09/09/2026
Fetisch Intelligenz – Was macht uns eigentlich menschlich?Warum gelten plötzlich so viele Kinder als hochbegabt? Weshalb sprechen Tech-Eliten, KI-Vordenker und politische Influencer unablässig über IQ, Leistung und kognitive Überlegenheit? Und warum scheint Intelligenz heute mehr denn je darüber zu entscheiden, wer dazugehört und wer nicht?In der Urania Berlin treffen zwei Stimmen aufeinander, die den Begriff Intelligenz radikal neu betrachten. Es entsteht ein Abend zwischen Black Mirror, Neurobiologie und Gegenwartskultur, der die Sehnsucht nach Kontrolle und die Vermessung des Denkens hinterfragt.Die Philosophin und Digitalethikerin Gisela Schmalz zeigt, wie der IQ vom Messinstrument zum Machtinstrument wurde. Sie verfolgt, wie Politik, Wirtschaft und Technologie den Begriff benutzen, um Menschen zu bewerten, zu sortieren und gesellschaftliche Ordnung zu legitimieren. Zwischen Bildungspolitik, KI-Hype und Silicon-Valley-Ideologien stellt sie die entscheidende Frage: Was verlieren wir, wenn menschliche Fähigkeiten nur noch in Zahlen übersetzt werden?Mit Mario de la Piedra Walter wird das Gespräch aus dem Geistesblüten - Das Kulturmagazin No.26 fortgesetzt. Der Neurologe und Autor leuchtet den Weg ins kreative Gehirn. Er beschreibt Kreativität nicht als mystisches Genie, sondern als ein offenes Zusammenspiel aus Erinnerung, Emotion, Sprache und Zufall. Seine Gedanken bewegen sich zwischen Krankenhausfluren, neuronalen Netzwerken, Borges, Frida Kahlo und den großen Fragen unserer Zeit: Wie entstehen Ideen? Warum erzählen wir Geschichten? Und weshalb bleibt das Menschliche selbst dort unberechenbar, wo Maschinen längst mithören und mitlernen?Christian Dunker moderiert die Diskussion über den IQ-Kult, künstliche Intelligenz und die Grenzen dessen, was sich messen lässt. Ein Abend für alle, die wissen wollen, warum wir denken, wie wir denken und warum uns das gerade jetzt beschäftigen sollte.Ort: Urania BerlinDatum: Freitag, 25.09.2026 um 19.30 UhrTickets sind auf der Website der Urania erhältlich.