29/09/2026
Der Perfektionismus an und für sich schlägt sich jetzt ein Hintertürchen oder eher vielleicht sogar noch mit der Faust durchs Auge in die Mitte der Gesellschaft.
Ich glaube ja, dass wir gerade die Quittung bekommen für das Jahrzehntelange ignorieren der schulischen Konditionierung.
Überall die selben Texte, die selben Bilder.
Alles sieht gleich aus, klingt gleich. Die selben Inhalte, die selben Phrasen, der selbe Wortsingsang.
Puh.
Ganz schön hart für mich als Content-Creatorin.
Ehrlich gesagt will ich nur noch schreien, so ganz laut.
„Leute, bitte lasst es sein!“
Postet einfach weiterhin eure unschönen Word-Bildchen und unbeholfenen Texte.
Irgendwie mochte ich sie. Sie waren so ein bisschen wie die Pinnwand meiner Gemeinschaft
Unperfekte Bilder, divergente Meinungen, Rechtschreibfehler.
Überhaupt - was feiere ich gerade falsche Rechtschreibung oder Kommasetzung 😅.
Wir sind Menschen, keine Roboter. Und ich möchte es auch bleiben.
Ich mag es, wenn jeder anders aussieht, seine Macken hat, seine typischen Charaktermerkmale.
Na klar streiten wir mal - so what. Lass uns auch mal ausflippen, lebendig sein, nicht so geerdet, nicht so perfekt reguliert 🥳.
Ich mag es wenn wir echt sind.
Und ich kann es absolut nicht leiden, wenn sich alle gleich verhalten oder
Noch schlimmer - und das ist jetzt der Kernpunkt meiner Aussage - wenn alle Bilder gleich aussehen.
Jede Werbung für ein Event sieht aus wie die andere. Jeder Text klingt gleichgestellt.
Ich weiß es ist einfacher, ich bin auch oft verführt. Und ja, meine Texte an die Behörden schreibe ich mit KI 🤓, da finde ich das durchaus legitim.
Aber die KI ist nunmal eine künstliche Intelligenz, keine besonders kreative (und ehrlich gesagt finde ich sie oft auch gar nicht so intelligent).
Klar, kann ich mir von ihr Tipps holen, wie ich ein Design anlegen könnte, welche Farben gut harmonieren oder welche Designraster gut reinpassen.
Aber überall die selben Bilder.
Das ja wie wenn überall nur noch Ikea-Möbel stehen und jedes Wohnzimmer gleich aussieht.
Hmmm.
Bei genauerer Betrachtung bemerke ich, dass es mir womöglich nur auffällt, weil ich an einem Platz lebe an dem viele Menschen alte gebrauchte Möbel oder selbstgebautes dem Schweden vorziehen.
Und wo die Menschen selbstgenähte oder gebrauchte Hippie-Kleidung tragen.
Vielleicht sind längst alle gleichgestellt und meine Idee davon Flyer in Zukunft am liebsten per Hand auf meiner Siebdruckmaschine zu gestalten, nur Ausdruck des Platzes an dem ich lebe.
Eine Oase, wie ich gerade merke.
Unperfekt bis zum geht nicht mehr.
Authentisch, dass es schon manchmal nicht zum aushalten ist.
Echt, so richtig zum anfassen echt.
Wow.
Welch ein Geschenk. Welch ein Reichtum, welch eine Fülle in einem Zeitalter von KI und Schwedenkatalog in einem so speziellen Ort wohnen zu dürfen.
Love it (aber echt nicht immer 😅😅😅).
Chaos ist definitiv mehr meine Heimat als dieser aufgeräumte Perfektionismus.
Und warum jetzt der Schulvergleich?
Naja, ich glaube die Schule hat die Gesellschaft zu dem gemacht was sie heute ist.
Die Generation meiner Eltern hat zumindest noch rebelliert - weil sie zum Teil körperliche missbraucht wurde dort (es tut mir so leid).
Meine Generation hingegen wurde schon mit schönen Sternchen und lustigen Smileys konditioniert.
Das heißt, wir haben sogar noch ein Wohlgefühl dabei und merken gar nicht mehr, was uns dabei antrainiert wurde.
Die gute Nachricht: wir können uns umkonditionieren, können all die Schulmuster in uns löschen.
Die schlechte: KI-Bildchen und Texte, Schweden-Möbel, die neueste Mode ist dann vielleicht brutal unattraktiv 😅 und wir müssen anfangen wieder selbst zu nähen oder zu bauen 🥳.
So, ich geh jetzt mal meine Flyer
mit meiner KREATIVEN Intelligenz gestalten und überlasse der künstlichen die Korrektur meiner schlimmsten Satzzeichenfehler.
Ne, nur Spaß - mich stören sie ja nicht. Ich mag sie 🙃
Habt einen wundervollen Tag ..