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By Boy, Berlin (Foto: Pixabay/wal_172619)

Sind die Ostdeutschen jetzt das auserwählte Volk? Ihr seid sicher auch über diese unsäglichen Aussagen von Björn Höcke g...
09/06/2026

Sind die Ostdeutschen jetzt das auserwählte Volk?

Ihr seid sicher auch über diese unsäglichen Aussagen von Björn Höcke gestolpert, laut denen Westdeutsche „Deutsch sprechende Amerikaner“ seien und die Ostdeutschen „Deutsch sprechende Deutsche“.

Immer im Hinterkopf behalten, dass Höcke selbst Westdeutscher ist und die Ostdeutschen nach seiner verqueren Logik „Deutsch sprechende Russen“ sein müssten. Aber sei‘s drum.

Bei dem einen oder anderen AfD-Fan im Osten wird das schon verfangen. Schließlich ist dieser Unsinn Höcke bestimmt nicht nur so rausgerutscht. Schon mit der Simson-Aktion und dem Wende 2.0 Thema versucht er, im Osten weiter Boden gut zu machen.

Derweil hat er den Ostdeutsch = Besser-Deutsch BS offenbar mit der Vatermilch aufgesogen. Denn Höckes Vater soll beim Mauerfall 1989 gesagt haben, dass der multikulturelle Westen jetzt die noch intakte Vertrauensgemeinschaft im Osten zerstören werde. Junge.

Ich habe mir auf meiner Plattform D.R.O.B. – zu der ihr alle herzlich eingeladen seid (Abo ist gratis, hilft mir aber sehr!) – einmal ein paar Gedanken dazu gemacht.

Und ich leite die Notiz mit einer Geschichte über einen Balaton-Urlaub – nicht meinen, leider – in den 1980er-Jahren ein. Link wie immer unten.

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👉 D.R.O.B. – Texte zu Ostdeutschland, Erinnerung und Gegenwart

Ist das ein guter Plan?Der neue Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin möchte in den Sommermonaten e...
07/06/2026

Ist das ein guter Plan?

Der neue Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin möchte in den Sommermonaten eine Art Schwimmbad vor dem Gebäude einrichten.

Das Ganze soll kostenlos und mit einer Pommesbude bestückt sein – und ich frage mich, wie gut durchdacht der „Volksbad“-Plan ist. Schwimmbad, kostenlos und Berlin, das klingt zwar sexy. Ich würde allerdings mindestens noch einen vielhändigen Sicherheitsdienst engagieren. Und ein paar Bademeisterinnen und -meister.

Aber gut, vielleicht bin ich da zu pessimistisch.

Worum es sonst noch geht im aktuellen DROB Newsletter?

- Ost-West-Text in Frankfurt mit jeder Menge ostdeutscher Prominenz (z. B. Ilko-Sascha Kowalczuk Marlen Hobrack Jana Hensel Steffen Mau, Ines Geipel und Dirk Oschmann sowie Ingo Schulze)
- Eine Ausstellung zu -Fußballfans im Stasi-Visier
- Und eine fast unglaublich klingende Geschichte um Schabowski, alte Seilschaften, einen Zettel und das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Viel Spaß beim Lesen! Ich freue mich über Feedback, Likes und neue Abonnentinnen und Abonnenten – feel free ❤️



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Ist es denn wirklich so schwer?Gerade hatte ich noch gelobt, dass in mehreren Statistik-Karten, etwa im Gemeindecheck od...
04/06/2026

Ist es denn wirklich so schwer?

Gerade hatte ich noch gelobt, dass in mehreren Statistik-Karten, etwa im Gemeindecheck oder dem Armutsbericht, keine scharfe Trennung mehr zwischen Ost und West erkennbar ist. Eher geht es da schon in Richtung Nord-Süd-Differenz.

‼️ In meiner großen Medien-Analyse (verlinke ich euch in den Kommentaren) hatte ich allerdings herausrecherchiert, dass sich die großen überregionalen Medienhäuser mit ihrer schweren West-Schlagseite auch über 35 Jahre nach der Wende kaum wirklich um den Osten kümmern – es sei denn es gibt was Niedliches oder – noch besser – was Gruseliges zu berichten.

Es ist natürlich vielleicht nicht immer ganz leicht, etwas zu berichten, wenn zu normalen Zeiten nur wenige Redaktionen im Osten zu Hause sind.

‼️ Aber das hier, stern, das hättet ihr besser hinbekommen können.

Echt jetzt? Bei „Orte, die alle falsch aussprechen“ 11 Beispiele finden, aber 0 aus dem Osten. Wo doch schon eine einfache Google-Anfrage wie „ortsname ostdeutschland falsch ausgesprochen“ mehrere spannende Ergebnisse gebracht hätten.

Und bitte, erzählt mir nicht, dass weithin bekannt sei, dass „Lütkenwisch“ dort „Lütt'n'wüsch“ ausgesprochen wird. Und von der Unart, Städte- oder Stadtbezirksnamen wie Güstrow oder Pankow statt mit einem langen „oooohhh“ mit „off“ am Ende auszusprechen, kann ich selbst ein Lied singen.

‼️ Also bitte, achtet doch ein bisschen darauf, auch den Osten in euren Deutschland-Artikeln vorkommen zu lassen!

Danke.

👉 D.R.O.B. – Texte zu Ostdeutschland, Erinnerung und Gegenwart

(Foto: Screenshot stern)

Ich habe einmal etwas Neues versucht ... und ihr könnt darüber diskutieren, ob das eine Gute Idee ist. Initiiert von mei...
02/06/2026

Ich habe einmal etwas Neues versucht ... und ihr könnt darüber diskutieren, ob das eine Gute Idee ist.

Initiiert von meiner Kollegin Carola Güldner habe ich (Jörn Brien) auf der DROB Plattform ein neues Format gelauncht – einen Pro- und Kontra-Bereich, indem sich Carola und ich oder gern weitere Gastautorinnen und Autorinnen gegensätzliche Meinungen um die Ohren hauen können.

Freilich immer differenziert und sachlich. Gern mit einem Augenzwinkern. Wenn es sein muss, aber auch einmal hart und eindeutig.

Der erste Pro- und Kontra-Artikel (eigentlich sind es ja 2 :)) dreht sich um die Diskussion zur Ausstrahlung eines Berichts über die Wiedereröffnung der legendären Mokka-Milch-Eisbar in der 20-Uhr-Tagesschau.

Ex-ARD-Chefredakteur Rainald Becker mokierte sich anschließend über die Themenauswahl der Tagesschau – und stellte dabei die Eisbar in einen Zusammenhang mit dem stramm rechten Lookmaxing-Trend und den Doping-Spielen.

Ich sage: „Ja, nee, ist klar! Passt ja zur sonstigen Berichterstattung über , das vor allem dann in den Nachrichten vorkommt, wenn es um rechtsextreme Gewalt und Parteien, wirtschaftlichen Niedergang oder um -Staatsdoping – die Stasi nicht vergessen – geht.“

Carola findet aber, dass Rainald Becker durchaus einen Punkt hat. Denn schließlich ist die Eröffnung des früheren DDR-Kult-Etablissements sicher ein gutes Thema für die Abendschau des RBB oder spezielle Kultursendungen. Aber doch nicht für das Nachrichten-Flaggschiff der Bundesrepublik. Auch die Reaktion von Tagesschau-Digitalchefin Juliane Leopold ist eher so lala, denn sie geht nicht auf den Nachrichtenwert, sondern konkret auf die Berechtigung des Ostens ein, auch einmal vorzukommen.

Carola: „Die Verschiebung hat einen handfesten Vorteil: Sie macht den Kritiker zum Problem. Wer nach Nachrichtenwert fragt, steht plötzlich nicht mehr als jemand da, der über Relevanzkriterien diskutieren will, sondern als jemand mit einer Bildungslücke – im Zweifel als westdeutsch verengter Blick, dem die Popkultur des Ostens entgangen ist.“

Und jetzt seid ihr dran! Wer hat Recht :) bzw. was ist eure Idee zu dem Thema. Die Links zu den Artikeln sowie zum Debattenursprung beim Kollegen Becker gebe ich in die Kommentare.

Wir freuen uns über zahlreiche Meinungsäußerungen!

Schaut auf diese Karte. Denn die macht Mut! Finde ich ...Hier sind einmal nicht die Umrisse von Ost und West klar erkenn...
28/05/2026

Schaut auf diese Karte. Denn die macht Mut! Finde ich ...

Hier sind einmal nicht die Umrisse von Ost und West klar erkennbar wie sonst oft, wenn es um Deutschland geht. Um Löhne, Bevölkerungsstruktur, Erbschaften oder Wahlergebnisse.

Bei der Karte handelt es sich um die grafische Umsetzung des IW Gemeindechecks. Das Thema: "Wo gibt es genug Ärzte und Schulen, schnelles Internet, gute Verkehrsanbindung und Freizeitangebote?"

Eine der hoffnungsfrohen Erkenntnisse: Ostdeutsche Städte schneiden öfter „sehr gut“ ab als Westdeutsche Städte.

Und: Radebeul ist die lebenswerteste Kommune in Ostdeutschland, Platz 7 im gesamtdeutschen Bild. Friedrichroda im Landkreis Gotha kommt bundesweit auf Platz 10.

Ebenfalls zeigt die Befragung, dass die Deutschen mehrheitlich ihre Daseinsvorsorge als positiv beurteilen. Nur 25 Prozent sind damit unzufrieden.

Das ist nur bei Anhänger:innen der AfD anders, hier halten 39 Prozent ihre Daseinsvorsorge für nicht zuverlässig.

Wahrscheinlich auch ein überlegenswerter Ansatzpunkt, um den Rechtsextremen auf Dauer nicht das Ruder zu überlassen.

Link zur Studie in den Kommentaren. (Screenshot: iwkoeln.de)

Die Themen Geld und Ostdeutschland in einem – das darf in einem DROB Newsletter natürlich nicht fehlen.Weniger Zinsen im...
23/05/2026

Die Themen Geld und Ostdeutschland in einem – das darf in einem DROB Newsletter natürlich nicht fehlen.

Weniger Zinsen im Osten? Echt jetzt?

Also spitzt eure Empörungszungen und lest hinein.

Keine Sorge, so ganz stimmt das natürlich nicht und ein paar tolle Tipps habe ich euch wie immer auch aufgeschrieben. (Link in Kommentaren oder Bio)

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Was hat eine Zahnbürste in der Jackentasche mit einem DDR-Ausreiseantrag zu tun? Und wieso landete DROB-Gastautorin Caro...
19/05/2026

Was hat eine Zahnbürste in der Jackentasche mit einem DDR-Ausreiseantrag zu tun? Und wieso landete DROB-Gastautorin Carola Güldner erst in der Psychiatrie und dann im Stasi-Verhör?

Lest doch bitte selbst diese spannenden Erinnerungen!

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Ja, auch das gab es. Erfindungen und Produkte, die von der DDR aus West-/Gesamtdeutschland und die Welt eroberten.🍻 Eine...
16/05/2026

Ja, auch das gab es. Erfindungen und Produkte, die von der DDR aus West-/Gesamtdeutschland und die Welt eroberten.

🍻 Eine davon ist ... Bier!

Nämlich alkoholfreies Bier.

Entwickelt, damit es weniger Unfälle in Fabriken und im Verkehr gibt.

Und heute beliebt wie nie. Sogar ein entsprechendes Festival gibt es in Ost-Berlin: das OkSoberfestival in der Kulturbrauerei.

Ebenfalls im neuesten D.R.O.B. Newsletter: Ein lange Zeit verbotener DEFA-Film über eine Widerstandsgruppe gegen die N***s und eine Ausstellung über Plattenbauten.

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(Symbolbild: VGTFF/Pixabay)

Ostdeutschland und der ESC – das ist kein Match.🇩🇪 Nur 3 der 61 Musikerinnen und Musiker, die seit 1990 bei dem Musik-Ev...
12/05/2026

Ostdeutschland und der ESC – das ist kein Match.

🇩🇪 Nur 3 der 61 Musikerinnen und Musiker, die seit 1990 bei dem Musik-Event für Deutschland an den Start gegangen sind, hatten ostdeutsche Wurzeln.

👉 Und dieses verheerende Muster setzt sich auch bei den Kommentatoren (0) und den Moderatorinnen und Moderatoren der Vorentscheide (3/21) sowie deren Austragungsorte fort.

💥 Das hat freilich auch etwas mit den verantwortlichen Sendeanstalten zu tun. In nur 4 der 36 Jahre hatten MDR bzw. für 1990 noch das DDR-Fernsehen etwas zu sagen.

✊ Es zeigt sich aber ein Effekt, der auch Frauen und Menschen mit migrantischen Wurzeln allgemein beim sozialen Aufstieg oder etwa der Besetzung von Vorstandsvorsitzen und Rektoratsplätzen mit voller Wucht trifft.

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