05/07/2026
Carrera GT – Lauf 6: Wenn selbst “Bepfe” ins Schwitzen kommt…
Es gibt Rennabende, die schreibt man ins Vereinsbuch. Lauf 6 der Carrera GT-Serie im Slotters-Paradise gehört definitiv dazu. Elf Piloten, sechs Spuren, 60 Minuten Vollgas pro Fahrer, hochsommerliche Temperaturen – und mittendrin eine Rennleitung, die plötzlich nicht nur die Fahrer, sondern auch die Technik wieder auf Kurs bringen musste.
Volles Haus und eine bärenstarke Qualifikation
Elf GT-Piloten gingen auf der sechsspurigen analogen Carrera-Bahn an den Start. Gefahren wurde im bewährten Endurance-Format: sechs Läufe à zehn Minuten – jeder Fahrer musste einmal auf jeder Spur antreten. Spurwechsel? Fehlanzeige! Hier zählen Konstanz, Konzentration und ein kühler Kopf… Letzteres war an diesem Abend allerdings leichter gesagt als getan.
In der einminütigen Qualifikation zeigte Julian einmal mehr, warum er zu den Favoriten zählt. Mit seinem Porsche 911 GT3 R Absolute Racing Nr. 25 (Macau GP) brannte er eine fantastische 12,036 Sekunden in den Asphalt und sicherte sich souverän die Pole Position.
Dahinter folgte KaiMed (Michael) mit seinem BMW M4 GT3 “Valentino Rossi” Nr. 46 in 12,282 Sekunden, hauchdünn vor Klaus, dessen Porsche aus dem eigenen Rennstall mit 12,293 Sekunden gerade einmal elf Tausendstel langsamer war. Näher kann Motorsport kaum sein.
Die Hitze schlägt zurück…
Kaum war das Rennen angelaufen, meldete sich der eigentliche Star des Abends zu Wort – oder besser gesagt: gar nicht mehr.
Das Rennleitungsprogramm “Bepfe” hatte offenbar beschlossen, dass bei diesen Temperaturen Schluss mit lustig ist. Die Hitze setzte dem Computer derart zu, dass das System kurzerhand in den Hitzestreik trat.
Während die Fahrer geduldig auf ihre nächsten Stints warteten, kämpften Julian und Co-Rennleiter Abu an einer ganz anderen Front. Es wurde geprüft, gekühlt, geflucht, gut zugeredet und vermutlich auch ein wenig gebettelt.
Erst nachdem ein Ventilator seinen Dienst aufgenommen hatte, zeigte sich “Bepfe” wieder versöhnlich. Offenbar brauchte die Dame einfach etwas frische Luft. Nach rund einer Stunde Pause konnte das Rennen schließlich fortgesetzt werden – und zwar, als wäre nie etwas gewesen.
Julian behält einen kühlen Kopf
Trotz der langen Unterbrechung ließ sich Julian nicht aus dem Rhythmus bringen. Mit beeindruckender Konstanz und nahezu fehlerfreien Läufen kontrollierte er das Rennen von vorne und sammelte am Ende 286,04 Runden. Ein verdienter Start-Ziel-Sieg.
Bernhard machte es dem Sieger keineswegs leicht. Mit seinem Porsche blieb er ständig in Schlagdistanz und beendete das Rennen mit starken 284,97 Runden auf Rang zwei.
KaiMed hielt sich aus allen größeren Dramen heraus, fuhr sein Rennen äußerst konstant und wurde mit 282,19 Runden verdient Dritter.
Abu zündet den Turbo
Für das spektakulärste Finale sorgte Abu.
Von Startplatz fünf aus arbeitete er sich Stück für Stück nach vorne. Doch erst im letzten Stint drehte er so richtig auf. Während andere bereits den Zielstrich im Blick hatten, schien Abu noch einmal sämtliche Reserven zu mobilisieren. Mit einer starken Schlussphase schnappte er Klaus noch den vierten Platz weg.
Am Ende trennten beide weniger als eine Runde – Motorsport kann manchmal grausam sein.
Roland und der fliegende Heckflügel
Nicht jeder hatte das Glück auf seiner Seite.
Roland kämpfte sich tapfer durch das Rennen, ehe ihn im letzten Stint ein beschädigter Heckflügel zu einem ungeplanten Boxenstopp zwang. Die Reparatur kostete wertvolle Zeit und einige Runden. Schade – ohne diesen Zwischenfall wäre sicherlich noch mehr möglich gewesen.
Endergebnis
🥇 Julian – 286,04 Runden
🥈 Bernhard – 284,97 Runden
🥉 KaiMed (Michael) – 282,19 Runden
4. Abu – 277,52 Runden
5. Klaus – 276,83 Runden
6. Martin – 272,17 Runden
7. Maurice – 268,94 Runden
8. Roland – 268,03 Runden
9. Markus – 264,13 Runden
10. KaiSen (Bruno) – 263,57 Runden
11. Hubert – 262,07 Runden
Ohne Helfer läuft gar nichts
Ein riesiges Dankeschön geht an Holger und Ingo. Nach einem eigenen Langstreckenrennen ließen sie den Tag noch lange nicht ausklingen, sondern kamen anschließend direkt ins Slotters-Paradise und unterstützten den Rennbetrieb mit vollem Einsatz. Ebenfalls vielen Dank an Nico, der nach einem langen Arbeitstag ebenfalls noch vorbeikam und mit anpackte. Das nennen wir Sportsgeist. Genau dieser Zusammenhalt macht unseren Club aus.
Fazit
Lauf 6 wird sicherlich als “das Rennen, bei dem selbst Bepfe einen Hitzeschlag bekam” in Erinnerung bleiben. Trotz einer rund einstündigen Unterbrechung ließen sich weder Fahrer noch Rennleitung die gute Laune verderben. Im Gegenteil: Geduld, Fairness, spannende Positionskämpfe und jede Menge Humor machten diesen Rennabend zu einem ganz besonderen.
Herzlichen Glückwunsch an Julian zum verdienten Sieg. Wir freuen uns bereits auf den nächsten Carrera GT-Lauf am 17. Oktober ab 16 Uhr – hoffentlich bei etwas niedrigeren Temperaturen… und einer deutlich entspannteren Bepfe.