07/04/2026
Vielen Dank für den schönen Artikel in der Arheilger Post !
Vergangene Woche, am 2. April, wurde weltweit der Internationale Tag des Kinderbuchs gefeiert – und das schon seit 1967. Ein guter Grund, Kinderbüchern mal wieder ganz besonderes große Aufmerksamkeit zu schenken. Denn sie sind oft der erste Schritt in die Welt des Lesens – und bleiben vielen lange in Erinnerung.
Wir, die Redaktion der Arheilger Post / Printdesign24 GmbH, haben die Arheilger Bücherstube und damit die Inhaberin Sandra Ullrich zu diesem Anlass zum Gespräch gebeten und nachgefragt.
Welche Rolle spielen Kinderbücher in einer Zeit von Tablets und Smartphones?
Smartphones versorgen die Kinder – aber auch die Erwachsenen – mit vielen kleinen Häppchen. Um so wichtiger sind Kinderbücher für die Konzentrationsfähigkeit und das Erlernen, längere Texte zu erfassen und zu verstehen. Das haptische Erlebnis, das im wahrsten Sinne „Begreifen“ eines Buches regt ganz andere Bereiche im Gehirn an.
Wie fördern Kinderbücher die Entwicklung von Kindern Ihrer Meinung nach?
Kinderbücher – und das fängt schon bei den Büchern für die ganz Kleinen an – fördert die Sprachentwicklung, die Fantasie und die Empathie.Kinder werden dazu angeregt, sich in die Kinderbuchfiguren hineinzuversetzen, es findet ein Perspektivwechsel statt. Wie fühlt sich der andere? Wie fühle ich mich in einer solchen Situation?
Welches Kinderbuch würde die Bücherstube derzeit als besonders empfehlenswert hervorheben?
Das kann eigentlich nicht mit einem Titel beantwortet werden. Der Bereich Kinderbuch deckt ein großes Altersspektrum ab. Wir sprechen hier von Kindern im Alter von 3 Monaten bis 12 Jahren. Da gibt es für jedes Alter und jede Entwicklungsstufe ganz tolle Bücher!
Gibt es ein aktuelles Buch, das bei Kindern gerade besonders beliebt ist?
Hier weist die Inhaberin der Arheilger Bücherstube gerne auf die Neuerscheinungen zweier Arheilger Autorinnen hin.Von Kerstin Hau sind gerade zwei wundervolle, neue Bilderbücher erschienen: „Obacht“ und „Au Ja, wir spielen Familie!“. Wieder zwei ganz unterschiedliche Geschichten für Kinder ab 4 Jahren.Anja Körner hat gerade ihren vierten Band in der „Drei ??? Kids-Reihe“ herausgebracht: „Das Dino-Geheimnis“ mit ganz viel Sachwissen zum Thema Dinosaurier.
Was macht ein „gutes“ Kinderbuch aus?
Es ist vor allem die altersgerechte Sprache, die fesselnde Identifikationsfiguren und der Platz für die eigene Fantasie, hält Sandra Ullrich fest.
Was waren die eigenen Lieblingsbücher als Kind?
Zum einen war es „Die kleine Hexe“ von Ottfried Preußler. Ich hatte das Buch und die Hörspielschallplatte, erzählt Sandra Ullrich. Die kleine Hexe, die immer anderen geholfen hat, anstatt böse Sachen zu hexen, hat sie einfach geliebt – so sehr, dass sie sogar an Fastnacht als kleine Hexe verkleidet war. Aber auch „Pippi Langstrumpf“ von Astrid Lindgren war ein Lieblingsbuch: Ich habe die drei Bände von meiner Mama übernommen, die in den 50er Jahren auch schon Pippi-Fan war, schwelgt Sandra Ullrich in Erinnerungen. Und so wie sie – das hat sie ihr gerade am Wochende erzählt – habe ich mir immer diese Bücher vorlesen lassen, wenn ich krank war. Auch als ich sie lange schon mehrfach selbst gelesen habe. Ich glaube, ich war immer mindestens so lange krank, bis alle drei Pippi-Bücher vorgelesen waren, schmunzelt Sandra Ullrich.
Was würde die Arheilger Bücherstube Eltern raten, deren Kinder nicht gerne lesen?
Weiter und immer wieder vorlesen, gemeinsam lesen und feste Leserituale schaffen. Sachbücher zu einem Thema, für das sich das Kind begeistert, können ein guter Einstieg sein. Bücher, die ein schnelles Erfolgserlebnis verschaffen ist außerdem ein Tipp bei der Auswahl. Dabei gilt es immer zu bedenken, dass Lesen für Anfänger und Ungeübte auch anstrengend sein kann.
Sehen die Kinder bei den Eltern, dass Bücherlesen eine Freizeitbeschäftigung wie Spielen, Fernsehen, Sport usw. sein kann, oder sehen die Kinder ihre Eltern nie in ihrer Freizeit lesen? Bücher sollten kein Pflichtprogramm für die Schule sein. Nicht „Du musst heute noch 10 Minuten lesen!“, sondern „Komm‘, wir setzen und noch ein bisschen auf die Couch und lesen.“ – egal ob jeder in seinem Buch oder gemeinsam z.B. abwechselnd ein Buch zusammen. Das ist der bessere Ansatz, empfiehlt Sandra Ullrich.
Wie können Buchhandlungen Kinder fürs Lesen begeistern?
Im besten Falle, haben Buchhandlungen eine möglichst große Vielfalt altersgerechter Bücher vorrätig und können mit der eigenen Begeisterung anstecken. Schulklassen sind zum Beispiel in die Arheilger Bücherstube jeder Zeit herzlich willkommen, so dass die Kinder wissen, dass ihnen hier gerne geholfen wird, Bücher zu finden, mit denen sie Spaß haben werden.
Ob Klassiker oder moderne Geschichten – Kinderbücher öffnen Welten, fördern Fantasie und schaffen bleibende Erinnerungen. Der Tag des Kinderbuchs erinnert daran, wie wertvoll das Lesen gerade für junge Menschen ist.
Ihr seid auf der Suche nach einem passenden Buch – gleich ob jung oder alt? Dann empfiehlt sich unbedingt ein Besuch in der Arheilger Bücherstube oder stöbert online:
www.arheilger-buecherstube.de