10/09/2026
Gießt du noch wie im August?
Im September verändert sich das Klima im Gewächshaus deutlich. Tagsüber können die Temperaturen noch sommerlich sein. Nachts wird es dagegen zunehmend kühler. Dadurch verdunstet weniger Wasser, Pflanzen benötigen weniger Nachschub und gleichzeitig steigt die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus schneller an. Genau deshalb kann die Gießroutine, die im August noch richtig war, jetzt plötzlich zu viel sein.
Drei praktische Punkte helfen bei der Umstellung:
1. Nicht automatisch mehr gießen, wenn die Gurken schlapp aussehen
Prüfe zuerst die Erde einige Zentimeter tief. Ist sie dort noch feucht, braucht die Pflanze nicht automatisch weiteres Wasser. Warum?
Mit sinkenden Temperaturen nimmt auch die Verdunstung ab. Bleibt der Boden dauerhaft sehr nass, fehlt den Wurzeln Sauerstoff und die hohe Feuchtigkeit kann zusätzliche Probleme fördern.
Eine schlappe Gurke kann im September also auch ein Zeichen dafür sein, dass die Pflanze langsam ans Saisonende kommt – und nicht nur für Wassermangel.
2. Jetzt möglichst morgens gießen
Im Hochsommer trocknet überschüssige Feuchtigkeit schnell ab. Im September sieht das anders aus. Wer am Abend kräftig gießt, bringt zusätzliche Feuchtigkeit ins Gewächshaus, während gleichzeitig die Temperatur fällt. Besser ist deshalb die Bewässerung am Morgen.
So können Pflanzen und Boden das Wasser über den Tag aufnehmen und Blätter sowie Bodenoberfläche haben Zeit zum Abtrocknen. Das ist besonders wichtig, weil feuchte Blätter und kühlere Temperaturen Pilzkrankheiten begünstigen können.
3. Kondenswasser am Morgen ernst nehmen
Ist die Folie morgens von innen nass, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass sich über Nacht viel Feuchtigkeit im Gewächshaus gesammelt hat. Dann heißt es: lüften. Durch das morgendliche Lüften wird die feuchte Luft gegen trockenere Außenluft ausgetauscht. So trocknen Pflanzen und Gewächshaus schneller ab. Und wenn die Gurken tatsächlich keine neuen Früchte mehr bilden und die Pflanze zunehmend abbaut? Dann darf sie Platz machen. Die frei werdende Fläche lässt sich jetzt noch gut für Feldsalat, Spinat, Radieschen oder geeignete Herbstsalate nutzen.
So beginnt im Gewächshaus die nächste Saison, während draußen das Gartenjahr langsam ruhiger wird.
Und wenn die Nächte noch kälter werden?
Dann zeigt sich ein weiterer Vorteil unseres Grünen Bogens. Über die Manschetten lassen sich zusätzliche Materialien unkompliziert an der Konstruktion befestigen. Im Sommer kann so beispielsweise ein Schattiernetz angebracht werden. In der kühleren Jahreszeit lässt sich nach demselben Prinzip zusätzlicher Schutz, etwa mit geeigneter Noppenfolie, befestigen.
Wichtig: Auch mit zusätzlichem Kälteschutz sollte regelmäßig gelüftet werden. Denn ein warmes, aber dauerhaft feuchtes Gewächshaus ist für viele Pflanzen keine gute Kombination.
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