10/09/2026
Hospizarbeit „trifft“ Politik
Nina Warken, Bundesvorsitzende der Frauen Union und Kanzleramtsministerin, war diese Woche zu Besuch im Hospizhaus Gifhorn. Eingeladen hatte der FU-Kreisverband Nordostniedersachsen. Auf Initiative von Silke Kollster, Vorsitzende der Frauen Union Celle, fuhren aus Celle unter anderem Liane von Hoff vom Onkoforum, Inga Janßen von Hospiz Celle und Palliativmedizinerin Dr. Cathérine Hollerbach nach Gifhorn.
Im Austausch ging es vor allem um die Herausforderungen der Hospiz- und Palliativversorgung in der Praxis: die Auswirkungen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes auf die gemeinnützige Hospizarbeit, gesetzliche Rahmenverträge, die bestehende Versorgungswirklichkeiten nicht mitdenken, jährlich wiederkehrende große Planungsunsicherheit hinsichtlich der Finanzierung durch die Krankenkassen. Hier könnte von Seiten der Politik gegengesteuert werden – durch verlässliche Rahmenbedingungen, die Raum geben für Flexibilität, Menschlichkeit und den besonderen Auftrag, den die Hospiz- und Palliativgemeinschaft von der Gesellschaft erhalten hat.
Auch das Thema Sterbehilfe kam zur Sprache: Das Thema benötigt eine gesellschaftliche Diskussion. Der assistierte Suizid, zwischen Recht auf Leben und dem Recht auf Selbstbestimmung, braucht gute Regelungen für alle Betroffenen. Zunehmend machen sich kommerzielle Anbieter dieses Regelungsvakuum zu Nutze – eine aus Sicht von Frau Dr. Hollerbach besorgniserregende Entwicklung.
Deutlich wurde durch das Treffen, was unabdingbar ist: dass Politik wahrnimmt, wo und in welcher Form Handlungsbedarf besteht.
Vielen Dank an Nina Warken für ihren Besuch, das ernsthafte Interesse an den Themen und den respektvollen Austausch!
www.hospiz-celle.de