04/09/2025
Kritik muss leider auch mal sein, dennoch möchten wir dies nicht ganz unkommentiert lassen. Bitte hierzu kurz die Kommentare aus den beigefügten Bildern lesen.
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Vielen Dank für Ihre ernstzunehmende Kritik. Ich möchte hierzu gerne ein paar Ergänzungen machen. Wie Sie richtig erkannt haben, handelt es sich hier um Schlachttiere (ausgewachsene Bullen mit einem Lebendgewicht von ca. 800-900kg, max 30 bei voller Belegung). Der Stall ist selten voll belegt. Bei dieser offenen Stallung handelt es sich um den ältesten Stall im gesamten Betrieb, der nach heutigem Stand immer noch den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Wir halten insgesamt 120 Rinder, daher erreicht diese Haltungsform nicht die Hälfte des Bestandes. Alle anderen Rinder werden in offenen Ställen, mit Strohboden oder auf der Weide gehalten.
Wir würden auch sehr gerne ALLE Tiere auf der Weide halten aber dies ist leider aus verschiedenen Gründen nicht möglich, zum Beispiel Flächenstrukturen. Wir verlieren immer mehr Nutzfläche durch (Wohngebiete, Industriegebiete, Photovoltaikparks ect.). Ebenso muss der Aufwand für eine ganzjährige Weidehaltung honoriert werden. Leider sind jedoch sehr wenige Menschen dazu bereit, mehr Geld für Ihre Lebensmittel auszugeben. Wie Sie bei Ihrem Stallbesuch sicherlich auch gesehen haben, haben wir vor 3 Jahren in einen Tierwohlstall für Schweine investiert. Wir haben mit einem Platzangebot von über 2qm pro Tier gebaut, der gesetzliche Mindeststandard liegt bei 0,75qm. Würden wir unser Schweinefleisch nicht über unsere eigene Metzgerei verkaufen, sondern über den freien Handel, wäre diese Art von Tierhaltung nicht möglich. Eine solche Investition will als kleiner Betrieb erstmal gestemmt werden, daher sind wir gezwungen alte Gebäude weiterhin zu nutzen. Dennoch können Sie sicher sein, dass wir uns hierzu auch schon Gedanken gemacht haben.
Die Rinder auf Strohboden (Tretmiststall) werden einmal pro Woche gemistet und täglich mit frischem Stroh eingestreut. Je nach Tag es Besuches ist daher mal mehr oder weniger Mist im Stall. Durch das tägliche einstreuen, hat jedes Tier eine trockene Liegefläche im oberen Bereich des Stalls. Bei dem ungeduldig getrockneten Heu handelt es sich um einen Siloballen. Hier ist eine Trocknung des Grasschnittes in keinster Weise gewollt. Das Gras wird gemäht, gepresst und in Folie eingepackt und konserviert. Unsere Tiere haben regelmäßig Berge an Futter vor sich liegen und suchen sich dort das beste raus. Was Sie nicht möchten oder schlecht ist, lassen Sie liegen und wird auf dem Misthaufen entsorgt. All unsere Stallungen sind offen (egal ob Rind oder Schwein). Wir möchten, dass jeder (egal ob Kunde, Besucher, Kritiker oder Tierliebhaber) zu jeder Zeit sich die Tiere anschauen kann. Dennoch fände ich es sehr nett, einfach mal das Gespräch mit einem Landwirt zu suchen und sich gewisse Dinge mal erklären zu lassen, bevor man darüber urteilt. Wir arbeiten 365 Tage im Jahr mehr als 10 Stunden am Tag und kümmern uns um unsere Umwelt, Natur, Tiere und Nahrungsmittel. Wir Landwirte würden uns daher über eine entsprechende Wertschätzung freuen. Nach heutigem Stand werden Sie bald nicht mehr viele Metzgereien finden, wo Sie sich Ihr Essen im Stall vorher anschauen können. Ich lade jeden Interessierten herzlich zu uns ein, sich ein eigenes Bild von unserem Betrieb zu machen.
Familie Denk von der Hofmetzgerei Denk