Färben mit Pilzen und färben selber Wolle und Seidentücher mit Pilzen.
-bw