29/07/2026
Wer hat eigentlich den ersten Bürostuhl auf Rollen erfunden? Die Antwort ist überraschend: Charles Darwin.
Ja, der Darwin. Der Mann, der die Evolutionstheorie geprägt hat, war offenbar auch ziemlich genervt vom Aufstehen.
Um 1840 herum baute er die Räder kurzerhand von seinem Bett ab und schraubte sie an seinen Sessel. Der Grund war praktisch: Er wollte in seinem Arbeitszimmer schneller zwischen seinen Präparaten hin und her rollen, ohne jedes Mal aufzustehen. Damit gilt er als einer der ersten, die einen Stuhl bewegungsfähig gemacht haben.
Von da an ging es Schlag auf Schlag:
1849 kam der erste in Serie gebaute Bürostuhl, mit Drehsitz und kleinen Rollen. So bequem, dass er in der viktorianischen Zeit als unsittlich galt. Auf unbequemen Stühlen zu sitzen war damals ein Zeichen von Disziplin.
1904 entwarf der Architekt Frank Lloyd Wright einen dreibeinigen Bürostuhl, der so leicht kippte, dass die Sekretärinnen ihn den "Selbstmordstuhl" nannten.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es ernst mit der Ergonomie. Vieles davon kam aus der Cockpit-Forschung. Und ab den 1970ern entstanden die ersten Stühle, die wirklich für einen gesunden Rücken gemacht waren, statt nur gut auszusehen.
Was wir daran spannend finden: Der Bürostuhl hat fast 200 Jahre gebraucht, um von "Hauptsache man sitzt" bei "der Stuhl passt sich dem Menschen an" anzukommen. Und diese Entwicklung läuft bis heute weiter.
👉 Wissen Sie noch, auf was für einem Stuhl Sie in Ihrem allerersten Job gesessen haben? 😄
Paul Eilfeld Geschäftsführer von Büromöbel Experte GmbH