05/08/2026
🏠 "Homeoffice geht zurück." Diese Schlagzeile lesen Sie seit Monaten. Nur: Die Zahlen sagen etwas anderes.
Wir waren selbst überrascht, als wir die aktuellen Daten gesehen haben.
Laut ifo Institut arbeiteten im Februar 2026 rund 24,3 Prozent der Beschäftigten in Deutschland zumindest teilweise von zu Hause. Zum Vergleich: 2021 auf dem Höhepunkt waren es 32,3 Prozent, der Tiefstwert lag 2024 bei 23,4 Prozent. Seit 2022 pendelt der Wert also stabil um das eine Viertel.
Von einer großen Rückkehrwelle ins Büro ist in den Daten nichts zu sehen. Die ifo-Forscher sagen es ziemlich deutlich: Einzelne Firmen, die das Homeoffice einschränken, begründen noch keinen Trend.
Warum entsteht dann dieser Eindruck? Weil ein paar große Namen viel Aufmerksamkeit bekommen. Wenn ein Konzern seine Leute zurückbeordert, ist das eine Nachricht. Die vielen Mittelständler, die einfach beim bewährten Modell bleiben, tauchen in keiner Schlagzeile auf.
Interessant sind eher die Unterschiede zwischen den Branchen:
IT-Dienstleister liegen bei 76 Prozent, Unternehmensberatung bei knapp 68 Prozent. Im Handel sind es rund 13 Prozent, am Bau nur gut 4 Prozent. Wo die Arbeit digital passiert, bleibt Homeoffice selbstverständlich. Wo angepackt werden muss, war es nie ein großes Thema.
Was das für die Praxis heißt: Hybrides Arbeiten hat sich als Standard etabliert. Und das verändert auch, wie Büros aussehen müssen. Weniger fest zugeteilte Einzelplätze, dafür mehr Räume für Austausch, Konzentration und die Tage, an denen das Team zusammenkommt.
👉 Wie handhaben Sie das in Ihrem Unternehmen: eher zurück zur Präsenz, oder hat sich das Hybride bei Ihnen fest eingespielt?
Paul Eilfeld Geschäftsführer Büromöbel Experte GmbH