05/09/2026
Nährstoff der Woche: Glycerin 🔬
Glycerin – auch Glycerol genannt – klingt zunächst vielleicht eher nach einem chemischen Rohstoff als nach einem interessanten Bestandteil in der Pferdefütterung.
Tatsächlich ist Glycerin ein ganz natürlicher Bestandteil des Stoffwechsels.
Aber was genau macht Glycerin?
Glycerin gehört chemisch zu den dreiwertigen Alkoholen und ist Bestandteil von Fetten.
Wenn Fette im Körper aufgespalten werden, entstehen unter anderem Glycerin und Fettsäuren.
Das Glycerin kann anschließend in den Stoffwechsel eingeschleust und unter anderem zur Energiegewinnung genutzt werden.
Interessant ist dabei die Verbindung zum Kohlenhydratstoffwechsel:
Glycerin kann in Stoffwechselwege einfließen, die mit der Bereitstellung von Glukose zusammenhängen. Damit ist es ein interessanter Baustein im Zusammenspiel von Fett-, Kohlenhydrat- und Energiestoffwechsel.
Und warum ist das für Pferde interessant?
Gerade bei Pferden mit erhöhtem Energiebedarf lohnt sich ein genauer Blick darauf, aus welchen Nährstoffquellen Energie bereitgestellt wird.
Glycerin liefert dabei nicht einfach „Zuckerenergie“, sondern kann auf einem anderen Stoffwechselweg genutzt werden.
Wichtig ist aber:
Glycerin ist kein Wundermittel und ersetzt keine bedarfsgerechte Ration.
Wie sinnvoll eine Ergänzung ist, hängt immer von der gesamten Fütterung, dem Energiebedarf und der individuellen Situation des Pferdes ab.
🔬 Kurz gesagt:
Glycerin ist ein natürlicher Bestandteil des Fettstoffwechsels und kann vom Pferd als Energieträger genutzt werden.
Und genau deshalb ist es ein spannender Bestandteil, wenn man sich einmal genauer mit dem Energiestoffwechsel des Pferdes beschäftigt.
Schon mal von Glycerin in der Pferdefütterung gehört? 👇