10/05/2026
„Seniorenpferd richtig füttern: Was alte Pferde wirklich brauchen?“
Mit zunehmendem Alter verändert sich ein Pferd – das sieht man nicht nur an der grauen Schnauzpartie oder dem langsameren Gang. Der gesamte Pferdekörper arbeitet anders: Der Stoffwechsel und der Grundumsatz werden träger, die Verdauung weniger effizient, die Zähne verlieren an Substanz. Was sich nicht verändert – und das ist der entscheidende Punkt – ist der Nährstoffbedarf. Er bleibt gleich oder steigt sogar an.
Das Problem, das viele Pferdebesitzer in der Praxis erleben: Die Fütterung wird nicht angepasst. Das Seniorenpferd bekommt mit 22 Jahren dasselbe Futtermittel wie mit zwölf – manchmal sogar weniger, weil es sich weniger bewegt. Das greift zu kurz. Denn ein altes Pferd braucht nicht einfach weniger, sondern anderes – und vor allem: besser Verwertbares.
Ab wann gilt ein Pferd als Senior?
Eine klare Grenze gibt es nicht – der Übergang ist fliessend und hängt stark von Rasse, Haltung, Nutzung und Gesundheitszustand ab.
Als grobe Orientierung gilt: Warmblüter und grosse Pferderassen gelten ab etwa 15 bis 18 Jahren als Senioren. Ponys, Islandpferde und robuste Kleinpferde altern langsamer und bleiben oft bis ins hohe Alter fit – manche werden 30 Jahre und älter. Arabische Pferde haben ebenfalls den Ruf, besonders langlebig zu sein.
Entscheidender als das Geburtsdatum sind die Zeichen, die das Pferd selbst zeigt…
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