09/09/2026
KODi verlässt die Klever Innenstadt –
Haushaltswaren-Angebot wird kleiner
Bereits im März 2025 gab es erstmals einen Hinweis darauf, dass sich an der Herzogstraße 21 etwas verändern könnte. Damals wurde die dortige Einzelhandelsfläche, in der bis heute der Haushaltswaren-Discounter KODi ansässig ist, in einem Immobilienangebot ab April 2026 zur Neuvermietung angeboten. Schon zu diesem Zeitpunkt stellte sich damit die Frage, wie es langfristig um die Zukunft der KODi-Filiale in der Klever Innenstadt bestellt sein würde.
Nachdem das Immobilienangebot später wieder verschwunden war und KODi unverändert am Standort präsent blieb, schien die Zukunft der Filiale zunächst gesichert. Nun gibt es jedoch Gewissheit: Zahlreiche Plakate in den Schaufenstern weisen aktuell auf die bevorstehende Schließung hin. „Alles muss raus“ ist dort unter anderem zu lesen, zusätzlich wird mit Rabatten von teilweise bis zu 20 Prozent geworben.
Damit verabschiedet sich der Filialist mit seinem Standort an der Herzogstraße aus der Klever Innenstadt. In Kleve bleibt KODi anschließend nach aktuellem Stand lediglich mit seiner Filiale am EOC an der Hoffmannallee vertreten. Dort waren zumindest mit Stand Dienstag, 8. September 2026, keine vergleichbaren Hinweise auf eine Schließung zu erkennen, sodass davon ausgegangen werden kann, dass dieser Standort vorerst bestehen bleibt.
Für die Klever Innenstadt bedeutet der Wegfall der Filiale allerdings mehr als lediglich einen weiteren Mieterwechsel. Das Angebot an preisgünstigen Haushaltswaren, Küchenhelfern, Reinigungsartikeln, Aufbewahrungslösungen und weiteren Dingen des täglichen Bedarfs wird damit spürbar kleiner. Vergleichbare Sortimente finden sich zunehmend vor allem bei Discountern und größeren Handelsstandorten außerhalb der eigentlichen Innenstadt.
Natürlich bleibt das Thema Haushaltswaren in der Klever Innenstadt weiterhin vertreten. Gerade im mittel- und höherpreisigen Bereich gibt es nach wie vor entsprechende Fach- und Einzelhandelsangebote. Dennoch fällt mit KODi ein Anbieter weg, der insbesondere das günstigere Preissegment und zahlreiche klassische Alltagsartikel abgedeckt hat.
Gerade diese Mischung unterschiedlicher Preislagen und Sortimente ist für eine Innenstadt nicht ganz unwichtig. Nicht jeder Innenstadtbesuch dreht sich um Mode, Gastronomie oder größere Anschaffungen. Auch vergleichsweise unspektakuläre Alltagsprodukte können Anlass für einen Besuch sein – und damit Frequenz erzeugen, von der wiederum umliegende Geschäfte, Dienstleister und gastronomische Angebote profitieren können.
Spannend dürfte daher nun vor allem die Frage werden, wie schnell die vergleichsweise prominente Einzelhandelsfläche an der Herzogstraße 21 wieder besetzt werden kann – und welches Sortiment dort künftig Einzug hält.
Denn neben der reinen Wiedervermietung dürfte für die Klever Innenstadt besonders interessant sein, ob ein neuer Mieter eine bestehende Angebotslücke schließt, ein bisher kaum vertretenes Sortiment ergänzt oder einen ganz neuen Besuchsanlass für diesen Teil der Innenstadt schaffen kann.
Nach einer Entwicklung, die sich bereits im Frühjahr 2025 erstmals angedeutet hatte, steht nun jedenfalls fest: Für KODi endet das Kapitel Herzogstraße – und die Klever Innenstadt verliert damit einen weiteren Anbieter aus dem preisorientierten Alltagssegment.