Zoo Zajac

Zoo Zajac https://www.thepetfactory.de Bis zum Frühjahr 2025 präsentierte Zoo Zajac auf über 12.000 qm Verkaufsfläche eine unübertroffene Auswahl an Tierzubehör.

Zoo Zajac – die offizielle Facebookseite

Willkommen auf der FB - Seite des ehemals größten Zoofachgeschäft der Welt

Im November 2004 wurde Zoo Zajac in Duisburg-Neumühl eröffnet und war seitdem unbestritten das größte Zoofachgeschäft der Welt. Offiziell bestätigt wurde dieser Status 2004 durch das Guinness World Records Unternehmen welches Zoo Zajac mit seinen damals noch 8.000 qm Verkaufsfläche ins Guinness Buch der Rekorde aufnahm. Die beeindruckende Tierpräsentation und vor allem die Artenvielfalt machenten das Zoofachgeschäft zu einem wahren Allwetterzoo. Alle Tiere wurden bei Zoo Zajac artgerecht und den Tierbedürfnissen angepasst untergebracht. Die Tiergehege waren großräumig und liebevoll bis ins Detail ausgestaltet. So konnte sich der interessierte Tierhalter schon bei der Besichtigung der Verkaufsgehege von einer artgerechten und zeitgemäßen Tierhaltung inspirieren lassen. Zoo Zajac legte als Zoofachgeschäft großen Wert darauf, Fachpersonal zu beschäftigen. Neben drei fest angestellten Tierärztinnen arbeiteten eine Tierheilpraktikerin, 4 Biologen und über 10 Tierarzthelferinnen und gelernte Tierpfleger im Geschäft. Alle Mitarbeiter wurden regelmäßig geschult. Dieses geschah sowohl auf Seminarveranstaltungen im Haus oder bei externen Schulungen, Seminaren und Kongressen. Nur geschultes und sachkundiges Personal kann dem zukünftigen Tierbesitzer das notwendige Fachwissen für die Haltung seiner Schützlinge vermitteln und kompetent beraten. Als zusätzlichen Service für unsere Kunden wurden alle größeren Säugetiere, Reptilien und Vögel von einer Tierärztin klinisch untersucht bevor sie in ihr neues zu Hause kamen. Jeden Tag der Woche und an den Wochenenden vom frühen Morgen bis spät abends waren die Tierpfleger unter ständiger tierärtztlicher Kontrolle für unsere Schützlinge da. Zajac legte großen Wert auf Kompetenz in allen Belangen des Umganges mit Tieren, auch privat waren die meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen begeisterte Tierfreunde, die sich auch bundesweit in Verbänden, Vereinen sowie im Tierschutz engagieren. Es fanden regelmäßig im Haus kostenlose Seminare und Vortragsveranstaltungen für alle interessierten Tierbesitzer und -interessenten statt, bei denen national und international bekannte Referenten ihr Wissen direkt an die interessierte Zuhörerschaft weitergaben. Zoo Zajac´s Zielo war es, nicht nur gesunde Tiere zu verkaufen, sondern die Kunden so zu unterstützen, dass die Tiere jederzeit in ihrem neuen Heim optimale Bedingungen vorfanden. Dazu gehörten neben der intensiven Beratung und dem tierärztlichen Service eine der größten Fachbuchabteilungen in Deutschland. Und natürlich das komplette Zubehörsortiment aller führenden Hersteller. Für Tierarten, die eine besondere Ausbildung und Sozialisierung erfordern (wie z.B. die Hunde)
wurde ein besonderes Betreuungs-Programm entwickelt. So wurden die Hunde beispielsweise von erfahrenen Hundetrainern, langjährigen erfahrenen Hundehaltern und geschulten Pflegern intensiv betreut. Die Hunde lernen spielerisch die alltäglichen Geräusche kennen, wie sie in jedem Haushalt vorkommen (z.B. Staubsauger, Türklingeln etc.). Sie wurden altersgemäß regelmäßig ausgeführt und so an Halsband, Leine, Geschirr und auch den Straßenverkehr gewöhnt. Leider mußte Zoo Zajac nach Norbert Zajac´s Tod und schwieriger, wirtschaftlicher Lage den betrieb im Frühjahr 2025 nach einer Ausverkaufphase beende und am 30.04.2025 final die Schlüssel abgeben. Das Gebäude nebst Geländer verkauft worden und soll es nach dem Abriss ein gewerbepark entstehen. Dieser Kanal wurde von Martin Höhle, Inhaber von the Pet Factory und alter Freund von Norbert Zajac, wie auch langjähriger Lieferant des Unternehmens, erworben. Ziel ist es, die Erinnerungen zu erhalten und sofern möglich, den Kontakt zu den ehemaligen Kunden, Fans und Mitarbeitern zu erhalten.

𝗟𝗮𝘂𝗲𝗿𝗷𝗮̈𝗴𝗲𝗿 𝗶𝗻 𝗕𝗿𝗮𝘂𝗻𝘁𝗼̈𝗻𝗲𝗻Winzige Nachtschlange, Ithycyphus miniatusIthycyphus miniatus ist eine in Madagaskar heimische...
13/09/2026

𝗟𝗮𝘂𝗲𝗿𝗷𝗮̈𝗴𝗲𝗿 𝗶𝗻 𝗕𝗿𝗮𝘂𝗻𝘁𝗼̈𝗻𝗲𝗻
Winzige Nachtschlange, Ithycyphus miniatus

Ithycyphus miniatus ist eine in Madagaskar heimische, schwach giftige Trugnatter aus der Familie der Pseudoxyrhophiidae, die gar nicht so winzig ist, wie man beim deutschen Namen vermuten könnte. Außerdem ist sie tagaktiv, also auch dieser teil des Namens ist irreführend. Sie lebt in feuchten und trockenen Wäldern sowie im Buschland und bewohnt Bäume. Ithycyphus miniatus ist endemisch in Madagaskar und dort über weite Teile verbreitet. Sie ist fast überall im Nordwesten und Norden Madagaskars sowie entlang der Nordostküste zu finden. Neben der Hauptinsel besiedelt sie auch vorgelagerte Inseln wie Nosy Be und Nosy Komba. Ihre Gesamtlänge beträgt ca.1,30 m. Das Gewicht ausgewachsener Tiere kann bis 400 g betragen. Ithycyphus miniatus ist ein aktiver, baumbewohnender Jäger, der sich von einer Vielzahl kleiner Wirbeltiere, Reptilien, Frösche und Vögel ernährt. Die Schlange nutzt eine Kombination aus Lauerjagd und aktivem Aufspüren ihrer Beute in den Bäumen und im Gebüsch. Im Gegensatz zu vielen reinen Trugnattern, die ihre Beute einfach nur festhalten wickelt sie ihren Körper um größere oder wehrhaftere Beutetiere, um diese zu erwürgen. Als Trugnatter besitzt sie Giftzähne weit hinten in der Gaumenhöhle. Beim Kauen transportiert sie ein mildes Gift in die Wunde der Beute. Dieses Sekret wirkt bei Beutetieren wie Chamäleons schnell und lähmt sie oft innerhalb von zwei Minuten vollständig, was das Verschlingen erleichtert.

Die Haltung von Ithycyphus miniatus im Terrarium ist äußerst selten und anspruchsvoll. Es gibt auf dem Markt fast keine Nachzuchten; bei den sehr selten angebotenen Tieren handelt es sich meist um Wildfänge, deren Eingewöhnung schwierig ist. Tagsüber sind ca. 25 bis 28 °C ideal, mit einem lokalen Wärmeplatz von bis zu 35 °C. In der Nacht sollte die Temperatur auf etwa 18 bis 20 °C abgesenkt werden. Es empfiehlt sich eine mittlere Feuchtigkeit, die durch eine täglich leicht feucht gehaltene Box und regelmäßiges Sprühen ergänzt wird. Als tagaktive Jäger benötigen die Tiere helles Licht sowie eine UVB-Beleuchtung, um gesund zu bleiben und ihre natürlichen Verhaltensweisen zu zeigen. Die Futterumstellung im Terrarium gilt als die größte Hürde. Wildfänge verweigern anfangs oft die üblichen Frostmäuse, da sie auf Echsen und Frösche geprägt sind. Die Umgewöhnung erfordert viel Geduld. Die Fütterung sollte immer mit Hilfe langer Pinzetten erfolgen. Obwohl das Gift für den Menschen als nicht lebensgefährlich gilt, ist die genaue Toxizität der Zusammensetzung kaum erforscht. Ein Biss kann schmerzhafte Schwellungen und lokale Reaktionen hervorrufen. Das Terrarium muss Aufgrund ihrer baumbewohnenden Lebensweise hochformatig sein. Eine dichte Struktur aus stabilen Kletterästen, Lianen und robuster Bepflanzung ist erforderlich. Mehrere erhöhte Verstecke (z. B. hohle Korkröhren oder geschlossene Nistkästen) bieten Rückzugsorte. Eine kontrollierte Nachzucht von Ithycyphus miniatus im Terrarium ist bisher kaum dokumentiert. In der Terraristik gilt die erfolgreiche Vermehrung dieser Art als Ausnahmefall. Es fehlen genaue Zuchtberichte.

Trugnattern unterliegen in einigen deutschen Bundesländern sowie in Teilen Österreichs und der Schweiz strengen gesetzlichen Melde- oder Genehmigungspflichten. Die Art gilt als nicht gefährdet gemäß der Roten Liste der IUCN

Roland Zobel

𝗕𝗿𝘂𝘁𝗽𝗳𝗹𝗲𝗴𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗭𝗲𝗯𝗿𝗮𝘀 𝘂𝗻𝗱 𝗨𝗻𝗴𝗲𝘀𝘁𝗿𝗲𝗶𝗳𝘁𝗲Zebrabuntbarsch, Amatilania nigrofasciataZebrabuntbarsch oder Grünflossenbuntbarsch...
09/09/2026

𝗕𝗿𝘂𝘁𝗽𝗳𝗹𝗲𝗴𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗭𝗲𝗯𝗿𝗮𝘀 𝘂𝗻𝗱 𝗨𝗻𝗴𝗲𝘀𝘁𝗿𝗲𝗶𝗳𝘁𝗲
Zebrabuntbarsch, Amatilania nigrofasciata

Zebrabuntbarsch oder Grünflossenbuntbarsch nannte man Amatilania nigrofasciata, als diese Art 1934 noch als „Cichlasoma nigrofasciatum“ nach Deutschland eingeführt wurde. Diese anpassungsfähigen Cichliden konnten sogleich erfolgreich vermehrt werden, da ihre Brutpflege und Anspruchslosigkeit bezüglich nahezu aller Faktoren beste Voraussetzungen dafür boten. Folgerichtig gehören sie seitdem in das Standardsortiment des Zoofachhandels. Es waren auch die ersten Fische, die ich züchtete. Schon damals, Anfang der 60er-Jahre, gab es Weißlinge. Mein 12 cm großes Männchen war weiß, die mit 8 cm deutlich kleineren Weibchen trugen die typische Zebrazeichnung. Ich konnte allerdings nicht so recht erkennen, weshalb man diese Art seinerzeit vor allem Grünflossenbuntbarsch nannte, denn so richtig knallig grün waren ihre Flossen nicht.

Die meisten aus Mittelamerika stammenden Buntbarsche sind relativ ruppig im Aquarium. Amatilania nigrofasciata allerdings ist es nach sehr vielen Nachzuchtgenerationen nicht mehr in dem Maße wie es seinerzeit die ersten Wildfänge waren. Man pflegt diese Fische paarweise in einem Aquarium von mindestens 150 Liter Inhalt bei 22 bis 28°C. An die Wasserwerte stellen sie keine besonderen Ansprüche. Sie gehören übrigens auch zum Sammelsurium unterschiedlicher Aquarienfische, die in dem berühmten österreichischen Warmwasserbach bei Villach ausgesetzt wurden und sich etablierten. Sie lassen sich im Aquarium mit allerlei Salmlern, Lebendgebärenden Zahnkarpfen und vielen weiteren Fischen schadlos vergesellschaften.

Die Allesfresser verschmähen auch Pflanzen nicht, das Aquarium sollte also nur einen Kiesboden mit Stein- und Wurzelaufbauten als Dekoration beinhalten. Genau so unkompliziert und anpassungsfähig wie seine Haltung ist auch die Zucht des Zebrabuntbarsches. Die Fische können offen auf Steinen und anderen glatten Oberflächen laichen, aber auch in Höhlen. Sie nehmen an, was vorhanden ist. Belässt man das mehr als 100 Eier umfassende Gelege im Aquarium bei den Eltern, so kann man die Brutpflege beobachten. Nach zwei bis drei Tagen schlüpfen die Larven und schwimmen vier bis fünf Tage später frei. Man füttert die Jungen mit Artemia-Nauplien. Es gibt außer den Weißlingen auch gescheckte Zuchtformen, doch der Wildtyp ist wohl am schönsten. Sie können zehn Jahre alt werden.

Hajo Herrmann

Bei Menschen mit TierenDer Auftakt unserer neuen Reihe „Bei Menschen mit Tieren": Wir besuchen Tierhalter, die sich bege...
07/09/2026

Bei Menschen mit Tieren
Der Auftakt unserer neuen Reihe „Bei Menschen mit Tieren": Wir besuchen Tierhalter, die sich begeistern und Besonderes für ihre Pfleglinge leisten. Den Anfang machen die Hanauer Aquarien-, Terrarien- und Vogelfreunde in ihrem historischen Tümpelgarten. Vorsitzender Michael Hildebrandt und das junge Mitglied Verena führen uns durch Geschichte, Aquarienhaus und Vereinsleben – von den Anfängen 1913 bis heute.
im TümpelgartenKommt zum Zoo-Zajac-Kanal bei Youtube, besucht uns dort und abonniert den Kanal, so unterstützt ihr uns und bekommt regelmäßig neue Videos mit Artporträts, Talk und kleinen Reportagen über Menschen mit Tieren, also besondere Tierhalter, Vereine und vieles mehr. Schaut mal rein:

Der Auftakt unserer neuen Reihe „Bei Menschen mit Tieren": Wir besu...

𝗙𝗲𝘂𝗰𝗵𝘁𝗴𝗲𝗯𝗶𝗲𝘁𝗲 𝗮𝗹𝘀 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻𝘀𝗲𝗹𝗶𝘅𝗶𝗲𝗿Grüne Schildechse, Zonosaurus haraldmeieriDie Grüne Schildechse (Zonosaurus haraldmeieri)...
06/09/2026

𝗙𝗲𝘂𝗰𝗵𝘁𝗴𝗲𝗯𝗶𝗲𝘁𝗲 𝗮𝗹𝘀 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻𝘀𝗲𝗹𝗶𝘅𝗶𝗲𝗿
Grüne Schildechse, Zonosaurus haraldmeieri

Die Grüne Schildechse (Zonosaurus haraldmeieri) gehört zur Familie der Schildechsen (Gerrhosauridae) und kommt nur im äußersten Norden Madagaskars vor. Der Erstfundort liegt in der Umgebung von Joffreville (nahe dem Nationalpark Montagne d’Ambre). Der Lebensraum ist durch ein besonderes tropisches Feuchtklima geprägt. Es hebt sich deutlich von dem ansonsten eher trockenen Umland der Region Antsiranana ab. Das vulkanische Gesteinsmassiv in ihrem Lebensraum fängt die Passatwinde ab. Dadurch entsteht ein isoliertes, feuchtes tropisches Regenwald-Mikroklima mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Es gibt eine ausgeprägte Regenzeit von November bis April. In den höheren Lagen des Verbreitungsgebietes regnet es jedoch fast das ganze Jahr über, wobei stellenweise bis zu 3000 mm Niederschlag jährlich fallen. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über beständig und warm. Während der feuchten Sommermonate (November bis April) liegen die Tageshöchstwerte im Schnitt bei ca. 29 °C. In den trockeneren Wintermonaten (Mai bis Oktober) ist es etwas kühler. Dieses feuchte und warme Klima sorgt für die dichten Laubschichten und das üppige Pflanzenwachstum, die diese Eidechse am Waldboden dringend als Schutz und Jagdrevier benötigt. Es herrscht eine ganzjährig sehr hohe Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 75 % bis über 85 %. Die Art lebt vorwiegend auf dem Boden, nutzt aber dichte Laubschichten, umgestürzte Baumstämme und Felsstrukturen als Verstecke und zum Sonnenbaden. Sie hat eine ausgeprägte grünliche Körperfarbe und sieht Zonosaurus madagascariensis ähnlich, hat aber mehr Femoralporen und es fehlen die beiden hellen Streifen, die bei jener verwandten Art vorkommen. Die Tiere können eine Gesamtlänge von etwa 43 cm erreichen. Auf dem Waldboden sucht die Echse aktiv nach Nahrung. Dazu gehören diverse Insekten wie Grillen, Heuschrecken, Gottesanbeterinnen, Käfer und Schaben. Auch Schnecken, Würmer oder Spinnen werden bei Gelegenheit erbeutet. Als Ergänzung fressen die Tiere reife, vom Baum gefallene Früchte, süße Pflanzensäfte, Triebe oder Blüten.

Auf Grund ihrer Größe benötigen diese Echsen Terrarien mit einer möglichst großen Grundfläche. Eine Einzelhaltung ist problemlos möglich. Bei einer Gruppenhaltung darf nur ein Männchen mit einem oder mehreren Weibchen gepflegt werden. Das Klima sollte sich an den Gegebenheiten im Biotop orientieren. Als tagaktive Echsen benötigen sie viel Licht und unbedingt eine UVB-Beleuchtung. Dieses ist essenziell für die Synthese von Vitamin D3 und den Knochenbau. Als Bodengrund eignet sich eine dicke, lockere Schicht aus ungedüngter Terrarienerde, Kokoshumus und Moos. Die Erde muss Feuchtigkeit gut speichern können, ohne zu schimmeln. Eine dicke Schicht aus trockenem Laub (z. B. Eichen- oder Buchenblätter) ahmt den Waldboden perfekt nach. Obwohl diese Zonosaurus vorwiegend Bodenbewohner sind, klettern sie auch auf niedrigen Strukturen. Dicke Korkstücke, Wurzeln und flache Steine bieten Sichtschutz und Liegeplätze. Es müssen mehrere enge Verstecke in unterschiedlichen Temperaturzonen zur Verfügung stehen. Eine flache Wasserschale ist notwendig. Sie muss täglich mit frischem Wasser gefüllt werden, da die Tiere darin auch koten oder baden. Tägliches Sprühen simuliert den Morgentau und den Regen, den die Tiere auch zum Trinken von Blättern auflecken. Den Hauptteil der Nahrung im Terrarium bilden handelsübliche Futterinsekten (z. B. Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Schaben). Wichtig ist das regelmäßige Bestäuben der Insekten mit Kalzium und Vitaminpräparaten. Ein- bis Zweimal pro Woche kann eine kleine Schale mit reifem Obst angeboten werden. Besonders geeignet sind überreife Bananen, Beeren, Mango oder geraspelter Apfel.

In der Paarungszeit zeigt das Männchen oft ein rituelles Paarungsverhalten, das durch Kopfnicken und Verfolgungsjagden geprägt ist. Beim eigentlichen Paarungsakt fixiert das Männchen das Weibchen mit einem Paarungsbiss.Trächtige Weibchen benötigen eine erhöhte Zufuhr von Kalzium und Vitamin D3 für die Ausbildung der Eischalen. Sie fressen in dieser Phase meist viel, stellen die Nahrungsaufnahme aber wenige Tage vor der Eiablage komplett ein. Dem Weibchen müssen im Terrarium mehrere Eiablageboxen (z. B. Kunststoffboxen gefüllt mit leicht feuchtem Kokoshumus oder Sphagnum-Moos) angeboten werden. Das Weibchen vergräbt typischerweise ein kleines Gelege von zwei bis vier ovalen, weißlichen Eiern im feuchten Substrat. Nach der Eiablage sollte das Gelege vorsichtig ausgegraben werden, ohne die Eier in ihrer Position zu drehen. Sie müssen in einem Inkubator künstlich ausgebrütet werden. Die Eier werden in feuchtes Vermiculite oder Perlite gebettet. Die ideale Bruttemperatur liegt konstant bei ca. 26 bis 28 °C. Zu hohe Temperaturen über 30° sind oft tödlich für die Embryonen. Die Inkubationszeit im Brutkasten beträgt je nach Temperatur etwa 60 bis 80 Tage. Die frisch geschlüpften Jungtiere sollten einzeln oder in sehr kleinen, streng kontrollierten Gruppen in kleinen Aufzucht-Terrarien gehalten werden. Sie sind untereinander oft futterneidisch und aggressiv. Das Klima entspricht dem der Erwachsenen, wobei noch strenger auf die Vermeidung von Austrocknung (stets feuchte Verstecke) geachtet werden muss. Gefüttert wird mit sehr kleinen, agilen Insekten (z. B. frisch geschlüpften Heimchen, Fruchtfliegen oder Mikro-Grillen). Jede Fütterung muss zwingend mit einem hochwertigen Kalzium-Vitamin-Präparat supplementiert werden, um Rachitis während des schnellen Wachstums zu verhindern. Die Art ist auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) offiziell als potenziell gefährdet eingestuft.

Roland Zobel

𝗔𝘂𝘀 𝗮𝗹𝗴𝗲𝗿𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗭𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗳𝗶𝘀𝗰𝗵𝘁Algerischer Rippenmolch, Pleurodeles poiretiRippenmolche gehören zu den ältesten klass...
04/09/2026

𝗔𝘂𝘀 𝗮𝗹𝗴𝗲𝗿𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗭𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗳𝗶𝘀𝗰𝗵𝘁
Algerischer Rippenmolch, Pleurodeles poireti

Rippenmolche gehören zu den ältesten klassischen Pfleglingen im Aquaterrarium, allerdings vor allem die europäische Art Pleurodeles waltl. Die vergleichsweise zierlicheren Pleurodeles poireti besiedeln ein relativ kleines Gebiet auf der Halbinsel Edough, und zwar in den Guerbes-Sendhadja- sowie den Mekhada-Sümpfen Nordost-Algeriens. Früher galt die Art als viel weiter verbreitet, doch genetische Untersuchungen wiesen nach, dass es sich bei allen anderen nordafrikanischen Rippenmolchen um eine separate Spezies handelt, die Pleurodeles nebulosus genannt wurde.

Warum sind Rippenmolche seit langem beliebt bei den Hobbyisten? Sie sind schwarzgrau und auch verhaltensbiologisch nicht gerade ein besonderer Renner, sieht man einmal davon ab, dass es bei ihnen eine echte Paarungsumklammerung mit Brunftschwielen im männlichen Geschlecht gibt, die bei den meisten anderen Molchen nicht stattfindet. Sie lassen sich permanent in einem Aquarium pflegen. Man findet nämlich auch Populationen in Gewässern, aus denen die Molche gar nicht herausklettern können, zum Beispiel Zisternen. Im Mittelmeerraum ist offenbar genau das richtige Klima für so eine besondere ökologische Nische, die Rippenmolche auch zu Kulturfolgern machte. Anders als etwa die Lungenlosen Salamander, die ausschließlich durch die Haut atmen, kommen die aquatisch lebenden Rippenmolche auch immer mal an die Wasseroberfläche, um ihre Lungen mit Frischluft zu füllen.

Im Aquaterrarium oder Aquarium legen die Rippenmolche ihre Eier einzeln an Pflanzen, Wurzeln oder in dafür eingebrachte Laichwolle. Man separiert sie und wartet bis zu zehn Tagen auf den Schlupf der Larven. Diese fressen Rädertierchen und später Cyclops und Daphnien, bis sie nach etwa 16 Wochen die Metamorphose durchlaufen. Dabei müssen sie nicht zwingend an Land gehen, sind aber erst nach zwei Jahren geschlechtsreif. Die erwachsenen Rippenmolche – Männchen erreichen 4,5, Weibchen 5 cm Kopf-Rumpf-Länge – fressen Molchpellets. Sie können bis zu 15 Jahre alt werden.

Hajo Herrmann

UV-Lampen für die Terraristik sollen durch EU-Recht wegen ihres Quecksilbergehalts eingeschränkt bzw. verboten werden. D...
03/09/2026

UV-Lampen für die Terraristik sollen durch EU-Recht wegen ihres Quecksilbergehalts eingeschränkt bzw. verboten werden. Die Stellungnahme des BNA ist beim Öko-Institut als Auftragnehmer der Europäischen Kommission eingegangen und wurde dort inzwischen veröffentlicht. Auf der Homepage des Öko-Instituts ist ersichtlich, dass zahlreiche Unternehmen und Hersteller in den verschiedenen Kategorien Anträge auf Ausnahmegenehmigungen eingereicht haben. Vor dem Hintergrund der bisherigen Erfahrungen gehen wir derzeit davon aus, dass ein Entwurf des Öko-Instituts mit Empfehlungen zu möglichen Verlängerungen und Ausnahmeregelungen voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr vorgelegt wird. Nach aktuellem Stand bedeutet dies, dass die betroffenen Leuchtmittel auch über das Frühjahr 2027 hinaus weiterhin verwendet werden dürfen. Für Ihre interne und externe Kommunikation haben wir außerdem unsere Pressemitteilung in deutscher und englischer Sprache als PDF beigefügt.

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Martin stellt den Rosenkäfer Mecynorrhina torquata ugandensis vorDie aus Uganda stammende, besonders attraktive Unterart...
03/09/2026

Martin stellt den Rosenkäfer Mecynorrhina torquata ugandensis vor

Die aus Uganda stammende, besonders attraktive Unterart der Afrikanischen Rosenkäfer Mecynorrhina torquata ugandensis kann immerhin bis zu 8,5 cm groß werden. Bioniker nahmen sie sich wegen ihres wendigen Fluges bei relativ hohem Körpergewicht als Vorbild für die Entwicklung von Transportdrohnen. Wie man diese Brummflug-Wonneproppen pflegen und sogar vermehren kann, erfahrt ihr in Martins Video.

Kommt zum Zoo-Zajac-Kanal bei Youtube, besucht uns dort und abonniert den Kanal, so unterstützt ihr uns und bekommt regelmäßig neue Videos mit Artporträts, Talk und kleinen Reportagen über Menschen mit Tieren, also besondere Tierhalter, Vereine und vieles mehr. Schaut mal rein:

Die aus Uganda stammende, besonders attraktive Unterart der Afrikan...

𝗕𝗹𝘂̈𝘁𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗼̈𝗻𝗵𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝗮𝘂𝗳 𝗟𝗮𝘂𝗲𝗿𝗷𝗮𝗴𝗱Afrikanische Blütenmantis, Pseudocreopoda wahlbergiDiese ungewöhnlich attraktive, durch...
31/08/2026

𝗕𝗹𝘂̈𝘁𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗼̈𝗻𝗵𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝗮𝘂𝗳 𝗟𝗮𝘂𝗲𝗿𝗷𝗮𝗴𝗱
Afrikanische Blütenmantis, Pseudocreopoda wahlbergi

Diese ungewöhnlich attraktive, durch ihre Färbung und Zeichnung Blüten nachahmende Gottesanbeterin besiedelt feuchte Gebiete Ost- und Südafrikas. Oft findet man diese Tiere auf der Unterseite von Blüten, wo sie meist nahezu regungslos verharren und derart gut getarnt auf ihre Beute lauern. Das sind meist Fluginsekten, die sich als Bestäuber der Blüten betätigen und so in unmittelbare Nähe der Mantis kommen. Gewöhnlich ist die Körpergrundfarbe cremeweiß, doch meist befinden sich dunkelgrüne Bänder und Flecke auf den Beinen oder den Segmenten des Abdomens. Zudem kann sich diese Blütenmantis an ihre Blütenumgebung farblich anpassen, und zwar nach einer Häutung, wenn sie mitunter grün, blau oder violett gefärbt ist. Körperanhänge an Abdomen und Thorax lösen optisch die Silhouette des Insekts auf. Die Augenzeichnung der Flügel kommt nur bei der Drohgebärde zum Einsatz. Die größeren Weibchen erreichen 50, die Männchen 40 cm Länge.

Pseudocreopoda wahlbergi kann in einem eher hohen als großflächigen, üppig bepflanzten Regenwaldterrarium gepflegt werden. Sie benötigt eine Temperatur zwischen 24 bis über 30°C. Hohe relative Luftfeuchtigkeit von tagsüber 60, nachts 80 % ist entsprechend der natürlichen Habitate erforderlich. Nebel- oder Beregnungsanlagen sorgen für ein solches Milieu. Allerdings darf es nicht zu Staunässe kommen, also eine Belüftung über Gazefelder am Terrarium ist wichtig. Man füttert ausgewachsene Afrikanische Blütenmantis mit Stubenfliegen, Wachsmotten oder Wiesenplankton.

Wegen der hohen Aggressivität und des kannibalischen Verhaltens insbesondere der Weibchen ist nur eine Einzelhaltung möglich. Wer es mit der Zucht versuchen möchte, muss also mehrere Terrarien mit Männchen und Weibchen zur Verfügung haben. Die kleineren, schlankeren Männchen lassen sich gut anhand ihrer auffällig langen Fühler erkennen. Möchte man ein Männchen zu einem Weibchen setzten, so sollten beide vorher satt gefüttert sein. Gleich nach der Paarung muss das Männchen wieder separiert werden. Das Weibchen legt Ootheken irgendwo im Terrarium ab. Sie befinden sich an Pflanzen oder an der Terrarienwand. Man entnimmt sie und inkubiert sie in einer Box bei einer Temperatur über 30°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 %. Die Larven schlüpfen nach vier bis sieben Wochen. Erstes Futter für die Nachkommen sind kleine Drosophila.

Hajo Herrmann

𝗩𝗼𝗿 𝗸𝘂𝗿𝘇𝗲𝗺 𝗲𝗻𝘁𝗱𝗲𝗰𝗸𝘁𝗲 𝗥𝗮𝗿𝗶𝘁𝗮̈𝘁Tsavo-Zwerggecko, Lygodactylus tsavoensisLygodactylus tsavoensis ist allgemein als Tsavo-Zw...
30/08/2026

𝗩𝗼𝗿 𝗸𝘂𝗿𝘇𝗲𝗺 𝗲𝗻𝘁𝗱𝗲𝗰𝗸𝘁𝗲 𝗥𝗮𝗿𝗶𝘁𝗮̈𝘁
Tsavo-Zwerggecko, Lygodactylus tsavoensis

Lygodactylus tsavoensis ist allgemein als Tsavo-Zwerggecko bekannt. Er ist eine kleine, tagaktive, baumbewohnende Geckoart, die im Südosten Kenias endemisch ist. Er wurde erst im Jahr 2019 von Patrick K. Malonza und Kollegen beschrieben. Im Jahre 2016 konnte ich ihn im Amboseli Nationalpark nachweisenn, war aber damals nicht in der Lage, die Art zu determinieren.
Lygodactylus tsavoensis kommt hauptsächlich in trockenen Buschlandschaften mit Akazien-, Commiphora- und Combretum-Vegetation vor. Er ist tagaktiv, lebt auf kleineren Bäumen, Sträuchern, umgestürzten Ästen und gelegentlich auch auf von Menschenhand geschaffenen Strukturen wie Zäunen und an Mauern. Er ist sehr klein; die maximale Kopf-Rumpf-Länge beträgt etwa 35 mm. Die gräulich-blaue Körperfarbe kann sich je nach physiologischem Zustand und Umgebung verändern. Die Weibchen haben meines Wissen und Aufgrund meiner Beobachtungen keine blauen Farbelemente auf dem Körper. Er verfügt über eine cremefarbene, Y-förmige Zeichnung am Kopf, die die Augenhöhlen verbindet und sich als heller Streifen, der von dunklen Linien flankiert wird, über den Rücken hinunterzieht. Die Jungtiere von Lygodactylus tsavoensis sind gräulich mit einem gestreiften, goldbraunen Kopf und goldenem Schwanz.

Leider existieren meines Wissens noch keine Informationen zur Haltung in Terrarien. Diese sollte aber nicht wesentlich von anderen Lygodactylus-Arten abweichen.

Roland Zobel

𝗡𝗮𝗰𝗵 𝗿𝘂𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗮𝗰𝗵𝗲 𝗶𝗺 𝗡𝗮𝗴𝗲𝗹𝘀𝘁𝘂𝗱𝗶𝗼Copes Kugelfingergecko, Sphaerodactylus copeiSphaerodactylus copei ist eine kleine Gecko...
23/08/2026

𝗡𝗮𝗰𝗵 𝗿𝘂𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗮𝗰𝗵𝗲 𝗶𝗺 𝗡𝗮𝗴𝗲𝗹𝘀𝘁𝘂𝗱𝗶𝗼
Copes Kugelfingergecko, Sphaerodactylus copei

Sphaerodactylus copei ist eine kleine Geckoart aus der Familie der Sphaerodactylidae, die endemisch auf den Westindischen Inseln, insbesondere auf der Tiburon-Halbinsel in Haiti, vorkommt. Die Art wurde auch auf die Bahamas eingeschleppt; dort entstanden auch die Fotos. Diese Tiere bewohnen sowohl feuchte als auch sehr trockene Gebiete. Dazu gehören bewaldete Regionen, trockenes Buschland sowie Bananen- und Kaffeeplantagen. Aufgrund ihres enormen Feinddrucks und ihrer winzigen Körpergröße leben sie versteckt am Boden und meiden direkte Sonne. Man findet sie meistens unter Steinen, verrottenden Baumstämmen, abgefallenen Blättern oder abgestorbenen Agaven. Bei Sphaerodactylus copei gibt es einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Männchen und Weibchen unterscheiden sich farblich so stark voneinander, dass man sie leicht für zwei verschiedene Arten halten könnte. Die Grundfarbe des Rückens der Männchen reicht von blaugrau über braun bis hin zu grünlich. Über den Körper verstreut liegen oft auffällige, rostfarbene oder purpurbraune Schuppen. Das markanteste Merkmal der Männchen ist der Kopf. Dieser ist leuchtend gelb-grün oder intensiv rost-orange gefärbt. Der Rücken der Weibchen ist meist blasser und variiert zwischen hellgrau, blaugrau und dunkelbraun. Er wird von ein bis vier dunklen Querbändern durchzogen. Ein charakteristisches Merkmal der Weibchen ist ihr tiefschwarzes Halsband, in das meist vier kontrastierende weiße Augenflecke eingebettet sind. Der Kopf zeigt ein Linienmuster aus blassgrünen oder kräftig braunen Streifen auf einem grauen oder blaugrauen Untergrund. Im Habitat herrschen tagsüber 24 bis 28 °C. An einem exponierten Platz können 30 bis 32 °C erreicht werden. Nachts kühlt die Temperatur auf ca. 20 bis 22° C ab. Da die Art sowohl feuchte als auch trockene Gebiete bewohnt, ist eine moderate, aber schwankende Luftfeuchtigkeit zwischen 60 bis 70 % gegeben. Nachts steigt die Luftfeuchtigkeit auf 80 bis 90 % an. Sphaerodactylus copei gehört zu den reinen Insektenfressern. Aufgrund der geringen Gesamtlänge von 7- 8 cm können diese Geckos nur kleine Beutetiere überwältigen.

In einem kleinen, gut strukturierten Terrarium ist die Haltung der kleinen Geckos und deren Zucht sehr gut möglich. Wichtig ist eine permanent leicht feuchte kleine Dose mit feuchtem Moos für die Eiablage und die gute Häutung der Geckos. Wichtig ist die abwechslungsreiche Ernährung mit winzigen Futtertieren. Dazu gehören Fruchtfliegen, Springschwänze, Asseln, Erbsenblattläuse, Mikroheimchen und Ofenfischchen. Erwachsene Shaerodactylus copei werden drei- bis viermal pro Woche gefüttert. Jungtiere im Wachstum benötigen täglich Futter. Pro Tier reichen meist drei bis fünf kleine Futterinsekten pro Mahlzeit. Überschüssiges Futter sollte nicht tagelang im Terrarium verbleiben. Da diese Echsen schnell an Mangelerscheinungen (wie Rachitis) erkranken, ist das Bestäuben der Futtertiere Pflicht. Zu fast jeder Fütterung gehört Kalziumpulver, um den Knochenbau und bei den Weibchen die Schalenbildung der Eier zu unterstützen. Vitamin D3 ist wichtig für die Kalziumaufnahme. Die Futtertiere sollten mindestens einmal pro Woche mit einem passenden Vitamin-Präparat eingestäubt werden.

Die Nachzucht von Sphaerodactylus copei im Terrarium ist für erfahrene Terrarianer gut möglich, erfordert aufgrund der Winzigkeit der Tiere jedoch Fingerspitzengefühl. Die Art gilt als produktiv, sofern die Parameter stimmen. Die Paarung verläuft meist unkompliziert. Das Männchen packt das Weibchen mit einem Paarungsbiss im Nacken. Wie fast alle Kugelfingergeckos legen die Weibchen immer nur ein einzelnes Ei pro Gelege. Bei guter Fütterung und optimalen Temperaturen kann ein gesundes Weibchen alle zwei bis drei Wochen ein neues Ei legen. Die Eier werden versteckt abgelegt – bevorzugt in Ritzen von Korkrinde, in leeren Schneckenhäusern, kleinen Filmdosen oder direkt in einer feuchten Box. Die Eier sind hartschalig und werden oft an den Untergrund angeklebt. Die Eier können im Terrarium belassen werden, wenn keine Fressfeinde (wie räuberische Asseln) vorhanden sind. Sicherer ist das Überführen in einen Inkubator: Das Ei wird auf leicht feuchtes Vermiculite, Perlite oder trockenes Moos gebettet. Hartschalige Eier dürfen nicht direkt nass werden, da sie sonst verpilzen. Optimal sind konstante 26 bis 28 °C. Je nach Temperatur schlüpfen die Jungtiere nach etwa 60 bis 90 Tagen. Die Babys sind winzig und oft kaum größer als 1,5 bis 2 cm Gesamtlänge. Jungtiere sollten unbedingt separat in kleinen, ausbruchssicheren Dosen mit Walderde, etwas Moos und Rindestücken aufgezogen werden. Sie fressen in den ersten Wochen ausschließlich frisch geschlüpfte Springschwänze, kleine Zwergasseln und frisch geschlüpfte Drosophila melanogaster. Jede Mahlzeit muss unbedingt mit feinem Kalzium- und Vitamin-D3-Pulver bestäubt werden. Die kleinen Geckos trocknen schnell aus. Ein tägliches, feines Sprühen ist überlebenswichtig, Staunässe muss aber vermieden werden. In der Roten Liste der IUCN wird die Art als potenziell gefährdet eingestuft. Der Hauptgrund hierfür ist der fortschreitende Verlust ihres Lebensraums durch die Holzkohleproduktion und Rodungen.

Roland Zobel

Adresse

Süntelstrasse 23
Hülsede
31867

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