30/07/2026
Anderthalb Jahre Ferienvermietung. Hier ist mein ehrliches Fazit.
Als ich damals angefangen hab, haben viele den Kopf geschüttelt. Der Standort war nicht das, was man sich unter einem typischen Ferienort vorstellt. Kein Meer, kein Berg, kein touristisches Highlight. Und trotzdem hab ich es probiert.
Die ersten Buchungen kamen. Dann mehr. Mittlerweile läuft es besser als ich es mir jemals vorgestellt hätte. Fünfstelliger Jahresumsatz. Gute Auslastung. 115€ die Nacht, Mindestaufenthalt drei Tage – weil man sich sonst kaputt schrubbt.
Aber dann kommt die andere Seite. Die, über die keiner spricht wenn er dir erzählt wie toll Airbnb ist.
Ich hab Stühle gesehen, die so kaputt waren, als wäre jemand damit gegen die Wand gefahren. Klodeckel, die regelmäßig abgerissen werden. P***l an der Wand. Töpfe die einfach weg sind. Haare, Ablagerungen, verstopfte Ausgüsse. Und ja – Toiletten die nicht gespült wurden. Mit allem was drin war.
Ich sag das nicht um zu klagen. Ich sag das weil ich mir wünsche, jemand hätte mir das vorher so klar gesagt.
Ferienvermietung ist kein passives Einkommen. Es ist ein Geschäft. Mit echten Kosten, echten Reparaturen, echter Arbeit. Wer die Reinigung selbst übernimmt merkt schnell: das ist körperlich und mental anstrengend.
Und trotzdem – würde ich es wieder machen?
Ja. Erstmal schon.
Weil die Einnahmen im Vergleich zur klassischen Dauervermietung deutlich höher sind. Weil ich die Immobilie selbst kontrolliere. Und weil ich jeden Monat sehe was möglich ist, wenn man bereit ist auch die unangenehmen Seiten anzugehen.
Aber mit offenen Augen. Nicht mit Illusionen.