13/05/2026
Hey ,
mal Hand aufs Herz...
Fühlst du dich sicher?
Also so richtig? So ganz knuffig, kuschelweich sicher? So, "mir kann nichts passieren, ich bin sicher"?
Ich wünschte ich würde das! Ich hätte das gerne immer und zu jeder Zeit. Doch je "wilder" mein Leben wird, umso mehr werde ich mit all den Anteilen konfrontiert, die sich eben noch nicht sicher fühlen.
Dieses kleine Mädchen, dass ständig nach Mama und Papa sucht. Das gerne gehalten werden will.
Ja! Ich habe gelernt, sie zu halten.
Ich habe auch gelernt nach Hilfe zu fragen. Ich habe wundervolle Menschen zu denen ich gehen kann, wer mir die Welt zu viel ist. Die mich in den Arm nehmen, mir Trost geben, mit mir sprechen. Die mich fühlen lassen: "Hey Kristina, schön, dass es dich gibt."
Und ich hoffe, du hast diese Menschen auch in deinem Leben. Sie sind nämlich der wahre Schatz. Der Wohlstand nach dem wir uns alle sehnen.
Sie sind es, die das Leben so wundervoll machen.
Doch Leben ist nicht sicher. Das sehe ich immer mehr, lerne ich Tag für Tag mehr. Es wird immer Anteile geben, die sich unsicher fühlen.
Ein wildes Tier ist auch mit dieser Unsicherheit konfrontiert. Irdisches Leben bringt das mit sich!
Doch das Rudel gibt dem Wildtier Sicherheit und sie beschützen sich gegenseitig.
Und das ist das wo ich hin will!
Ein Rudel Sicherheit.
Ja! Sicherheit liegt in mir und Ja! im All-Ein-Sein kann ich Gott finden. Darin bin ich auch sicher. Doch hier auf Erden bin ich ein Rudelwesen!
Mein Körper ist auf andere Körper angewiesen. Auf andere Nervensysteme, auf die Wärme eines anderen Säugetier-Körpers. Das kann auch ein Hund sein, eine Katze oder ein Meerschweinchen.
Aber wir brauchen einander. Wir brauchen Körperkonktakt, wir brauchen Nähe, Co-Regulation.
Und wenn dir jemals jemand was anderes erzählt, vor allem einer dieser Gurus oder Lehrer auf ihren einsamen Stühlen sitzend, von oben herab schauend, dann glaub ihnen bitte nicht!
Ich habe das einmal zu viel getan, mich selbst darin veraten und bin nur in die Falle des patriachen Schattens getreten.
Menschen sind voneinander abhängig.
Face it!
Wir brauchen einander!
Und ja - ich wiederhole mich. Ich möchte es in die Welt schreien, will sagen: "Hey, wir brauchen einander! Nicht nur in Arbeit in Leistung, sondern auch in Trauer, in Wut, in Liebe, in Freude! Nicht nur mit einem Glas Bier oder Wein in der Hand und einem Prosit-Spruch auf den Lippen! Wir brauchen einander immer, mehr als wir jemals glauben können, dass wir einander brauchen."
Jeder von uns ist auf Menschen angewiesen, von denen er weiß, dass sie ihm oder ihr wohlgesonnen sind. Jeder Mensch braucht ein anderes Menschlein. Ein Wesen zum Lachen, zum Weinen, zum Toben, zum Spielen!
Denn das ist es warum wir hier sind. Wenn wir das nicht tun fangen wir an uns und das Leben viiiiiiiiiiiielll zu ernst zu nehmen!
Also lasst uns wieder anfangen gemeinsam zu tanzen, zu singen, zu lachen, zu schreien und zu weinen.
Lasst uns gemeinsam die verlorenen Jahre betrauern, kuschelnd im Rasen liegen und in den Sternenhimmel blicken. Den frischen Morgentau genießen und zusammen im Sonnenaufgang barfuss Kräuter sammeln.
Lasst uns laut Musik anmachen, am Feuer trommeln, singen und all die viel zu viel ernsten Jahre der orange-roten Glut übergeben.
Lasst uns auf grünen Wiesen Bäume pflanzen, Lager errichten und das pure, einfache Leben genießen. Lasst uns gemeinsam in der Erde wühlen, Kartoffeln pflanzen, Salat säen und den Kindern beim Spielen zusehen.
Warum brauchen wir all diese großen Häuser, all diese vielen Mauern um uns herum, nur um 40h/Woche dafür zu arbeiten und am Abend dann für dieses Heim da zu sein?
Wir könnten auch in einem kleinen Camper leben und den Abend bei einer feinen Tasse Tee am See genießen uns gegenseitig massieren und den Glühwürmchen beim Tanzen zusehen. Ich sage nicht, dass wir das müssen - aber wir könnten!
Oh, ich kenne beide Seiten viel zu gut!
Die, in der ich geglaubt habe ich brauche ein 900qm Grundstück, ein 150qm Bio-Holzhaus mit Vollholzdielen, ein VW Sharan mit drei Kindersitzen und einen Fahrradanhänger mit Food-Coop-Anbindung. Kein Plastik, kein Supermarkt-Essen, Getreide nur aus der Mühle.
Dann bin ich ausgerissen aus dieser Welt, habe sie nicht mehr ausgehalten, bin in einen Camper gezogen mit meinen Kindern und ihrem Papa um die Welt gereist. Wenige Dinge, viele neue Freunde, viele wundervolle Begegnungen am anderen Ende der Erde. Und dabei habe ich eines verstanden:
Diese Welt ist voller Wunder und wir auch!
Es ist eine Entscheidung. Heute lebe ich auf 3 Hektar, in einem alten Ferienbungalow mit 55qm und 72 anderen Menschen. Es ist lebendig und es ist herausfordernd. Ich sehne mich nach der Einfachheit des Reisens, nicht aber nach der vielen Überforderung, die sie mit sich brachte.
Aber ich sehne mich definitiv nicht nach dem Einfamilienhaus, der Eintönigkeit der Kleinfamilie und der Sehnsucht nach Leben.
Freiheit bedeutet übrigens nicht im Außen etwas zu haben oder nicht. Auch wenn mein Zuhause in einem Pinterest-Post für "Hippie-Küchen" viele Klicks bekommen würde, mein Kleiderschrank so bunt und reichhaltig ist, dass ich jeden Morgen vor dieser wundervollen Wahl stehe was ich tragen will.
Doch all diese Dinge sind nicht wichtig! Es ist ein Ausdruck von mir, doch das bin nicht ich...
Ich habe vor zehn Jahren alles verkauft und verschenkt was ich hatte und bin so was vom Leben zurück beschenkt worden. Mehrmals habe ich die letzten zehn Jahre einen Haushalt aufgelöst und wieder neu kreiert. Habe aus einem Koffer gelebt, nur ein Auto besessen. Habe mir einen Hausstand zusammengesucht, im Flohmarktraum und auf Kleinanzeigen. Mein Herd ist eine zweiflammige Kochplatte, mit einigen Rissen - aber er funktioniert, also brauche ich keinen Neuen.
Mein Herz ist voll! Voll mit Liebe für all die Menschen in meinem Leben, für die Begegnungen, für die vielen satten Gespräche, die Unendlichkeit an Möglichkeiten wie wir leben können.
Mein beschränkter Geist kannte nur das Einfamilienhaus, das Angestelltenverhältnis, die Kleinfamilie. Heute ist mein Leben geprägt von kreativen, lebendigen Menschen in unzählig verschiedenen Lebenskonstellationen. Alleine in einer Jurte lebend, reisend als Woofer, monogam, polyamor, gleichgeschlechtlich, geschlechtsneutral, seit Jahrzehnten verheiratet oder jeden Monat mit anderen Partnern. Ich lebe mit Patchwork-Familien, mit jungen und alten Menschen, mit großen, kleinen, dicken, dünnen.
Den einen Tag hat ein Freund lange Haare und einen langen Bart, den nächsten Tag erkennst du ihn nicht wieder, weil er alles abrasiert hat.
Möglicherweise ist diese Lebendigkeit manchmal überfordernd und das ist der Grund warum wir uns so sehr nach Gleichmäßigkeit, Regelmäßigkeiten und Konstanten in unserem Leben sehnen.
Aber das Leben ist und bleibt unsicher! Auch wenn es in der monogamen Einfamilienhaus-Kleinfamilie mit Angestelltenverhältnis vielleicht erstmal sicherer wirkt. Das ist es nicht!
Es ist genauso sicher oder unsicher wie die polyamore Gemeinschafts-Beziehung oder die Patchwork-Fernbeziehungs-Mum mit Online-Selbstständigkeit.
Der Unterschied liegt darin ob ich mich selbst darin fühle, meine Lebendigkeit, für mich einstehe mich selbst lebe oder ob ich mich anpasse um jemanden zu gefallen und dazuzugehören.
Und nein, das heißt jetzt nicht, dass jede*r zur Hippie-Feenstaub-Bloggerin werden muss - aber ihr könntet!
Vielleicht bist du ja eher eine Punkrock-Putzfee oder ein Schlager-Metallstaub-Handwerker und genau das ist es was dich glücklich macht!
Ich weiß es nicht, aber vielleicht magst du es ja rausfinden?
In meiner Viva-Kunterbunt-Community lade ich dich genau dazu ein. Lasst uns zusammen kommen, auch wenn wir in Telegram kein Feuer anzünden können (maximal so einen kleinen Emoji posten), so kann ich dir dort trotzdem einen Raum anbieten für dich.
Ein bisschen mehr -Sein - ein bisschen weniger angepasst. Und vielleicht willst du ja sogar mit mir auf die Wunderspielwiese reisen und deinem inneren Kind erlauben mal wieder an die Oberfläche zu kommen.
Wir werden dort gemeinsam zeichnen, meditieren und im Lebendigen forschen. Ein Forschungsraum für mehr Kreativität und Lebendigkeit in deinem Leben.
Und weil ich es immer noch nicht geschafft habe eine eigene Seite dafür anzulegen (Ja, ich benutze dafür immer noch keine KI und habe auch keinen engagierten Webdesigner an meiner Seite, sondern mache das alles selbst), so musst du dich jetzt mit diesem "Buymeacoffee"-Link begnügen um mehr zu erfahren.
👉 https://buymeacoffee.com/kristinaandrea
Mit jeder Spende finanzierst du mir keinen Kaffee, sondern meinen super fancy Rohkakao, den ich jeden Morgen mit Hafermilch trinke, mein Wildheidelbeer-Pulver in meinem Porridge und meine glutenfreien DM-Reisspaghetti. Die "Dinkeldörte" in mir hat nämlich seit einiger Zeit eine Glutenunverträglichkeit entwickelt 😉 Dafür nutzt sie jetzt auch mal wieder Plastik und trinkt ihre glutenfreie Mandelmilch aus einem Tetra-Pak. Das ist zwar echt doof für die Umwelt aber richtig gut für mein Nervensystem.
Ich würde sagen Wandel passiert in kleinen Schritten und ich habe gelernt an der Stelle wirklich liebevoller zu mir zu sein.
Na mal sehen, vielleicht sehen wir uns ja morgen Abend zur Wunder-Spielwiese. Jetzt ist es genau 22:11 - was bedeutet, dass ich ungefähr drei Stunden hinter meinem Zeitplan liege und mir mein Newsletter-Programm mitteilen wird, dass es keine gute Uhrzeit ist um etwas rauszuschicken.
Aber so ganz im Sinne von Pippi mache ich das jetzt einfach - ich mag die Uhrzeit nämlich gerade.
Wahrscheinlich schläfst du schon und liest das hoffentlich gleich am Morgen. Also wünsche ich dir einen kunterbunten, wundervollen Tag mit etwas Feenstaub in der Luft.
Ich sende dir eine warme Umarmung aus der Oberpfalz.