28/08/2020
DÜRRE IN DEUTSCHLAND, VEGETATION UNTER STRESS - TROPFBEWÄSSERUNG IST LÖSUNG -
In Deutschland ist es zu trocken. Deshalb wird händeringend nach Möglichkeiten gesucht, Wasser zu sparen. Mit Tropfbewässerung ist das möglich. Kommt die innovative Technologie zum Einsatz, lassen sich deutliche Mengen Wasser, Düngemittel und Energie sparen - gleichzeitig wachsen Pflanzen und Bäume gesünder. Davon profitieren landwirtschaftliche Betriebe, Kommunen und Hobbygärtner. In südlichen Ländern ist die Tropfbewässerung seit Jahrzehnten flächendeckend im Einsatz. In Deutschland setzt sich der Weltmarktführer Netafim dafür ein, dass sie bekannter wird und in der Fläche genutzt wird. Dafür gründete das Unternehmen in diesem Jahr ein Kompetenzzentrum für innovatives und nachhaltiges Bewässerungsmanagement.
Nach den Hitzesommern 2018 und 2019 ist es auch 2020 zu trocken. Seit der Französischen Revolution habe es keine vergleichbare Dürre gegeben, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).
Es regnet zu wenig, anhaltende Hitze trocknet die Böden aus. Es gibt Kommunen, die ihre Bevölkerung auffordern, Frischwasser nur noch für Mensch und Tier zu nutzen. Andere bitten darum, unter Trockenstress leidende Bäume zu gießen.
Die sich die Trockenheit in Deutschland auswirkt, veranschaulicht der "Dürremonitor Deutschland" des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung. Dabei wird klar: Die pflanzenverfügbare Bodenfeuchtigkeit (bis 25 Zentimeter Bodentiefe) geht in Deutschland derzeit beinahe flächendeckend gegen Null. Die Forscher betrachten auch die Gesamtbodentrockenheit (bis 1,80 Meter Bodentiefe). Hier wird deutlich, dass weite Teile von Ostdeutschland aber auch vereinzelte Landkreise in anderen Ländern unter einer "außergewöhnlichen" oder "extremen Dürre" bis in die Tiefe des Bodens leiden. Um Gemüseernten zu retten, Obstbäumen vor Trockenstress zu schützen oder den Garten zu Hause grün zu halten, muss deshalb bewässert werden.
In Deutschland werden hauptsächlich Trommelregner oder Sprinkleranlagen zur Bewässerung von Äckern und Grünflächen eingesetzt".
Es wird also großflächig von oben bewässert, wobei in Kauf genommen wird, dass viel Wasser verdunstet und nicht zur Kulturpflanze gelangt und auch der Boden in seiner Struktur beeinträchtigt wird. Ein Umstand, den wir uns angesichts des Klimawandels, der insgesamt hohen Bodenbelastung in der industrialisierten Landwirtschaft und der Knappheit der Ressource Wasser in vielen Regionen heute nicht mehr leisten können.
Tropfbewässerung verbraucht deutlich weniger Wasser
Anders ist es, wenn Tropfbewässerung genutzt wird. Sie bringt das Wasser direkt an die Wurzeln von Pflanzen und Bäumen. Abhängig davon, wo und was bewässert werden soll, werden die Tropfrohre unter- oder oberhalb der Erde verlegt. Dass kann in der Landwirtschaft etwa im Anbau von Kartoffeln, Zwiebeln und Mais der Fall sein, aber auch in Gewächshäusern, auf Obstplantagen, im Weinbau, aber auch in Parks und Grünanlagen sowie dem heimischen Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon. Abhängig vom Bedarf der Vegetation lässt sich über die Tropfbewässerung exakt die Menge Wasser transportieren, die benötigt wird. Auch die Versorgung mit Düngemitteln ist über die Tropfrohe möglich, sodass weniger Mittel eingesetzt werden müssen und so auch der Boden geschützt wird. Da das Blattwerk bei der Tropfbewässerung nicht befeuchtet wird, erkranken die Pflanzen außerdem seltener an Pilzinfektionen. Das führt ebenfalls dazu, dass weniger Pflanzenschutzmittel benötigt werden, um sie gesund zu halten. "Die Tropfbewässerung hat genau die Vorteile, die wir heute brauchen. Es ist an der Zeit, dass sie auch in Deutschland in der Fläche eingesetzt wird Die Bewässerungstechnik ist einfach zu handhaben, die notwendige Investition amortisiert sich über Einsparungen von Wasser, Dünge- und Pflanzenschutzmittel sowie Energie.