07/12/2013
Beitrag von Kelly Noble White
Frauchen ist eines tages in eine neue Wohnung gezogen,
alles schien perfekt -eine tolle Umgebung direkt am Wald und See,nette Nachbarn doch eines fehlte noch zum perfekten Zuhause.....,
und zwar was ich mir schon seit ich klein war immer aus tiefstem herzen wünschte und doch nie erfüllt wurde.....nämlich einen Hund!Der "Grundstein"wurde uns in die Wiege gelegt also durchforschten wir das Internet ,nach einem passenden Gefährten.Mein Freund fand bei"Ebaykleinanzeigen"eine Anzeige die uns aufmerksam machte, vom aussehen her eine Bildhübsche Hundedame,ich muss sagen ich war am anfang eher skeptisch und war mir unsicher.Nach 2 Wochen war die Anzeige immernoch "online" und mein Freund beschloss die Besitzer mal anzuschreiben,wie sagt man so schön,fragen kostet ja nichts,
dann nahm alles seinen Lauf...
Wir vereinbarten einen Treffpunkt um uns die Hündin mal anzuschauen,total aufgeregt und voller Vorfreude gingen wir beide zu dem vereinbarten Treffpunkt gleich bei uns am Wald.Die Schäfidame sprang wild aus dem Kofferraum heraus,anscheinend keinerlei Erziehung,ließ sich nur sehr schwer führen(Halsband/Leine)sehr abgemagert und völlig verwirrt und orientierungslos rannte sie durch den Wald ,ohne uns wahrzunehmen....wir gingen eine Runde mit ihr ,der Zeit erzählten uns die Besitzer einiges von Ihr ,wir dachten uns useren eigenen teil....Sie sagten noch das sie so schnell wie möglich vermittelt werden soll und das sie seit über einem halben Jahr schon nach passenden Besitzern für Sie suchen...Ich war sehr verunsichert ,ob ich Ihr wirklich die nötige Erziehung und Erfahrung geben kann die sie noch braucht,man muss sagen das ich auch nicht die größte Erfahrung hatte solch eine Hündin "aufzupeppeln".Das ein Hund kosequente Erziehung brauch ist mir sehr bewusst gewesen,aber dies schien mir doch eine "Nummer "zu groß für mich ....
deshalb lehnten wir ab das wir sie so leider nicht nehmen können.
Einige Tage vergingen und egal was ich tat,sie ging mir einfach nicht aus meinem Kopf,Ich musste ständig an Sie denken schaute mir mehrmals nochmal die Anzeige an.Wir riefen die Besitzer an und sagten das wir sie gerne für eine Probewoche nehmen würden um zu sehen ob wir, Ihr letztendlich das bieten können was sie braucht.
Gleich morgens am nächsten Tag kam Sie endlich zu uns ...das war der 17.März 2011 genau 4 tage vor ihrem 2.Geburtstag...Sie schien "friedlicher"als beim ersten Zusammentreffen,wir gingen das erste mal mit ihr raus.Wir waren am See,was der totale reinfall war,sie versuchte mehrmals sich aus dem Halsband zu reißen und zeigte gleichzeitig panische Angst vor Wasser und als wir noch andere Hunde/Besitzer trafen war nun alles vorbei ,sie war sehr unruhig und wollte nur weg.
Dann passierte das schlimmste was nur passieren hätte können.
Wir überquerten eine Brücke wo wir rüber mussten um wieder nach hause zu gelangen ,wie auf dem hinweg ,gleich daneben ist die Autobahn,die mit Leitplanken und weitere abgesichert ist...Aufeinmal war eine Person hinter uns, Sie bekam anscheinend panische Angst drehte machte ein Rückwärtsgang unr riss sich aus dem Halsband raus...anscheind völlige Angst auch vor Menschen ließ sie sich nicht heranrufen nicht locken,nicht anfassen...einfach garnichts.Dann dreht sie sich erneut um und rannte durch die Leitplanken direkt auf die Autobahn rauf......mir schossen tausende Gedanken durch den Kopf...mein Freund hinterher zog sie da weg,zum Glück erkannten die Autofahrer das etwas nicht stimmt und alle bremsten....für unsein riesen Schock für alle Beteiligten,wir nahmen sie und gingen schnell in "Sicherheit"..und kaum zu glauben es ist "nichts passiert" sie hatte einen riesen großen Schutzengel der sie beschützt hatte......
Nun hatten wir ein ganz anderes problem,wie gelangen wir nach Hause?...Wir mussten den riesenlangen Umweg nehmen wo sich keine Brücke befand....ja nach ca.geschlagenen 3 Stunden kamen wir zuhause an.Völlig aufgelöst und immernoch mit Tränen gefüllt...
Das war der auschlaggebende Punkt wo ich mir sicher war das ich sie nie wieder hergebe und an ihre Besitzer zurücklass-niemals!!!Sie bleibt bei mir....sei der Weg noch so schwer....Und somit war sie nun offiziell"mein Hund".
Es folgten aber weitere sehr schlimme Tage,aufeinmal hatte sie Angst vor dem Treppengeländer bei uns im Hausflur,nur mit Mühe und Not konnten wir sie animieren nachhause "hoch"zu gehen,Sobald wir ihren Trinknapf mit Wasser füllten und sie es plätschern gehört hatte,rannte sie mit schwanzeinziehen weg und suchte Sicherheit.
In die Küche traute sie sich erst garnicht ..
Bei Begegnungen mit fremden Menschen zeigte sie Angst und wollte am liebsten ganz schnell weg,sie ließ sich auch von uns sehr ungerne anfassen oder streicheln....
ebenso bei Hunden,ob es kleine oder große waren...
Das führen am Halsband und Leine verschlechterte sich von Tag zu Tag...sie versuchte bei jedem spaziergang sich rauszureißen,es war furchtbar... :(
Sie fing sehr stark an zu humpel,wir stellten sie dem Tierarzt vor der uns sagte das dies "Muskelschmerzen"eine Art Muskelkater was bei "Überforderung"kommt,obwohl wir nur kurze
Spaziergänge für den Anfang mit ihr machten...und es daher kommt wenn der Hund zu wenig Bewegung hat und aufeinmal "viel in Bewegung" ist.(sie war es nichteinmal gewohnt regelmäßig rauszugehen,unglaublich sogar kurze Spaziergänge machten sie total k.o.
Da will man sich garnicht weiter ausmalen was bei den Vorbesitzern alles passiert ist/falsch gelaufen ist und was sie aus dieser tollen Hündin gemacht haben....
Naja jammern brachte uns wenig weiter,wir haben uns den Problemen gestellt ,hatten ganz Google "ausgegooglet" uns über jegliche Hundeerziehung/psychologie Informiert ,sind in Hundeforen aktiv geworden wo man sehr Wissenswerte Tipps nachlesen konnte.Informierte mich ganz Intensiv mit der Rasse"Berger Blanc Suisse"(damals noch Weißer Schweizer Schäferhund) um den Hund an sich noch besser zu verstehen.
Wir versuchten ihr Sicherheit zu gegeben,sodass sie uns langsam anfängt zu Vertrauen und dementsprechend auf uns eingeht.Wir fingen jeden Tag an mit ihr zu arbeiten,es dauerte sehr,sehr lange bis Sie sich darauf eingelassen hat,wir gingen jeden tag zum See um ihr die Angst zu nehmen vor Wasser versuchten positiven Kontakt zu anderen Hunden und Menschen zu geben,zeigten ihr das apportieren und "spielen" mit Bällen ,wo sie richtig aufblühte...Sie fing sogar an mit anderen Hunden zu toben und zeigte Freude daran,zwar nur kurz und dann ging sie ihren eigenen Weg ,aber das reichte uns für den Anfang,wir waren froh das sie das überhaupt zugelassen hatte.
Dann traute sie sich sogar stück für stück ins Wasser,erst bis zum Bauch und die nächsten Wochen ging sie sogar komplett rein und i schwimmt sogar.Und fing an den ball aus dem Wasser zu holen.Es klingt vlt."albern"aber für uns war das ein riesen großer Erfolg!Zu fremden Menschen entwickelte sie Positiven Kontakt und freute sich nun auch mit schwanzwedeln wenn Besuch zu uns kam,sogar die Scheu vor dem Treppengeländer ging von selbst...Nach knapp 1Jahr wo sie bei mir lebt fängt sie an einen "anzuschauen",nimmt mich war,setzt sich neben mich hin und will gekuschelt und gestreichelt werden was sie nie zugelassen hatte
...nichteinmal von mir...
Da blüht mir das Herz auf wenn ich jetzt sehe was man mittlerweile alles mit ihr geschafft/erreicht hat ,am Anfang hätte ich mir das nicht erträumen lassen das jemals so sein wird.Wir haben das mit viel Konsequenz ,Mühe Erziehung und ganz viel Liebe geschafft.Sie ist zwar bis heute noch "kein perfekter"Hund ,aber so wie sie jettz ist ,ist sie wunderbar und an den "Feinarbeiten"machen wir weiter :)
ich bereue keinen einzigen Tag das ich mich für "SIE"entschieden habe ich bin sogar sehr froh und dankbar darüber und für kein Geld der Welt gebe ich sie jemals her!