Buchhandlung Moby Dick

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Wenn man mal in Fotoalben stöbert... das Walplakat haben wir zum 10-Jährigen geschenkt bekommen...
06/07/2025

Wenn man mal in Fotoalben stöbert... das Walplakat haben wir zum 10-Jährigen geschenkt bekommen...

Am 28./29. Juni 2025 findet auf dem Bebelplatz das größte Literaturfest in Berlin statt.unter freiem Himmel und bei frei...
21/06/2025

Am 28./29. Juni 2025 findet auf dem Bebelplatz das größte Literaturfest in Berlin statt.

unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt können Sie zwei Tage lang von 11 bis 19 Uhr an über 80 Ständen von Berliner Verlagen und Berliner Buchhandlungen stöbern und mit Verleger*innen und Autor*innen bei einer der 34 Signierstunden ins Gespräch kommen. Der Schwerpunkt der Begegnungen wird in diesem Jahr die Frage sein »Wie wollen wir leben?« .

Sie können Adriana Altaras, Alhierd Bacharevic, Helene Hegemann, Katja Kullmann, Wilhelm Schmid und viele andere auf der Bühne erleben und am Sonntagabend einmal live bei den Literaturagenten von Radio Eins dabei sein.

Mit politischen Diskussionen, moderierten Sachbuchlesungen und gemeinsamen Literaturveranstaltungen großer und kleiner Verlage ist das Programm sehr aktuell und vielfältig.

Für Kinder gibt es Lesungen auf einer eigenen Bühne und viele kleine Aktionen an den unterschiedlichen Ständen.

Wenn Sie lieber blättern als scrollen, können Sie sich gerne ein gedrucktes Programm in unserer Buchhandlung abholen.

Wir sind natürlich auch da und mit den Büchern vom Galiani Verlag und Kiepenheuer & Witsch am Stand F 11. Wir freuen uns über Ihren Besuch.

Liebe Leserinnen und Leser, heute steht hier die Wiederentdeckung einer Autorin auf dem Programm: In den 90ern war ich z...
12/04/2024

Liebe Leserinnen und Leser,

heute steht hier die Wiederentdeckung einer Autorin auf dem Programm:

In den 90ern war ich ziemlich verliebt in die Bücher von Barbara Kingsolver, in "Siebengestirn", in die "Pfauenschwestern" und in die "Giftholzbibel" (allesamt leider seit Langem vergriffen) und deshalb war ich mehr als erfreut, als der DTV einen neuen Roman der Autorin ankündigte.

"Demon Copperhead" ist inzwischen erschienen und ich gebe zu, mit dem Buch zunächst etwas gefremdelt zu haben. Gesellschaftliche Themen sind schon immer das Ding von Kingsolver gewesen - es war also wohl eher die Sprache, die ich von ihr so nicht gewohnt war.

Die Autorin lässt hier einen Waisenjungen seine Geschichte selbst erzählen: Demon Copperhead, Sohn eines toten Vaters und einer kindlichen Junkiemutter, erblickt das Licht der (Hilbilly-)Welt im Badezimmer des Trailers seiner gerade weggetretenen Mutter, welcher wiederum in einer Trailersiedlung steht - irgendwo in den Apalachen, einer Landschaft, in der auch die Autorin lebt.

Wäre nicht zufällig die Nachbarin, Mrs. Peggot in diesem Moment aufgetaucht, wäre die Geschichte hier schon zu Ende. Das Kind wird aber mit einer "Glückshaube" geboren und ich kann Ihnen versichern: die wird es auf den folgenden 800 Seiten auch bitter nötig haben...

Die Mutter kann sich nämlich aus naheliegenden Gründen wenig um Demon kümmern, gibt aber ihr Bestes und das ist nicht sehr viel.
Zum Glück kann er nebenan bei den Peggots als weiteres Familienmitglied aufwachsen - bis die Mutter einen brutalen Typen heiratet.

Als sie sich noch vor ihrem 30. Geburtstag den goldenen Schuss setzt, wird Demon erst Opfer dieses Rohlings und später das der Jugendbehörde, die ihn in Familien gibt, die nicht Demons sondern ihre eigenen Interessen im Sinn haben - um es mal neutral zu formulieren.

Das Kind wird also zu schnell erwachsen und erzählt uns mit eigenen Worten, in einer rotzfrechen Sprache und in einem frühreifen, selbstironischen Tonfall von seiner Odyssee, die ihn lange von einem unschönen Ort zum nächsten führt.

Die LeserInnen von Dickens´ Romanen werden längst gerochen haben wo der Schinken hängt: die Bezüge auf "David Copperfield sind nicht zu übersehen. Namen und auch Teile des Handlungsverlaufs verweisen immer wieder auf Demons 170 Jahre älteren, großen Bruder im Geiste.

Dieser Roman ist aber alles andere als einfach nur eine sehr gut gemachte Nacherzählung in modern.
In diesem abenteuerlichen Coming-of-Age-Roman holt Kingsolver ein Thema ans Licht, das, zumindest literarisch, noch nicht häufig behandelt wurde: die sogenannte Opioid-Krise in den USA.

Es geht um Opioide in Schmerzmitteln (Oxicontin), die auf den Markt gebracht wurden, obwohl es keine Langzeitstudien gab. Dazu kamen korrupte Behörden und verantwortungslose Pharmaunternehmen (wie Sackler), die Millionen für Werbung ausgaben, in denen sie die Suchtgefahr für diese Medikamente bewusst herunterspielten.
Zehntausende Tote und ein Heer von Süchtigen sind die Folge.

Außerdem stellt die Autorin hier ein Sozialsystem an den Pranger, dass diesen Namen nicht verdient und das uns LeserInnen wie direkt aus Dickens Zeiten ans Ende des 20. Jahrhunderts gebeamt erscheinen muss.

Zum Glück für Demon (und nicht zuletzt auch zum Glück für uns LeserInnen) gibt es im Roman immer wieder Hoffnung; immer wieder tauchen Menschen auf, die für Demon da sind und ihn ein Stück Wegs begleiten.

Barbara Kingsolver ist und bleibt also für mich eine große und engagierte Autorin, die für diesen Roman zu Recht den Pulitzer Preis 2023 erhielt - gemeinsam mit dem wunderbaren Hernán Díaz für dessen Roman "Treue".

Lassen Sie sich auf das Abenteuer ein, sie für sich zu entdecken.

PS: dies aber nur noch, weil es mir persönlich so gut gefallen hat: Dennis Scheck hat gesagt, "dieser Roman liest sich, als hätte sich Suzanna Arundhati Roy zusammengetan mit John Irving". Die Essenz dieses Buches in einem Satz - und dem ist nun nichts mehr hinzuzufügen. (I.H.)

außer vielleicht dem Link:

Schöner Artikel in der Süddeutschen. Der neue Asterix ist seit heute im Handel - auch bei uns🙂
26/10/2023

Schöner Artikel in der Süddeutschen. Der neue Asterix ist seit heute im Handel - auch bei uns🙂

Im neuen „Asterix“-Album versuchen die Römer, das gallische Dorf mit positivem Denken und gesunder Ernährung zu erobern.

16/09/2023

Neues Jahr, neuer THEO! Schickt uns eure Geschichten, Gedichte oder Stücke zum Thema »Spuren« bis zum 15. Januar 2024.

Die Einreichungen sind direkt digital möglich auf unserer Webseite http://www.theo-schreibwettbewerb.de.

Beim THEO mitmachen könnt ihr, wenn ihr nicht älter als 20 Jahre seid. Texte können in allen Sprachen eingereicht werden.

Wir sind gespannt und freuen uns auf eure Einsendungen!

12/09/2023
Zu:Alena Schröder, Bei euch ist es immer so unheimlich stillIm Frühjahr 1989 rast Silvia mit ihrer neugeborenen Tochter ...
26/08/2023

Zu:
Alena Schröder, Bei euch ist es immer so unheimlich still

Im Frühjahr 1989 rast Silvia mit ihrer neugeborenen Tochter Hannah über die Transitstrecke zu
ihrer Mutter nach Ildingen. 18 Jahre war sie nicht zu Hause. Aber verwundet durch die Geburt und
genervt vom rücksichtslosen Berliner WG-Leben will sie zu ihrer Mutter Evelyn.
Ausgerechnet! Evelyn war Ärztin, ist jetzt im Ruhestand und kann das noch nicht richtig fassen.
Seit einem Jahr verlottert sie ein wenig. Beide setzen da auf, wo sie aufgehört haben: in der
Sprachlosigkeit. Sylvia kann bleiben und erzählt nichts von sich, Evelyn fragt nicht wie lange, nach
dem Vater des Kindes oder nach Sylvias Leben in Berlin. Die Ursachen liegen in der
Familiengeschichte, die auf der zweiten Ebene ab 1950 bis 1971 für die Leser*innen ausgebreitet
wird.
Karl kam erst 1950 aus dem Krieg nach Hause, er und Evelyn haben Medizin studiert, geheiratet
und dann gemeinsam in der Klinik gearbeitet. Er natürlich auf der besseren Stelle, trotz der
schlechteren Zeugnisse. Als Evelyn endlich ein Kind bekommt, ist das Hausfrau-und-Mutter-Leben
gar nichts für sie. Sie wird depressiv und unzufrieden und hat Glück, dass Karl sich nichts aus der
Meinung der Leute macht. Evelyn geht wieder arbeiten und Sylvia darf die Nachmittage bei ihrer
geliebten Tante Betty verbringen. Betty hat keine Ausbildung und keinen Mann, lebt in der
Einliegerwohnung in ihrem Elternhaus, kümmert sich um die Eltern und näht sehr gut. Eine
Schneiderlehre wäre das Richtige für sie gewesen, aber das war mit 28 zu spät und irgendwie auch
nicht standesgemäß. Gut, dass die Familie vermögend ist. Jetzt mischt sie mit ihren lauten
Meinungsäußerungen und ihrem rasanten Fahrstil die Kleinstadt auf.
Sylvia nimmt ihre Heimat in Augenschein, ihre Feindin aus der Schule ist jetzt Avon-Beraterin und
der Nachbar Rüdiger ist ihr immer noch so vertraut, wie in der Kindheit. Sie bemerkt, dass ihre
Mutter entrümpelt und findet im Haus unangetastete Erinnerungen z.B. an ihre Großmutter. Aber es
braucht viele Wochen, bis abends nicht ferngesehen, sondern endlich geredet wird.
Baby Hannah übernimmt dabei unwissentlich die Vermittlerrolle, denn bei Evelyn rührt sich was,
was sich bei ihr für Sylvia nie gerührt hat.
Wir sehen die 50er und 60er Jahre vor uns, mit allen gesellschaftlichen Einschränkungen für die
Frauen damals; den Schwierigkeiten, wenn man dem Rollenbild nicht entsprach, egal ob als Mutter
oder alleinstehend. Während einige Spannungen zwischen Evelyn und Sylvia ihre Wurzeln in der
lieblosen Kindheit haben, wird es für die erwachsene Sylvia immer wichtiger zu erfahren, wie die
Großeltern sich in der NS-Zeit positioniert haben.
Wir kennen die Figuren aus dem ersten Roman „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“.
Darin hat erst Hannah den Mut gefasst, alles über Evelyns Mutter herauszufinden. Aber das ist eine
andere Geschichte. Lesen Sie beide!
Obwohl viele Klischees bedient werden (die wahrscheinlich völlig berechtigt sind) ist es ein echter
Pageturner und ein hervorragender Unterhaltungsroman. (H.A.)

Und hier die Links zu den Büchern:

https://303880.umbreitshopsolution.de/shop/item/9783423283397/bei-euch-ist-es-immer-so-unheimlich-still-von-alena-schroder-gebundenes-buch

https://303880.umbreitshopsolution.de/shop/item/9783423220286/junge-frau-am-fenster-stehend-abendlicht-blaues-kleid-von-alena-schroder-kartoniertes-buch


und, wie immer, wünschen wir viel Vergnügen beim Stöbern und Lesen

Vom Erbe unserer Mütter und dem Wagnis eines freien Lebens In Berlin tobt das Leben, nur die 27-jährige Hannah spürt, dass ihres noch nicht angefangen hat. Ihre Großmutter Evelyn hingegen kann nach beinahe 100 Jahren das Ende kaum erwarten. Ein Brief aus Israel verändert alles. Darin wird Evely...

Marvel Moreno, Im Dezember der WindDie Anais Nin der Karibik, so nannte die El Pais sie: Marvel Moreno, eine der ganz gr...
12/08/2023

Marvel Moreno, Im Dezember der Wind

Die Anais Nin der Karibik, so nannte die El Pais sie: Marvel Moreno, eine der ganz großen kolumbianischen Autor:innen, gilt es hierzulande erst noch zu entdecken.

Sie war Zeitgenossin von berühmten lateinamerikanischen Autoren wie Gabriel Garcia Marquez, Julio Cortazar und Mario Vargas Llosa, wurde aber im Getöse der Begeisterung über die Männer übersehen und übergangen, die Rezeptionsgeschichte ihrer Werke ist geprägt von Zurückweisung und Geringschätzung. Marvel Moreno, geboren in Barranquilla, einer Stadt an der kolumbianischen Karibikküste, lebte von 1971 bis zu ihrem Tod 1995 in Paris, zum Teil in prekären Verhältnissen. Sie brauchte den Abstand zu ihrer Heimat, um dem Narrativ ihrer männlichen Kollegen etwas entgegensetzen zu können.

Der Roman „Im Dezember der Wind“ erschien erstmals 1987 und gewann mehrere große Preise. Er gilt als die Bibel von Barranquilla, allerdings eine subversive Bibel, wie die Übersetzerin Rike Bolte erzählt. Ihr sei dieses Buch in die Hand gedrückt worden, als sie einen Ruf an die kosmopolitische Universität von Barranquilla bekam, und sie war so bestürzt und begeistert von dem Roman, dass sie ihn unbedingt und erstmals ins Deutsche übersetzen mußte.

Die Geschichte erzählt von 4 Frauen mitsamt weitverzweigter Unter- und Nebengeschichten. Die Hauptfigur und Erzählerin Lina ist der „Sehnerv“ des Romans. Durch ihre Beobachtungen erfahren wir, wie die unterschiedlichen Lebensentwürfe von Dora, Catalina und Beatriz immer wieder zusammenprallen mit der Realität einer patriarchalen Gesellschaft, in der das koloniale Erbe alle Beziehungen durchzieht. Diese Lebensgeschichten handeln von Freiheitsträumen und Demütigungen, von weiblichem Begehren, Liebesversuchen und männlicher Gewalt. Die Frauen sind jung, schön und gehören zur konservativen Elite der Stadt, sie genießen die Privilegien ihrer reichen Herkunft und sind doch gefangen in den engen Konventionen ihrer Zeit.

Marvel Moreno zeichnet sinnlich, scharf und manchmal ironisch ein Sittengemälde der kolumbianischen Gesellschaft der 60er Jahre. Ihre Frauenfiguren sind extravagant und markant, modern, rebellisch und umwerfend.

Der titelgebende Dezemberwind entpuppt sich als orkanartige brisas locas (verrückte Winde), die mit brutaler Kraft in die Stadt einbrechen und einen Gewaltstrudel mit sich bringen, Gewalt gegen die Fensterläden der Häuser und Gewalt der Männer gegen die Frauen.

Und auch Marvel Moreno bricht mit diesem Roman in unsere Herzen ein und wirbelt sie durcheinander, ein frischer Wind in unseren festen Lesegewohnheiten. (Text von V.G.)

Link zum Buch:

https://www.buchhandlung-moby-dick.de/shop/item/9783803133540/im-dezember-der-wind-von-marvel-moreno-gebundenes-buch

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Jeder Sturm hat seine Gründe, jedes Schicksal seinen Ursprung. Wie eine gelassene, weil machtlose Göttin sitzt die Großmutter inmitten von Zikadengezeter in der trägen Luft der Mittagsh*tze, als sie es Lina erklärt: warum ihre Freundin Dora einen Mann heiraten wird, der sie schlägt - und welch...

17/07/2022

Unsere Bücher im Herbst 2022 lassen sich partout nicht unter einen Hut bringen. Doch egal ob Road Novel, Satire, Gegenwartsliteratur oder Feel-Good-Buch – es macht einfach Spaß sie zu lesen.

Elf Leseproben, elf Romane – von bekannten Namen wie Alex Capus bis zu Entdeckungen wie Tomi Obaro. Erste Einblicke in unsere neuen Bücher - jetzt als kostenloses E-Book herunterladen: https://www.hanser-literaturverlage.de/spezial/lesen-was-kommt/lesen-was-kommt-h22

Adresse

Stargarder Straße 67
Berlin
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Montag 10:00 - 19:00
Dienstag 10:00 - 19:00
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