Geistesblueten

Geistesblueten Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Geistesblueten, Unabhängige Buchhandlung, Walter-Benjamin-Platz 2, Berlin.

29/05/2026

Am 2.Juni in Berlin! Anne Berest, Inga Busch und Niklas Maak! Tickets für die Lesung aus „Vatertage“ gibts in den Geistesblüten. Wieder interessiert sich Anne Berest für das, was sie die »unsichtbaren Übertragungen« nennt. Was tragen wir in uns weiter, ohne es zu wissen. Politische Ideale. Scham. Zärtlichkeit. Wut. Die Art, einen Raum zu verlassen. Die Art, nicht zu sprechen. Das klingt theoretisch, bis Sie lesen, was sie auf den Spuren ihres Vaters über die Gespenster in unseren Stimmen schreibt.

28/05/2026
»Demokratie und Freiheit stehen auf dem Fundament gemeinsamer kultureller Werte und historischer Erinnerungen«, heißt es...
24/05/2026

»Demokratie und Freiheit stehen auf dem Fundament gemeinsamer kultureller Werte und historischer Erinnerungen«, heißt es im Grundsatzprogramm der AfD. Doch von gemeinsamen Werten kann nicht die Rede sein: Vertreterinnen und Vertreter der Partei beweisen immer wieder, dass sie für den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat nur Verachtung übrighaben. Sie setzen alles daran, ihn lächerlich zu machen, zu untergraben und letztlich zu zerstören.

Um den Demokratiefeinden das Handwerk zu legen, muss man verstehen, wie sie es anstellen, Fakten zu verbiegen, mit Lügen zu verwässern und auf ihre Mühlen zu lenken. Am 11.6. um 19.30 Uhr in der nimmt Ruth Hoffmann im Gespräch mit dem Juristen und Politologen Bijan Moini fünf Schlagworte unter die Lupe, die mittlerweile zum propagandistischen Tafelsilber der Neuen Rechten gehören: Nation, Freiheit, Familie, Demokratie und Widerstand. Alle fünf sind aufgeladen mit Emotionen und Symbolik aus 200 Jahren deutscher Geschichte. Alle fünf wurden durch rechte Populistinnen und Populisten systematisch umgedeutet und dienen nun als Vehikel für deren immer gleiche rassistische, sexistische und ausgrenzende Botschaften.

Moderiert von Christian Dunker (Geistesblüten) sezieren Ruth Hoffmann und Bijan Moini die Methoden rechter Aneignung und zeigen, welche Geschichten und Menschen in Wirklichkeit hinter den gekaperten Begriffen stehen. Ein Debattenbeitrag, der Lust macht, das zu verteidigen, worauf wir stolz sein können – und sein sollten: unsere demokratische und offene Gesellschaft.

Es gibt Bauwerke, die nicht einfach Teil einer Stadt sind, sondern zu ihrem Gedächtnis werden. Das Jüdische Museum Berli...
21/05/2026

Es gibt Bauwerke, die nicht einfach Teil einer Stadt sind, sondern zu ihrem Gedächtnis werden. Das Jüdische Museum Berlin gehört längst zu diesen Orten. Daniel Libeskinds »Between the Lines« hat Berlin nicht nur architektonisch geprägt, sondern der Stadt eine räumliche Sprache für Erinnerung, Verlust und Gegenwart gegeben.
Bemerkenswert ist dabei auch die Entstehungsgeschichte: Das Jüdische Museum war Libeskinds erster realisierter Entwurf. Eingereicht wurde er anonym wie alle Wettbewerbsbeiträge. Mit dem kleinen Unterschied, dass Libeskind damals vermutlich der einzige Bewerber war, der kaum ein gebautes Portfolio hätte nachreichen können. Er war Musiker, Denker, Professor. Noch kein Stararchitekt. Vielleicht liegt genau darin die Radikalität dieses Gebäudes.
Zur Eröffnung der Ausstellung »Between the Lines« sprach mit Daniel Libeskind über die Entstehung dieses besonderen Ortes und darüber, wie Architektur Erinnerung sichtbar machen kann, ohne sie jemals festzuschreiben.
Fürs neue besuchte uns Daniel Libeskind am Walter-Benjamin-Platz. Philosophisch erzählte er von Gebäuden mit Seele. Bei Musik als unsichtbare Struktur seiner Architektur wurde er sehr persönlich, bevor wird drüber sprachen, warum Erinnerung nicht konserviert, sondern immer wieder neu in die Gegenwart übersetzt werden muss. Schnell wird klar, wie Libeskind Literatur, Geschichte und Architektur fast wie verschiedene Kapitel eines einzigen großen Erzählraums denkt.
Ein Schwung Magazine liegt im Jüdischen Museum aus. Wer nicht warten möchte, kann die Ausgabe bequem über geistesblueten.com bestellen.

Gerade haben wir Blumen geschenkt bekommen und dann diese Geschichte, die wir sofort teilen wollten.“Wir hatten am Sonnt...
19/05/2026

Gerade haben wir Blumen geschenkt bekommen und dann diese Geschichte, die wir sofort teilen wollten.
“Wir hatten am Sonntag unser erstes Blinddate. Biergarten in München. 21 Grad, Sonne, komplett voll. Diese erste richtige Maiwärme, bei der plötzlich ganz München gleichzeitig draußen sitzt und niemand mehr nach Hause will.
Er war zuerst da und hatte Geistesblüten №26 auf dem Tisch liegen, wahrscheinlich um beschäftigt auszusehen. Ich kam fünf Minuten später an und hatte exakt dieselbe Ausgabe in der Tasche, weil ich auf dem Weg noch den Text über Marilyn Monroe gelesen hatte.
Unser erstes Gespräch bestand deshalb aus drei Sekunden gegenseitigem Anschauen und dann dem Satz: ‘Okay, das ist jetzt entweder ein sehr gutes Zeichen oder komplett psychopathisch.’
Die Bedienung hat gelacht. Wir auch. Danach wurde es überraschend schnell ein richtig gutes Date.
Irgendwann lagen zwischen zwei Biergläsern plötzlich Gespräche über Vicky Krieps, Daniel Libeskind, warum Lukas Gage gleichzeitig komplett Hollywood und komplett überfordert wirken kann und weshalb manche Texte einen erst Stunden später richtig treffen.
Am Tisch neben uns saß ein Mann alleine mit Radler und tippte immer auf sein iPhone. Wir schauten auf unsere zwei identischen Geistesblüten und schenkten ihm einfach eine der beiden Ausgaben. Kurz zögerte der Mann und sagte dann: ‘Das ist das Schönste, was mir heute passiert ist.’
Ungefähr zehn Minuten später entstand das Foto. Geistesblüten №26, als würden sie schweben. Hinter uns ein verschwommener Biergarten voller Menschen und irgendwo darin jetzt vermutlich ein Mann, der an diesem Sonntag mit einem neuen Magazin nach Hause gegangen ist.
PS: Falls sich jetzt jemand fragt, woher die Ausgabe war: geistesblueten.com.” Danke, liebe K und lieber M fürs Teilen,

Neulich sitzen wir im Cinema Paris bei der Preview von Kirk Jones und merken schon nach den ersten Minuten, dass «Verflu...
18/05/2026

Neulich sitzen wir im Cinema Paris bei der Preview von Kirk Jones und merken schon nach den ersten Minuten, dass «Verflucht normal» etwas Seltenes schafft: Der Film schaut nicht auf seinen Hauptcharakter herab, erklärt ihn nicht und macht ihn nie zu einer Tragödie. Stattdessen begegnet er ihm mit Humor, Wärme und einer Menschlichkeit, die einen völlig unvorbereitet trifft. Als das Licht wieder angeht, bleibt vor allem dieses Gefühl, gerade einem echten Menschen begegnet zu sein. Schaut euch diesen Film unbedingt an.
Basierend auf dem echten Leben von John Davidson erzählt der Film von einem Jungen aus einer schottischen Kleinstadt, dessen Tourette-Syndrom sein Leben lange zu einem Spießrutenlauf macht. Was daraus entsteht, ist aber kein typisches Krankheitsporträt, sondern ein Film über Würde, Freundschaft und darüber, dass Menschen eben nicht alle gleich funktionieren müssen, um ihren Platz zu verdienen.
Vor allem Robert Aramayo ist schlicht herausragend. Dass er dafür den BAFTA als Bester Hauptdarsteller gewann und dabei sogar Leonardo DiCaprio und Timothée Chalamet hinter sich ließ, fühlt sich nach diesem Film absolut richtig an. Viele kennen ihn noch als jungen Ned Stark aus Game of Thrones oder als Elrond aus The Lord of the Rings: The Rings of Power, manche vielleicht aus Galveston. Aber hier spielt er endgültig in einer eigenen Liga.
Und dann ist da noch Scott Ellis Watson als junger John Davidson. Komplett irre, dass er gar kein ausgebildeter Schauspieler ist und nur von seiner Mutter spontan zum Casting geschickt wurde. Was für ein Glücksfall. Watson spielt mit so viel Echtheit, dass man jede Szene sofort glaubt. Hoffentlich sehen wir ihn noch oft.
«Verflucht normal» schafft diese seltene Mischung aus sozialrealistischem britischen Kino und echter Feelgood-Energie. Ein Film, der einen lachen lässt, wenn man es am wenigste erwartet, und der zeigt, dass unsere Eigenheiten vielleicht genau das sind, was uns verbindet. .ellis.watson

In David Vajdas Debütroman »Diamanten« ist jeder seine eigene Kamera. Manche sehen die Welt in großen Bildern, andere ve...
01/05/2026

In David Vajdas Debütroman »Diamanten« ist jeder seine eigene Kamera. Manche sehen die Welt in großen Bildern, andere verstehen sie erst später, wenn sie anfangen, ihr Leben innerlich neu zu schneiden, Szene für Szene.
Auf der Berlinale 2021 präsentierte David mit seinem Bruder Saša Vajda ihren Film »Jesus Egon Christus« Im Roman zeigt er uns eine Familie, als würde ständig jemand mitlaufen, der alles aufnimmt, was passiert. Dudie, der Ich Erzähler, Jude und Regisseur, versucht aus dem Alltag eine Geschichte zu machen, während das Leben gleichzeitig einfach weiterläuft, ohne Rücksicht auf Dramaturgie.
Ada, die Schwester, denkt in Kunstbegriffen und sagt Dinge wie Materialität, Körperlichkeit, Positionen, als würde sie die Welt permanent ausstellen. Benny, der große Bruder, liest Menschen wie Charaktere in einem Drehbuch. Blondie, der kleine Halbruder, wirkt wie eine Figur, die eher Atmosphäre ist als Handlung. Und der Vater nennt seine Kinder Mačak, Himbeeren, Diamanten, als wären sie etwas Kostbares, das man nicht verlieren darf.
In dieser Familie wird nichts nur erlebt. Alles wird sofort zu Erinnerung, zu Szene, zu möglichem Film. Wenn etwas nicht das Zeug hat zu einer guten Geschichte, einem Moment mit Form oder Bedeutung, rutscht es schnell aus dem Fokus.
Ein Besuch im Tito Mausoleum in Belgrad, dem Haus der Blumen, wird zur Kulisse für Geschichte, Familie und das, was man Erinnerung nennt. Marmor, Vergangenheit, ein Raum, der gleichzeitig Museum und Grab ist. Und trotzdem wirkt alles, als könnte gleich jemand „Cut“ sagen und es beginnt neu.
Fastforward: Bars, Streit, Politik, absurde Begegnungen, ein serbischer Regisseur mit zu viel Wahrheit im Mund, eine Familie, die sich gegenseitig spielt und verliert, Krankheit, Tod der Mutter, ein Vater, der alles zusammenhalten will, während es längst auseinanderläuft.
»Diamanten« bleibt dabei immer nah an diesem einen Gedanken: Leben als Montage, Erinnerung als Schnitt, Liebe als Versuch, nichts ungeschnitten zu verlieren.
Mehr zu Film, Literatur und Gegenwart gibt es im auf geistesblueten.com.

Im Januar 1919 durften Frauen in Deutschland auf nationaler Ebene das erste Mal wählen und gewählt werden. Diese Teilhab...
29/04/2026

Im Januar 1919 durften Frauen in Deutschland auf nationaler Ebene das erste Mal wählen und gewählt werden. Diese Teilhabe fiel nicht vom Himmel. Sie war das Ergebnis eines langen, konfliktreichen und oft widersprüchlichen Kampfes, der weit ins 19. Jahrhundert zurückreicht und in dem Frauen sich Rechte, Räume und politische Sprache gegen massive Widerstände erkämpften.
Am 07.05.2026 um 19:30 Uhr sprechen in der Bianca Walther und Stefanie Lohaus zur Geschichte und Gegenwart feministischer Bewegungen - über Pionierinnen, Backlashes und Weiterentwicklungen. Durch den Abend führt Christian Dunker von den Geistesblüten.
Bianca Walther, Historikerin und Autorin von „Die Vorkämpferinnen“ (S. Fischer), rekonstruiert in ihrer Arbeit die Netzwerke der ersten deutschen Frauenbewegung zwischen 1848 und der Weimarer Republik. Sie zeigt, wie Figuren wie Helene Lange, Minna Cauer, Alice Salomon oder Clara Zetkin nicht isoliert agierten, sondern in dichten politischen, sozialen und persönlichen Beziehungen standen. Hier auf Insta spricht sie über Frauen und LGBIQ. Man merkt sofort wie viel zeigt Gegenwart in diesen Biografien steckt.
Stefanie Lohaus aka , Journalistin, Mitgründerin des Missy Magazine und Autorin von „Stärker als Wut“ (Suhrkamp 2023) verbindet feministische Theorie, politische Analyse und persönliche Erfahrung zu einer Diagnose gegenwärtiger Ungleichheiten. Ihre Perspektive öffnet den Blick auf die Frage, wie aus individueller Erfahrung politische Energie wird und warum Wut auch ein Ausgangspunkt für Veränderung sein kann. Im Gespräch treffen historische Tiefenbohrung und Gegenwartsanalyse aufeinander. Es geht um die ersten Parlamente mit Frauenstimmen und um die Frage, warum Repräsentation nie selbstverständlich bleibt. Und um die emotionalen und gesellschaftlichen Kosten für all das.
Ein wird ein Abend über die Geschichte feministischer Bewegungen und darüber, warum sie nicht abgeschlossen ist, sondern sich immer wieder neu formiert, verschiebt und verteidigt werden muss. Tickets auf der Website der Urania Berlin.
Danke an die Fotografinnen Heidi Scherm und Paula Winkler.

Wer wissen will, wie sich echte Obsession anfühlt, die nicht nur im Kopf, sondern ganz woanders brennt, zieht sich Wayne...
26/04/2026

Wer wissen will, wie sich echte Obsession anfühlt, die nicht nur im Kopf, sondern ganz woanders brennt, zieht sich Wayne Koestenbaums »My Lover, The Rabbi« rein. Das ist kein Buch, das gleich mit jedem in die Kiste springt, sondern macht auf „hard to get“. Genau das kickt den Erzähler. Verknallt in einen Rabbi aus New Jersey stolpert er über jede Menge spitze Steine. Eigentlich sollte der Gemeindevorsteher für ihn tabu sein. Aber der Erzähler hat nicht die Zeit und nicht den Nerv für rituelle Reinheit. Moralische Instanz hin oder her. Er will den Rabbi berühren, er will ihn besitzen. Koestenbaum zerlegt diese Affäre in Kapitel, die wie fiebrige Zustände wirken. Es ist pedantisch, obsessiv; manche Momente, fühlen sich an wie die versauten SMS, die man nachts im Rausch schickt und morgens panisch bereut. Zwischen körperlicher Ekstase und emotionaler Eiseskälte driftet alles auseinander. Ins eigene Zurechtkommen mit Schuld und Selbstschutz schiebt sich der mal grausam nah ran, mal unerreichbar weit weg. Spätestens am Hotelpool eskaliert das Gebalze, als der sich empfehlende Liebhaber einen auf einen tot machenden Konkurrenten überbewertet. Koestenbaum schreibt ohne Gleitgel: Er beschönigt nichts, flieht nicht in Zynismus und lässt das Unangenehme genau so stehen, wie es ist. Wer sich jemals hoffnungslos in jemanden verrannt hat, wird diesen Wahnsinn fühlen. Diesen und andere Lustbringer gibt´s direkt auf geistesblueten.com. Und Koestenbaum Literatur Intimität Lesen loveatfirstsight

Forget everything you know about family drama. Karim Aïnouz’s Rosebush Pruning is a total visual trip. Critics call this...
25/04/2026

Forget everything you know about family drama. Karim Aïnouz’s Rosebush Pruning is a total visual trip. Critics call this movie a „frontal assault on the senses“ that’s provocative, stylish, and deeply unsettling. The vibe? An ultra-rich family in a secluded Catalan villa, trapped in a web of emotional frost, dark secrets, and incestuous undertones. Then there’s Pamela Anderson as the „dead“ mom who refuses to stay buried. She absolutely slays, alongside a stacked cast including Callum Turner, Riley Keough, Jamie Bell, Elena Anaya, Tracy Letts, Elle Fanning and Lukas Gage. He nails that toxic mix of vulnerability and pure chaos. Want the full tea? In our new issue of №26, Lukas opens up about filming in decadent „ice age“ and what Pam taught him about reinventing yourself.
Go see the movie, then grab the mag at geistesblueten.com for the deep dive! 🔥

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Walter-Benjamin-Platz 2
Berlin
10629

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Dienstag 11:00 - 19:00
Mittwoch 11:00 - 19:00
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Freitag 11:00 - 19:00
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