09/12/2025
„Das ist schon unsere zweite WOTTLE“, lacht Katherine Gundolf vom gleichnamigen Weingut, das sie 2020 nach ihrer Rückkehr nach Österreich übernommen hat – samt einer Spindelpresse von WOTTLE aus den 1980ern. Davor verbrachte sie zwanzig Jahren in Frankreich, wo sie die dortige Weinbauphilosophie kennen und schätzen lernte: „Bio setzte sich bei den kleinen Weinbauern in meinem Netzwerk schnell durch. Qualität geht vor Massenproduktion, man versucht nur minimal interventionistisch zu agieren.“ Diesen French-Style pflegt sie jetzt in Enzersfeld im Weinviertel: „Wir verwenden so wenige Zusatzstoffe wie möglich, auch beim Pflanzenschutz. Das erfordert auf jedem Rebstock viel Handarbeit, macht sich aber bezahlt.“
Selbstredend, dass am Weingut Gundolf per Hand geerntet wird. „Wie verwenden nur gesunde Trauben und streben nach phänologischer Reife. Das bildet die Basis für großartigen Wein mit Potenzial.“ Und genau dieses Potenzial will sie nun mit ihrer neuen WOTTLE PN 1500 erschließen: „Das war eigentlich der einzige Grund, die an sich unzerstörbare WOTTLE Spindelpresse zu ersetzen. Wir wollen die Feinheiten des Weins herausbilden, an der Stilistik arbeiten – das geht aber nur mit einer pneumatischen Presse.“
Dass sich Katherine Gundolf und ihre Partnerin für eine generalüberholte WOTTLE entschieden, hat mehrere Gründe: „Wir haben uns auch die günstigeren Alternativen angesehen, aber da passt die Qualität einfach nicht. Und, sollte es mal zu einem Problem kommen, ist WOTTLE in der Nähe. Wie engagiert die sind, hat man ja schon bei der Lieferung gesehen!“ Denn da ließen es sich Fischer und Team nicht nehmen, die Presse bis zum finalen Aufstellort zu bringen – allen Stufen des winkeligen Kellers zum Trotz! Und die alte Spindelpresse? Techniker Thomas Fischer lacht: „Die wird sorgfältig überprüft, gewartet und verkauft – die hat noch viele Pressdurchläufe vor sich, ist ja eine WOTTLE!“