08/10/2026
"Wer zum Teufel hat nach einem Clayface-Film gefragt?" Das ist einer von vielen genervten Kommentaren, die auf Social Media rausgehauen werden, wenn es um den nächsten DC-Streifen geht. Aber James Gunn hat eine Antwort parat:
"Wer zum Teufel hat nach Zurück in die Zukunft gefragt? Casablanca? Verrückt nach Mary? Pans Labyrinth? Fury Road? Weapons? Matrix? […] Hollywood ist kein Ort, an dem Filme nur entstehen, wenn die Öffentlichkeit vorher für eine Marke gestimmt hat, die sie schon unzählige Male gesehen hat."
Gunn ist aber noch nicht fertig: Er will Kreativen wie Mike Flanagan, James Watkins und Hossein Amini die Freiheit geben, Geschichten über eher unbekannte Figuren zu erzählen, wenn sie mit Herzblut an ihrem Projekt arbeiten.
"So viel Leidenschaft ist mir tausendmal lieber als ein Autor, der schnelles Geld mit einem lustlosen Drehbuch über eine bekannte Figur verdienen will."
Keine Ahnung, wie Gunns Amtszeit bei DC später mal bewertet wird. Nach dem starken Superman, dem Flop von Supergirl und dem aktuellen Hype um Lanterns ist die Bilanz gemischt. Den Mut, auf unverbrauchte Figuren und Genres wie Body-Horror zu setzen, finde ich auf jeden Fall bemerkenswert – nur müssen die Filme dann auch abliefern.
Denkt ihr, es ist eine gute Idee, im noch jungen DC-Filmuniversum auf Nischen-Charaktere zu setzen, solange die großen Zugpferde fehlen?
(Foto: Erik Drost, CC BY 2.0 / Poster: DC Studios, Warner Bros.)