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LeichtathletikEs gab einen Wechsel an der Spitze der erfolgreichsten Leichtathletiknationen. Erstmals verloren die USA d...
27/10/2022

Leichtathletik

Es gab einen Wechsel an der Spitze der erfolgreichsten Leichtathletiknationen. Erstmals verloren die USA die Führung in der Gesamtwertung. Dazu trugen auch zwei Sportler bei, weil sie ihren Einsatz verpassten, da ihr Trainer den Zeitplan nicht kannte.
Ein anderer Sportler hingegen verpasste seinen Lauf, weil er den falschen Eingang nahm.
Ein Oberschüler wurde kurzzeitig zum großen Helden, während dem eigentlichen Sieger kaum Beachtung geschenkt wurde.
Kaum Beachtung schenkten auch zwei Medaillengewinner der Siegerehrung, die sie nicht allzu ernst nahmen, was zu erheblichen Konsequenzen führte.
Dazu eine neue Technik im Hochsprung, ein Athlet, der ohne seinen “treuen Begleiter” nicht ins Ziel kommen wollte und Sportler, die unter ihrer politischen Führung litten.

Insgesamt gab es 38 Wettbewerbe, davon 24 für Männer und 14 für Frauen. Geregelt wurde die Teilnahme durch den internationalen Leichtathletikverband (IAAF).
Die Wettbewerbe fanden vom 31. August bis zum 10. September statt. Austragungsort war das Olympiastadion in München.

Es gab einige Neuerungen bei diesen Olympischen Spielen. Erstmals wurde die Zeiterfassung vollautomatisch auf Hundertstelsekunden genau vermessen. Ebenfalls neu war der Einsatz eines Prismenreflektors bei der Weitenmessung in den Wurfdisziplinen, anstatt wie bisher üblich, ein Maßband dafür zu verwenden. Nun wurde der Abstand mithilfe von infraroten Strahlen gemessen.
Blutdoping war schon damals ein Thema und wurde bereits dort missbilligt. Jedoch waren entsprechende Kontrollen zur damaligen Zeit noch nicht möglich.

Die erfolgreichsten Athletinnen und Athleten in den Leichtathletikdisziplinen kamen bei diesen Olympischen Spielen aus der (ehemaligen) Sowjetunion. Insgesamt holten sie 9x Gold, 7x Silber und 1x Bronze. Herausragend dabei war Ljudmila Bragina, die beim (erstmals für Frauen ausgetragenen) 1.500 Meter-Lauf in allen 3 Durchgängen einen Weltrekord aufstellte und den bestehenden Rekord dabei um mehr als 5 Sekunden verbesserte.
Knapp dahinter folgten die Sportler aus der (ehemaligen) DDR. Sie holten insgesamt 8x Gold, 7x Silber und 5x Bronze. Mit 6x Gold und jeweils 8x Silber und 8x Bronze erreichten die Athletinnen und Athleten aus den USA Platz 3.

Damit war zum ersten Mal die USA nicht mehr führend als erfolgreichste Nation bei den Leichtathletikwettbewerben. Dies war insofern nicht überraschend, da die beiden vorderen Nationen in der Medaillenwertung zuvor sehr viele staatliche Finanzmittel investierten, die sich dementsprechend nun auch auszahlten.
Dabei lag die DDR in der Gesamtzahl der Medaillen mit 20 sogar noch vor der Sowjetunion, die “nur” auf 17 kamen. Die USA hatten insgesamt sogar 22 Medaillen gewonnen, so viele wie sonst keine andere Nation. Davon allerdings eben “nur” 6 Goldmedaillen.

Anders sah es da hingegen bei der Bundesrepublik Deutschland aus. Sie sammelten ebenfalls 6 Goldmedaillen und erreichten damit ihr bis dahin bestes Ergebnis bei Leichtathletikwettbewerben während Olympischer Spiele.
Die erfolgreichste Athletin dabei war Heide Rosendahl, die die Goldmedaille im Weitsprung und in der 4-mal-100-Meter-Staffel gewann und im Fünfkampf Silber holte.
Für die DDR war Renate Stecher am erfolgreichsten bei den Frauen. Sie gewann sowohl im 100-Meter- und 200-Meter-Lauf Gold und holte in der 4-mal-100-Meter-Staffel Silber. Zusammengenommen waren die Sportlerinnen aus beiden Nationen äußerst erfolgreich. Sie holten 20 von 42 Medaillen.
Eines der Höhepunkte während dieser Olympischen Spiele war das deutsch-deutsche Duell in den Damensprintstaffeln, bei denen beide Nationen sehr erfolgreich waren. Die ostdeutschen Athletinnen gewannen dabei Gold und Silber und die Athletinnen aus der Bundesrepublik holten Gold und Bronze.

Einen Generationswechsel besonderer Art gab es beim Hochsprung. Eine neue Technik hielt Einzug und sorgte für frischen Schwung. Zwar gewann der sowjetische Athlet Jüri Tarmak mit der bis dahin bewährten “Straddle”-Technik und einer Höhe von 2,23 noch Gold, war damit allerdings zugleich auch der letzte Olympiasieger, der mit dieser Technik gewann. Bei den Frauen hingegen reichte diese Technik schon nicht mehr, denn es gewann die damals erst 16-jährige deutsche Jugendmeisterin Ulrike Meyfarth völlig überraschend mit dem rücklings gesprungenen “Fosbury-Flop” und einer Höhe von 1,92 Metern und stellte damit sogar einen Weltrekord auf.
Der Fosbury-Flop wurde immer beliebter, setzte sich aber erst nach 1980 bei allen führenden Springern durch.

Bei den Sprintwettbewerben gab es erstmals einen nicht amerikanischen Doppelsieg. Der sowjetische Athlet Walerij Borsow gewann beide Goldmedaillen über 100-Meter und 200-Meter. Fraglich bleibt allerdings, ob er diesen Erfolg auch geschafft hätte, hätte der US-Amerikanische Trainer den bereits Monate vorher veröffentlichten Zeitplan gekannt. Die beiden Topathleten Rey Robinson und Eddy Hart, die kurz zuvor noch bei den US-Trials mit 9,9 Sekunden jeweils Weltrekord gelaufen waren, verfolgten gerade die Liveübertragung im Fernsehen, als ihnen dabei bewusst wurde, dass es die Läufe mit ihrer Startberechtigung waren, die sie gerade dort sahen. Trotz größter Bemühungen schafften es beide nicht mehr rechtzeitig an den Start. Besonders drastisch war dies für Robinson, da es das letzte Rennen seiner olympischen Laufbahn war. Der dritte Athlet, Robert Taylor kam gerade noch rechtzeitig. Zwar musste er sich ohne aufzuwärmen an den Start für den 100-Meter-Lauf begeben. Aber er erreichte immerhin noch Silber, allerdings abgeschlagen hinter Borsow.

Aufmerksamkeit ganz anderer Art erreichten ihre beiden Landsmänner, die US-Amerikaner Vince Matthews und Wayne Collett. Bei ihrer Siegerehrung nach dem 400-Meter-Lauf führten sie während der Nationalhymne barfuß einen Tanz auf. Sie plauderten miteinander, spielten mit ihren Medaillen, scherzten, lachten und grüßten dabei demonstrativ das Publikum mit der Faust. Viele vermuteten dahinter eine Protestaktion der Black Power, einer Bürgerrechtsbewegung, die bereits während der Olympischen Spiele 1968 in Mexiko für Aufsehen sorgte. Beide widersprachen dieser Behauptung. Matthews erklärte sein Verhalten aufgrund von Ungerechtigkeiten, die er nach seinem Olympiasieg 1968 erfahren musste.
Der IOC sah diesen Vorfall längst nicht so amüsant. Matthews und Collett erhielten daraufhin eine lebenslange Sperre.
Erst später erklärten beide, dass sie sehr wohl für die Rechte der schwarzen US-Amerikaner demonstriert hatten.

Diese Maßnahme hatte auch ungewollt Auswirkungen auf die 400-Meter Staffel. Da zwei weitere Athleten durch Verletzung und Ausschluss nicht teilnehmen konnten bzw. durften und Matthews und Collett nun ebenfalls ausfielen, mussten die USA ihre Teilnahme an der 4-mal-400-Meter-Staffel absagen.

Ungewollte Probleme anderer Art bekam der Äthiopier Miruts Yifter. Beim 5.000-Meter Vorlauf nahm er den verkehrten Eingang ins Olympiastadion. Die strengen Ordner verwehrtem ihm daraufhin den Zutritt, sodass er nicht rechtzeitig zu seinem Rennen kam. Laut eigenen Angaben war dies ein Versehen seines Trainers. Vielleicht lag es aber auch daran, dass sie ihn nicht erkannten, denn eines der größten Geheimnisse bei den vorherigen Spielen in Moskau war sein Alter, das immerhin zwischen 33 und 42 Jahren variierte.
Wesentlich erfolgreicher lief es bei ihm dann aber beim 10.000-Meter-Lauf. Dort holte er die Bronzemedaille.

Probleme anderer Art bekam der ostdeutsche Peter Frenkel, als er nach seinem Olympiasieg beim 20-Kilometer-Gehen zusammen mit seinem Masseur in Schwabing feierte. Die Mannschaftsleitung der DDR sah dieses Verhalten bereits als abtrünnig. Sogar die Polizei wurde eingeschaltet und es wurde um Amtshilfe gebeten, um dem “rebellischen” Sportler Einhalt zu gebieten.
Nicht besser erging es seinem Teamkollegen Christoph Höhne. Er wurde beschuldigt, während der Wettkämpfe einen Fluchtversuch in die Bundesrepublik Deutschland unternehmen zu wollen. Obwohl sich diese Verdachtsfälle nie erhärteten, belastete das den Leipziger so sehr, dass er nicht mehr seine optimale Form erreichte und beim 50-Kilometer-Gehen schließlich nur einen enttäuschenden 14. Platz belegte.

Von mangelnder Treue, nicht gegenüber seinem Land, sondern von etwas ganz anderem, kann man bei Maurice Charlotin gewiss nicht sprechen. Der Haitianer wurde von einem Elektrofahrzeug begleitet. Als dieses kurz vor Ende des Marathonlaufs einen Defekt hatte und nicht mehr weiterfahren konnte, blieb der Haitianer ebenfalls stehen und beendete damit sein Rennen. Ohne dieses Fahrzeug wollte er nicht über die Ziellinie laufen und wurde dadurch Letzter. Zu sehr hatte er sich an das Gefährt gewöhnt.

Richtig kurios wurde es beim Marathonlauf. Der erst 16-jährige Oberschüler Norbert Südhaus, Teilnehmer eines Jugendlagers, stahl allen die Show. Ausgestattet mit Sportkleidung und falscher Rückennummer überwand er am Ende des Rennens kurz vor dem Stadion die Streckenabsperrung und lief unter dem tosenden Jubel von zig Tausenden Zuschauern als erster ins Stadion ein. Lange feierte daraufhin das begeisterte Publikum den vermeintlichen Sieger mit Ovationen, während dem eigentlichen Sieger Frank Shorter nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Eigentlich rechnete Shorter beim Einlauf ins Stadion mit Applaus und Jubel, stattdessen erwartete ihn ein enormer Tumult, den er nicht verstand. Es dauerte einige Zeit, bis das Publikum begriff, das es einem Irrtum erlegen war.
Norbert Südhaus wurde daraufhin kurzzeitig verhaftet. Der damalige NOK-Präsident Willi Daume begnadigte ihn schließlich mit den Worten “Sie sind ein dummer Junge, Sie wissen gar nicht, was Sie uns heute angetan haben” und schickte ihn anschließend nach Hause. Später tat ihm sein Verhalten leid und er wollte sich beim US-Amerikaner für sein Verhalten entschuldigen. Er schrieb ihm einen Entschuldigungsbrief, erhielt allerdings nie eine Antwort.
Frank Shorter brauchte später noch lange, um seine Enttäuschung über diesen Vorfall zu verarbeiten.

Zu einer Ehrenrunde kam Südhaus bei seinem Täuschungsversuch nicht mehr. Diese war damals bis dato sogar noch vollkommen unbekannt. Erst John Akii-Bua, der als erster Leichtathlet aus Uganda Gold gewann, lief nach seinem Sieg über 400-Meter-Hürden und Weltrekordzeit das erste Mal eine Ehrenrunde. Ihm folgten im Laufe der Jahre noch viele, viele weitere Athletinnen und Athleten.

Medaillenspiegel

Männer

Disziplin Gold Silber Bronze
100-Meter-Lauf Walerij Borsow (URS) Robert Taylor (USA) Lennox Miller (JAM)
200-Meter-Lauf Walerij Borsow (URS) Larry Black (USA) Pietro Mennea (ITA)
400-Meter-Lauf Vince Matthews (USA) Wayne Collett (USA) Julius Sang (KEN)
800-Meter-Lauf Dave Wottle (USA) Jewgeni Arschanow (URS) Mike Boit (KEN)
1.500-Meter-Lauf Pekka Vasala (FIN) Kipchoge Keino (KEN) Rod Dixon (NZL)
5.000-Meter-Lauf Lasse Virén (FIN) Mohamed Gammoudi (TUN) Ian Stewart (GBR)
10.000-Meter-Lauf Lasse Virén (FIN) Emiel Puttemans (BEL) Miruts Yifter (ETH)
Marathonlauf Frank Shorter (USA) Karel Lismont (BEL) Mamo Wolde (ETH)
110-Meter-Hürden Rod Milburn (USA) Guy Drut (FRA) Thomas Hill (USA)
400-Meter-Hürden John Akii-Bua (UGA) Ralph Mann (USA) David Hemery (GBR)
3.000-Meter-Hindernis Kipchoge Keino (KEN) Ben Jipcho (KEN) Tapio Kantanen (FIN)
4 x 100-Meter-Staffel USA
Larry Black
Robert Taylor
Gerald Tinker
Eddie Hart Sowjetunion
Alexandr Korneljuk
Wladimir Lowezki
Juris Silovs
Walerij Borsow BRD
Jobst Hirscht
Karlheinz Klotz
Gerhard Wucherer
Klaus Ehl
4 x 400-Meter-Staffel Kenia
Charles Asati
Munyoro Nyamau
Robert Ouko
Julius Sang Großbritannien
Martin Reynolds
Alan Pascoe
David Hemery
David Jenkins Frankreich
Gilles Bertould
Roger Velasquez
Francis Kerbiriou
Jacques Carette
20-Kilometer-Gehen Peter Frenkel (DDR) Wolodymyr Holubnytschyj (URS) Hans-Georg-Reimann (DDR)
50-Kilometer-Gehen Bernd Kannenberg (BRD) Weniamin Soldatenko (URS) Larry Young (USA)
Hochsprung Jüri Tarmak (URS) Stefan Junge (DDR) Dwight Stones (USA)
Stabhochsprung Wolfgang Nordwig (DDR) Bob Seagren (USA) Jan Johnson (USA)
Weitsprung Randy Williams (USA) Hans Baumgartner (BRD) Arnie Robinson (USA)
Dreisprung Wiktor Sanejew (URS) Jörg Drehmel (DDR) Nelson Prudêncio (BRA)
Kugelstoßen Wladyslaw Komar (POL) George Woods (USA) Hartmut Briesenick (DDR)
Diskuswurf Ludvík Danĕk (TCH) Jay Silvester (USA) Ricky Bruch (SWE)
Hammerwurf Anatolij Bondartschuk (URS) Jochen Sachse (DDR) Wassili Chmelewski (URS)
Speerwurf Klaus Wolfermann (BRD) Jānis Lūsis (URS) Bill Schmidt (USA)
Zehnkampf Mykola Awilow (URS) Leonid Lytwynenko (URS) Ryszard Katus (POL)

Frauen

Disziplin Gold Silber Bronze
100-Meter-Lauf Renate Stecher (DDR) Raelene Boyle (AUS) Silvia Chivás (CUB)
200-Meter-Lauf Renate Stecher (DDR) Raelene Boyle (AUS) Irena Szewińska (POL)
400-Meter-Lauf Monika Zehrt (DDR) Rita Wilden (BRD) Kathy Hammond (USA)
800-Meter-Lauf Hildegard Falck (BRD) Nijolė Sabaitė (URS) Gunhild Hoffmeister (DDR)
1.500-Meter-Lauf Ljudmila Bragina (URS) Gunhild Hoffmeister (DDR) Paola Cacchi (ITA)
100-Meter-Hürden Annelie Ehrhardt (DDR) Valeria Bufanu (ROM) Karin Balzer (DDR)
4 x 100-Meter-Staffel BRD
Christiane Krause
Ingrid Mickler-Becker
Annegret Richter
Heide Rosendahl DDR
Evelin Kaufer
Christina Heinich
Bärbel Struppert
Renate Stecher Kuba
Marlene Elejarde
Carmen Valdés
Fulgencia Romay
Silvia Chivás
4 x 400-Meter-Staffel DDR
Dagmar Käsling
Rita Kühne
Helga Seidler
Monika Zehrt
USA
Mable Fergerson
Madeline Manning
Cheryl Toussaint
Kathy Hammond BRD
Anette Rückes
Inge Bödding
Hildegard Falck
Rita Wilden
Hochsprung Ulrike Meyfarth (BRD) Jordanka Blagoeva (BUL) Ilona Gusenbauer (AUT)
Weitsprung Heide Rosendahl (BRD) Diana Jorgowa (BUL) Eva Šuranová (TCH)
Kugelstoßen Nadeschda Tschischowa (URS) Margitta Gummel (DDR) Iwanka Christowa (BUL)
Diskuswurf Faina Melnik (URS) Argentina Menis (ROM) Wassilka Stoewa (BUL)
Speerwurf Ruth Fuchs (DDR) Jacqueline Todten (DDR) Kate Schmidt (USA)
Fünfkampf Mary Peters (GBR) Heide Rosendahl (BRD) Burglinde Pollak (DDR)

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SchießenEinen riesigen Eklat gab es beim Schießen, weil einer der Olympiasieger den olympischen Gedanken nicht verstand....
25/10/2022

Schießen

Einen riesigen Eklat gab es beim Schießen, weil einer der Olympiasieger den olympischen Gedanken nicht verstand. Andere Schützen gingen mit selbst gebauten oder mit uralten Schrotflinten auf Medaillenjagd.

Insgesamt nahmen an den Wettbewerben 393 Athleten und 4 Athletinnen aus 71 Ländern teil. Austragungsort war die Olympia-Schießanlage Hochbrück in Garching bei München. Die Wettbewerbe wurden vom 27. August bis zum 2 September ausgetragen.

Es gab insgesamt 8 Wettbewerbe beim Schießen. Alle Disziplinen waren offene Klassen, d.h. es konnten sowohl Männer als auch Frauen teilnehmen. Neu war gegenüber den Olympischen Spielen von 1968 die Disziplin “laufende Scheibe”, die die bis dato ausgetragene Disziplin “Laufender Hirsch” ersetzte. Ursprünglich sollte sie “Laufender Keiler” genannt werden, aufgrund von zahlreichen Protesten von Naturschützern änderte man es schließlich in den Begriff “Laufende Scheibe”.
Mittlerweile wird für die Wildschweinsilhouette eine neutrale Abbildung verwendet.

Eine überlegene Nation gab es bei den Schützen nicht. Insgesamt kamen die Medaillengewinner aus 15 Ländern. Führend im Medaillenspiegel war die USA mit 2x Gold und 2x Silber vor der Sowjetunion mit 1x Gold, 2x Silber und 1x Bronze.

Ri Ho-jun, ein junger Soldat aus Pjöngjang, sorgte beim Schießen in der Disziplin “Kleinkaliber liegend” für einen riesen Skandal. Der bis dato erste nordkoreanische Olympiasieger in dieser Disziplin machte auf der anschließenden Pressekonferenz äußerst fragwürdige Aussagen. Auf die Frage, wie er denn diesen sensationellen Erfolg erzielen konnte, äußerte er, er hätte “den Rat des Ministerpräsidenten befolgt” und “geschossen, als müsse er mit jedem Schuss einen Feind treffen.”
Aufgrund dieser drastischen Aussage sollte er anschließend disqualifiziert werden. Nur durch das beherzte Einschreiten der Mannschaftsleitung gelang es, die Kampfrichter davon zu überzeugen, von einer Disqualifikation abzusehen. Die Mannschaftsleitung argumentierte, Ri Ho-jun wäre nur ein einfacher Soldat, der dazu geistig etwas zurückgeblieben wäre. Nach einer Entschuldigung von Ri Ho-jun gab es anschließend doch noch eine Siegerehrung. Mit 4 Stunden Verspätung.

Schon zuvor ging es hier bereits kurios zu. Im Wettkampf erreichte Ri Ho-jun mit 596 Ringen nur Platz 14. Eine erneute Überprüfung ergab, dass es 3 Ringe zu wenig waren. 599 Ringe reichten nicht nur für Platz 1, sondern ergaben dazu noch einen neuen Weltrekord.

Konrad Wirnhier aus Bayern machte es hingegen anders. Der Büchsenmachermeister aus Pfarrkirchen war nicht nur Visionär und Autodidakt, was das Flintenschießen betrifft, es brachte ihm auch unzählige Erfolge ein. Seinen größten Erfolg erzielte Wirnhier bei diesen Olympischen Spielen im “Wurftaubenschießen S***t”. Dazu benutzte er eine seiner selbst gestalteten Flinten aus seiner eigenhändig entwickelten Flintenserie. Diese war so gut, dass er am Ende damit Gold gewann.

Der Franzose Michel Carrega hingegen hatte zwar keine selbstgebaute Flinte, jedoch aber eine uralte. Damit konnte er zwar einen italienischen Doppelsieg verhindern, wohl aber auch seinen eigenen...

Medaillenspiegel

Disziplin Gold Silber Bronze
300 m Freies Gewehr Dreistellungskampf Lones Wi**er (USA) Borys Melnyk (URS) Lajos Papp (HUN)
50 m Kleinkaliber Dreistellungskampf John Writer (USA) Lanny Bassham (USA) Werner Lippoldt (DDR)
50 m Kleinkaliber liegend Ri Ho-jun (PRK) Victor Auer (USA) Nicolae Rotaru (ROM)
50 m laufende Scheibe Jakiw Schelesnjak (URS) Helmut Bellingrodt (COL) John Kynoch (GBR)
50 m freie Pistole Ragnar Skanåker (SWE) Dan Iuga (ROM) Rudolf Dollinger (TCH)
25 m Schnellfeuerpistole Józef Zapędzki (POL) Ladislav Falta (TCH) Wiktor Torschin (URS)
S***t Konrad Wirnhier (BRD) Jewgeni Petrow (URS) Michael Buchheim (DDR)
Trap Angelo Scalzone (ITA) Michel Carrega (FRA) Silvano Basagni (ITA)

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TurnenEin lebensgefährlicher Sprung des damaligen Publikumslieblings, der aufgrund des hohen Risikos anschließend gleich...
21/10/2022

Turnen

Ein lebensgefährlicher Sprung des damaligen Publikumslieblings, der aufgrund des hohen Risikos anschließend gleich wieder verboten wurde und überlegene Japaner mit einem herausragenden Athleten, dessen Name heute sogar ein Himmelskörper trägt. Es gab einiges Spannendes bei den Turnern.

Turnen gehört zu den ältesten olympischen Disziplinen. Bereits bei den ersten Spielen der Neuzeit 1896 in Athen gab es Disziplinen im Geräteturnen bei den Männern. Für die Frauen wurde es das erste Mal 1928 in Amsterdam olympisch.

Es nahmen 113 Männer und 118 Frauen aus 28 Ländern teil. Die Wettbewerbe fanden vom 27. August bis zum 1. September statt. Austragungsort war die Olympiahalle in München.
Es gab insgesamt 14 Wettbewerbe, 8 für Männer, 6 für Frauen. Zum ersten Mal wurden dabei 3 voneinander unabhängige, separate Wettbewerbe ausgetragen.
Unterschieden wurde hierbei zwischen den Einzelmehrkampffinals, dem Gerätefinale und den Mannschaftsmehrkampffinals. Dabei gab es jeweils einen Pflicht- und einen Kürdurchgang, indem die Sieger im Mannschaftswettbewerb ermittelt wurden. Im Anschluss folgte das Einzelmehrkampffinale, bei dem sich die Athletinnen und Athleten vorher in einer Qualifikation qualifizieren mussten. Die jeweils 36 besten Sportlerinnen und Sportler qualifizierten sich für die olympische Teilnahme. Dabei wurden 50 Prozent der Punkte aus der Qualifikation mit übernommen.
Auch die erstplatzierten Turnerinnen und Turner an jedem Gerät qualifizierten sich für die jeweiligen Gerätefinals.

Überragend bei diesen Olympischen Spielen waren die Athleten aus Japan, die dabei 16 von 24 Medaillen gewannen. Allein im Einzelmehrkampf, am Barren und am Reck gewannen sie jeweils Gold, Silber und Bronze. Damit dominierten sie zweifelsohne die Turnierwettkämpfe bei den Männern. Zwar holten sie insgesamt “nur” 5 der 8 angestrebten Goldmedaillen, waren aber im Medaillenspiegel zusammen mit der Sowjetunion klar vorne.
Herausragend dabei war Sawao Katō. Er wurde mit 3 Gold- und 2 Silbermedaillen der erfolgreichste Turner bei diesen Spielen und ist bis heute der erfolgreichste Olympiateilnehmer seines Landes. Nur der Schwimmer Mark Spitz, der 7x Gold gewann und dabei jedes Mal sogar Weltrekord schwamm, war in München noch erfolgreicher.
Sawao Katō nahm zwischen 1968 und 1976 an 3 Olympischen Spielen teil und gewann dabei insgesamt 12 Medaillen (davon 8x Gold). Der spätere Professor für Gesundheit und Naturwissenschaften ist einer von nur 4 Athleten insgesamt, die ihren Mehrkampfsieg bei den Olympischen Spielen wiederholen konnten.

Eines dürfte Sawao Katō allerdings allen Olympiasiegern voraus haben. Nicht viele dürften Namensgeber eines Asteroiden sein. Der 2000 entdeckte Asteroid 43212 Katosawao trägt seit 2021 seinen Namen.

Bei den Frauen dominierten ganz klar die Turnerinnen aus der (ehemaligen) Sowjetunion. Sie gewannen 10 von 18 Medaillen.
Unter ihnen war auch einer der Stars dieser Olympischen Spiele. Die erst 17-jährige Olga Korbut sorgte beim Publikum für großes Entzücken. Mit gerade einmal 1,55 Meter und 38 Kilogramm avancierte sie zum Publikumsliebling dieser Olympischen Spiele. Und wurde mit insgesamt 3x Gold (davon 1x im Mannschaftsmehrkampf) und 1x Silber zur erfolgreichsten Turnerin bei diesen Spielen. Schnell wurde sie unter dem Spitznamen “Spatz von Grodno” (ihrem Heimatort) bekannt. Im gleichen Jahr wurde sie zudem als Sportlerin des Jahres von der Associated Press (AP) ausgezeichnet. 1988 wurde sie als erstes Mitglied in die International Hall of Fame aufgenommen. Auch aus Wachs bei Madam Tussaude in London macht sie eine gute Figur. Und sogar eine Briefmarke aus Aserbaidschan trägt ihr Abbild.

Nicht weniger erfolgreich war Karin Janz für die (ehemalige) DDR, die mit 2x Gold, 2x Silber und 1x Bronze erfolgreichste deutsch-deutsche Athletin wurde.

Insgesamt aber dominierten ganz klar die Nationen Japan und Sowjetunion im Medaillenrang und belegten die ersten Plätze.

Olga Korbut prägte nicht nur durch ihre außergewöhnlichen Leistungen diese Spiele. Bis dahin einzigartig auf der Welt blieb ihre erfolgreiche Umsetzung eines Rückwärtssaltos auf dem Stufenbarren. Dieser nach ihr benannte Korbut Flip wurde als so gefährlich eingestuft, dass er direkt nach den Olympischen Spielen wieder verboten wurde. Nicht umsonst nennt man ihn auch heute noch den “Dead Loop”.

Medaillenspiegel

Männer

Disziplin Gold Silber Bronze
Barren Sawao Katō (JPN) Shigeru Kasamatsu (JPN) Eizō Kenmotsu (JPN)
Boden Nikolai Andrianow (URS) Akinori Nakayama (JPN) Shigeru Kasamatsu (JPN)
Pauschenpferd Wiktor Klimenko (URS) Sawao Katō (JPN) Eizō Kenmotsu (JPN)
Reck Mitsuo Tsukahara (JPN) Sawao Katō (JPN) Shigeru Kasamatsu (JPN)
Ringe Akinori Nakayama (JPN) Michail Woronin (URS) Mitsuo Tsukahara (JPN)
Sprung Klaus Köste (DDR) Wiktor Klimenko (URS) Nikolai Andrianow (URS)
Einzelmehrkampf Sawao Katō (JPN) Eizō Kenmotsu (JPN) Akinori Nakayama (JPN)
Mannschaftsmehrkampf Japan

Sawao Katō
Eizō Kenmotsu
Shigeru Kasamatsu
Akinori Nakayama
Teruichi Okamura
Mitsuo Tsukahara Sowjetunion

Nikolai Andrianow
Wiktor Klimenko
Alexander Malejew
Eduard Mikaeljan Wladimir Schtschukin Michail Woronin DDR

Matthias Brehme
Wolfgang Klotz
Klaus Köste
Jürgen Paeke
Reinhard Rychly
Wolfgang Thüne

Disziplin Gold Silber Bronze
Boden Olga Korbut (URS) Ljudmila Turischtschewa (URS) Tamara Lasakowitsch (URS)
Schwebebalken Olga Korbut (URS) Tamara Lasakowitsch (URS) Karin Janz (DDR)
Sprung Karin Janz (DDR) Erika Zuchold (DDR) Ljudmila Turischtschewa (URS)
Stufenbarren Karin Janz (DDR) Olga Korbut (URS)
Erika Zuchold (DDR) nicht vergeben
Einzelmehrkampf Ljudmila Turischtschewa (URS) Karin Janz (DDR) Tamara Lasakowitsch (URS)
Mannschaftsmehrkampf Sowjetunion

Ljubow Burda
Olga Korbut
Antanina Koschal
Tamara Lasakowitsch
Elwira Saadi
Ljudmila Turischtschewa DDR

Irene Abel
Angelika Hellmann
Karin Janz
Richarda Schmeißer
Christine Schmitt
Erika Zuchold Ungarn

Ilona Békési
Mónika Császár
Márta Kelemen
Anikó Kéry
Krisztina Medveczky
Zsuzsa Nagy

Weitere interessante und spannende Themen, alles rund um Olympia 72 finden Sie in unserem E-Book OLYMPIA SOMMERSPIELE 1972. In zwei atemberaubenden Bänden erfahren Sie alles über die Wettkämpfe von damals, über die einzelnen Disziplinen, die Medaillengewinner und über Triumphe, Tränen und Dramatik. Tauchen Sie noch einmal ein in die Welt von damals und erleben Sie den Spirit der Olympischen Spiele 1972 aufs Neue.

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ReitenEdle Noblesse gab es bei den Reitern am wohl schönsten Austragungsort während dieser Olympischen Spiele. Dazu erfo...
20/10/2022

Reiten

Edle Noblesse gab es bei den Reitern am wohl schönsten Austragungsort während dieser Olympischen Spiele. Dazu erfolgreiche Briten, ein Doppelolympiasieger als Kampfrichter und ein Teilnehmer, der aller Unkenrufe zum Trotz am Ende erfolgreich war.

Es gab insgesamt 6 Wettbewerbe im Reiten. Anders als bei anderen Sportarten üblich, traten beim Reiten sowohl Männer als auch Frauen gemeinsam an. Es gab jeweils einen Einzel- und Mannschaftswettbewerb in der Dressur, im Military (später Vielseitigkeitswettbewerb, danach Eventing) und im Springreiten. Die Wettbewerbe wurden vom 29. August bis zum 11. September ausgetragen. Austragungsort war das Reitstadion Riem, die damals größte Reitanlage Europas. Die Militarywettbewerbe wurden auf einer Geländestrecke östlich von München Nahe der kleinen Gemeinde Poing ausgetragen.
Als Austragungsstätte beim Dressurreiten entschied man sich bewusst für eines der größten und außergewöhnlichsten Gartenkunstwerke Deutschlands: Den Nymphenburger Schlosspark. Zusammen mit dem beeindruckenden Barockschloss diente es als Schauplatz der Wettbewerbe und war wohl das schönste Ambiente, in dem die sportlichen Wettkämpfe stattfinden konnten.

Beim Mannschaftswettbewerb im Dressurreiten gab es 38 Aufgaben (Lektionen), die mit Punkten von 0 bis 10 bewertet wurden. Für besonders anspruchsvolle Lektionen gab es 20 Punkte, für den Gesamteindruck konnten die Teilnehmer von den Wertungsrichtern noch einmal bis zu 90 Punkte erhalten, sodass im Idealfall eine Punktezahl von 2.500 möglich war. Die ersten 12 ritten anschließend das Stechen um die Einzelmedaillen, hierbei konnten die Wertungsrichter für den Gesamteindruck noch einmal bis zu 80 Punkte vergeben.
Beim Militarywettbewerb gab es 3 Disziplinen. Sie setzen sich zusammen aus einer Dressurprüfung mit 19 Lektionen, dem Geländeritt und dem Springen. Dabei kamen bei der Mannschaftswertung von den 4 Reitern einer Mannschaft die besten 3 in die Wertung. Allerdings wurde hier, wie vorher bisher nicht üblich, auch der Vierte ausgezeichnet.
Die Einzelwettbewerbe im Springreiten wurden auf einem 760 Meter langen Parcours mit 14 Hindernissen ausgetragen. Dabei wurden alle Medaillen, die vergeben wurden, im Stichkampf vergeben. Der Mannschaftswettbewerb fand auf einem 860 Meter langen Parcours statt.

Besonders erfolgreich bei den Wettkämpfen war neben der Bundesrepublik Deutschland das Vereinigte Königreich, das in den Militarywettbewerben beide Goldmedaillen gewann. Insgesamt gewannen beide Nationen bei den Reitwettbewerben jeweils 2x Gold und 1x Silber, die Bundesrepublik Deutschland gewann dazu noch 2x Bronze. Dritter im Medaillenspiegel wurde Italien mit jeweils 1x Gold, 1x Silber und 1x Bronze.

Einen nicht alltäglichen Preisrichter gab es auch in München. Heinz Pollay, Doppelolympiasieger von 1936 in Berlin, war einer der 5 Preisrichter dieser Olympischen Spiele und gleichzeitig erster Sprecher des olympischen Gelöbnisses der Kampfrichter.
Während der Wettkämpfe kam es allerdings immer wieder zu stark voneinander abweichenden Kampfrichterurteilen, die ihm und seinen Kollegen die Arbeit erschwerten und die Wettkämpfe negativ beeinflussten.

Einen großen Aufreger gab es bei der bundesdeutschen Mannschaft. Die Nominierung von Hans Günter Winkler war äußerst kontrovers. Nicht weniger als 11 seiner Springreiterkollegen verkündeten, dass sie mit ihm in München nicht gemeinsam an den Start gehen wollten. Grund dafür war, dass Winkler 5 Pferde bezog, die nach dem Urteil der anderen nicht wettbewerbsfähig waren. Winkler lies sich davon nicht beirren und ritt trotzdem. Sein Mut und seine Beharrlichkeit wurden belohnt. Am Ende holte er im Mannschaftswettbewerb Gold.

Medaillenspiegel

Dressur

Einzel
Reiter und Pferd Land
Gold: Liselott Linsenhoff auf “Piaff” BRD
Silber: Jelena Petuschkowa auf “Pepel” URS
Bronze: Josef Neckermann auf “Venetia” BRD

Mannschaft

Reiter und Pferd Land
Gold: Jelena Petuschkowa auf “Pepel”
Iwan Kisimow auf “Ichor”
Iwan Kalita auf “Tarif” URS
Silber: Liselott Linsenhoff auf “Piaff”
Josef Neckermann auf “Venetia”
Karin Schlüter auf “Liostro” BRD
Bronze: Ulla Håkansson auf “Ajax”
Ninna Swaab auf “Casanova”
Maud von Rosen auf “Lucky Boy” SWE

Springreiten

Einzel

Reiter und Pferd Land
Gold: Graziano Mancinelli auf “Ambassador” ITA
Silber: Ann Moore auf “Psalm” GBR
Bronze: Neal Shapiro auf “Sloopy” USA

Mannschaft

Reiter und Pferd Land
Gold: Fritz Ligges auf “Robin”
Gerd Wiltfang auf “Askan”
Hartwig Steenken auf “Simona”
Hans Günter Winkler auf “Trophy” BRD
Silber: William Steinkraus auf “Main spring”
Neal Shapiro auf “Sloopy”
Kathryn Kusner auf “Fleet apple”
Frank Chapot auf “White Lightning” USA
Bronze: Vittorio Orlandi auf “Fulmer feather”
Raimondo D’Inzeo auf “Fiorello”
Graziano Mancinelli auf “Ambassador”
Piero D’Inzeo auf “Easter light” ITA

Military (Vielseitigkeit)

Einzel

Reiter und Pferd Land
Gold: Richard Meade auf “Laurieston” GBR
Silber: Alessandro Argenton auf “Woodland” ITA
Bronze: Jan Jönsson auf “Sarajevo” SWE

Mannschaft

Reiter und Pferd Land
Gold: Richard Meade auf “Laurieston”
Mary Gordon-Watson auf “Cornishman V”
Bridget Parker auf “Cornish Gold”
Mark Phillips auf “Great Ovation” GBR
Silber: Kevin Freeman auf “Good Mixture”
Bruce Davidson auf “Plain Sailing”
John Michael Plumb auf “Free and easy”
James Wofford auf “Kilkenny” USA
Bronze: Harry Klugmann auf “Christopher Robert”
Lutz Goessing auf “Chicago”
Karl Schultz auf “Pisco”
Horst Karsten auf “Siox”
BRD

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