Harries GmbH

Harries GmbH Wir kaufen und verkaufen Münzen von der Antike bis zur Gegenwart sowie Anlage-Goldmünzen und Edelmetall-Barren zum jeweiligen Tagespreis.

Zudem kaufen wir an: Zahngold, Formsilber aller Art, Echtschmuck.

18/12/2024

Hamburg. Portugaleser zu 100 Mark 1895 (von Fritz Schaper) des Senats a.d. 80. Geburtstag des Gründers und ersten Kanzlers des Deutschen Reiches Otto Fürst von Bismarck. GN 2474. Kirsten (Gold) 987. Bennert 165. Geschichte in Gold 317.
Slg. Marienburg 7546. 42,5 mm. 36,62 g. Original-Prägung (ohne Randpunzen; Lanze Endet oberhalb Bindestrich). Unsere Losnr. 5 in unserer kommenden Online-Auktion 129 am 10. Januar 2025.

Kunden fragen – wir antworten (letzte Folge)Heute: Bargeldobergrenze – das Allerletzte Heute gibt es die letzte Folge un...
28/06/2024

Kunden fragen – wir antworten (letzte Folge)
Heute: Bargeldobergrenze – das Allerletzte

Heute gibt es die letzte Folge unserer kleinen Reihe mit Kundenfragen. Nach unserer Sommerpause geht es an dieser Stelle mit einer neuen Rubrik und einem ganz anderen Ansatz weiter. Es wird für uns ein Experiment, auf das wir uns freuen und dem wir gespannt entgegensehen. Doch jetzt erstmal zum heutigen Thema.

Wir hatten am 26.01.2024 an dieser Stelle einen Beitrag zur Einführung einer Obergrenze für Käufe mit Bargeld gebracht (https://kurzlinks.de/z54n).

Mittlerweile ist klar, daß es künftig tatsächlich auch in Deutschland eine Obergrenze für die Bezahlung mit Bargeld geben wird. Diese gilt allerdings NICHT, wenn zwei Privatpersonen miteinander agieren, sondern nur beim Kauf im gewerblichen Handel.

Diese Grenze wird 10.000 Euro betragen. Diverse EU-Institutionen haben das nun beschlossen. Sobald die Regelung im Amtsblatt der EU veröffentlicht ist, tritt sie in Kraft. Allerdings ist die Regelung in Deutschland erst drei Jahre nach Inkrafttreten anwendbar. Voraussichtlich wird das also ab dem Sommer 2027 der Fall sein.

Diese neue Obergrenze hat übrigens nichts mit der Grenze von 2.000 Euro für den anonymen Kauf von Edelmetallen mit Bargeld zu tun. Daran ändert sich nichts.


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Kunden fragen – wir antwortenHeute: „Bieten Sie auch Sparpläne an?“  Die Frage können wir klar mit „nein“ beantworten. A...
21/06/2024

Kunden fragen – wir antworten
Heute: „Bieten Sie auch Sparpläne an?“

Die Frage können wir klar mit „nein“ beantworten. Aber warum?

Schauen wir uns einmal an, was ein Sparplan überhaupt ist. Landläufig versteht man darunter, daß jemand monatlich eine bestimmte, feste Summe in eine Anlageklasse inverstiert. Der Investor überweist das Geld an denjenigen, der die Anlageklasse anbietet. Dadurch, daß der Sparer monatlich eine feste Summe anlegt, ist es sehr wahrscheinlich, daß er nicht genau eine Einheit der Anlageklasse kauft, sondern Anteile an einer Einheit. Nehmen wir an, jemand investiert monatlich 50 Euro in eine Anlageklasse. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß die Aktie, die Anleihe oder was auch immer am Stichtag genau 50 Euro kostet. Insofern werden Bruchteile der Anlageklasse gekauft.

Das setzt voraus, daß der Verkäufer der Anlageklasse in der Lage ist, Bruchteile zu liefern bzw. eine Buchhaltung darüber zu führen, welcher Kunde wieviel angespart hat. Wenn es um Gold geht, dann kann man für 50 Euro je nach Umtauschkurs von Gold zu Euro Teile eine Gramms kaufen. Die Verwaltung eines solchen Sparplanes kann sehr aufwendig sein. Es geht ja nicht nur um die Listenführung, sondern gerade im Fall einer Ansparung von physischem Gold muß das Gold auch wirklich vorhanden sein und eingekauft werden zu einem Preis, der nicht über dem Verkaufspreis an den Kunden liegt.

Wir sind da ganz direkt: Aufwand und Risiko sind uns da einfach zu hoch. Wir empfehlen Leuten, die nicht genug Geld für die gewünschte Menge Gold haben, das Geld selber zusammenzusparen. Das kann man bequem über einen Dauerauftrag vom Giro- auf das Tagesgeldkonto oder das virtuelle Sparbuch machen. Wenn die gewünschte Summe dann erreicht ist, kauft man sich die Wunschmünze oder den Wunschbarren.

Wenn es einem egal ist, ob man in physisches Gold oder in Papiergold investiert, weil man von kurz- bis mittelfristigen Kursschwankungen profitieren will, dann empfiehlt sich ein entsprechender Sparplan beim Broker der Wahl. Dort kann man mit festen, monatlichen Summen Bruchteile von Papiergold kaufen. Die Verwaltung übernimmt automatisiert der Broker.

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Kunden fragen – wir antwortenHeute: „Woran merkt man, ob eine Medaille wertvoll ist?“ Wir hatten an dieser Stelle ja sch...
14/06/2024

Kunden fragen – wir antworten
Heute: „Woran merkt man, ob eine Medaille wertvoll ist?“

Wir hatten an dieser Stelle ja schon öfters über Medaillen geschrieben, meistens im Zusammenhang mit unseren Auktionen. Neulich kam ein Kunde mit einer Goldmedaille in unseren Laden, für die wir kaum mehr als den aktuellen Goldankaufspreis bezahlen konnten. Warum? Weil das gute Stück weder numismatisch interessant noch nachgefragt ist.

Wir erläuterten dem Kunden, daß bei Medaillen das Material oft nur eine untergeordnete Rolle spielt und es vor allem darauf ankommt, ob das betreffende Stück gesucht und vor allem auch verfügbar ist. „Aber woran merke ich denn dann, ob meine Medaille wertvoll ist oder nicht?“, fragte der Kunde. Das ist eine sehr gute Frage. Grundsätzlich merkt man das nicht. Je nach Material kann man aber schonmal einen Wert auch dann annehmen, wenn das Stück weder selten, noch nachgefragt ist. Gold ist schließlich Gold. Aber man sollte bei einer Zinkmedaille nicht annehmen, daß sie wertlos sei, bloß, weil sie aus Zink ist.

Der Fachmann ermittelt den Wert einer Medaille anhand von numismatischer Literatur, vor allem aber anhand von Auktionsergebnissen. Diese liegen in der Regel sehr transparent im Internet vor, wenn man die Gebühren für entsprechende Dienstleister zu zahlen gewillt ist. Wir als Händler und Auktionshaus haben alle verfügbaren Plattformen für uns freigeschaltet.

Insofern können wir immer recht zügig einen Anhaltspunkt für den Wert geben. Der tatsächliche, aktuelle Wert einer seltenen und vor allem nachgefragten Medaille ergibt sich dann in der Auktion, wobei es positive (Preis übersteigt die Schätzung bei weitem) oder negative (niemand will das gute Stück) Überraschungen geben kann.

Wir zeigen heute eine „wertlose“ Goldmedaille (oben), für die wir nur unseren Ankaufspreis bezahlt haben und die in die Schmelze wandert, sowie eine Medaille aus Zink zur Erinnerung an die Deutsche Antarktische Expedition 1938/1939, die nebst zugehörigem Originaletui und entsprechenden Urkunden und Schreiben bei einer Auktion im November 2022 in Leipzig den Zuschlag bei 3.400 Euro erhielt (unten).


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Kunden fragen – wir antwortenHeute: Der Fremde im Hause - ein Lehrstück in einem Akt   Vorwort: wir schwören, daß sich u...
07/06/2024

Kunden fragen – wir antworten
Heute: Der Fremde im Hause - ein Lehrstück in einem Akt

Vorwort: wir schwören, daß sich unten geschilderte Begebenheit so und nicht anders bei uns im Laden abgespielt hat.

Erster und einziger Akt:
Neulich betrat ein älteres Ehepaar unseren Laden, im Gepäck ein 50-Pfennig-Stück aus dem Jahr 1949 mit der Umschrift „Bank Deutscher Länder“. Dieses, so die Herrschaften, sei sehr wertvoll, nämlich genau 8.000 Euro wert.

In solchen Fällen holen wir immer ein baugleiches Stück, legen es auf den Tisch und sagen: „Schauen Sie, ich habe auch eines. Das bekommen Sie für einen Euro von mir. So machen Sie heute einen Gewinn von 7.999 Euro.“. Die beiden betagteren Leute waren verwirrt und meinten, jemand hätte ihnen aber gesagt, daß die Münze sehr wertvoll sei. Darauf entspann sich folgender Dialog:

Harries: Ja, wer hat das denn gesagt? Vielleicht will der das kaufen?

Kunden, etwas durcheinander: Nein...wer war das denn noch gleich? Der war doch bei uns und hat uns ein Foto aus dem Internet gezeigt.

Harries: Kennen Sie denjenigen nicht?

Kunden: Nein, das war ein Fremder. Der war doch bei uns...

Harries: Ein Fremder war bei Ihnen? In der Wohnung?

Kunden: Ja, aus der Zeitung.

Harries: Hat der was bei Ihnen gekauft?

Kunden: Ja, einige alte Münzen. Und der sagte, daß dieses Stück sehr wertvoll ist.

Harries (innerlich leicht fassungslos, aber äußerlich die Contenance wahrend): Moment…ein Fremder aus einer Zeitungsannonce war bei Ihnen in der Wohnung, hat alte Münzen gekauft und dieses teure 50-Pfennig-Stück nicht?

Kunden: Soviel Geld hatte er nicht dabei.

Wir haben noch etwas länger mit Engelszungen zu den Herrschaften gesprochen, aber sie verstanden auch am Ende nicht, was da eigentlich passiert war. Bleibt zu hoffen, daß sie nicht den Rest ihrer statistischen Lebenserwartung mit der Suche nach einem Händler verbringen, der teure 50-Pfennig-Stücke ankauft.

Nachwort: Bitte achten Sie, liebe Freunde, Sammler, Kunden und Münzfreunde, darauf, daß Ihre betagten Verwandten sich immer zuerst an Sie wenden, wenn sie etwas verkaufen wollen, vor allem Münzen. Und nehmen Sie sie zur Not bei der Hand beim Gang zum Münzhändler. Verhindern Sie, daß Ihre verwandten mit Münzen zum Juwelier oder zum Gold- und Silber-Ankauf um die Ecke gehen oder den Ankäufer aus der Zeitungsannonce anrufen.


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Kunden fragen – wir antwortenHeute: "Wie hoch kann der Goldpreis noch steigen?“   Man könnte obige Frage nonchalant mit ...
31/05/2024

Kunden fragen – wir antworten
Heute: "Wie hoch kann der Goldpreis noch steigen?“

Man könnte obige Frage nonchalant mit „Wir haben leider keine Glaskugel“ beantworten. Das würde aber nur zeigen, daß man die Frage nicht richtig verstanden hat. Denn während man die Frage „Wie hoch wird der Goldpreis noch steigen?“ wohl kaum beantworten kann, sieht es bei oben gestellter Frage anders aus.

Und diese Antwort ist mal wieder vergleichsweise komplex. Die Höhe des Goldpreises jetzt und in der Zukunft hängt davon ab, wieviel an Geld weltweit in Gold investiert wird. Nehmen wir ein einfaches Beispiel.

Ende 2022 lag der Gesamtwert (Marktkapitalisierung) aller Immobilien weltweit laut Savills bei 379,7 Billionen Dollar. Der Marktkapitalisierung von Gold hingegen lag damals bei ca. 11 Billionen Dollar (derzeit ca. 15,5 Billionen). Nehmen wir die Zahlen von Ende 2022, so hatten alle Immobilien weltweit ca. den 34,5fachen Wert allen bis dato geförderten Goldes. Diese Zahl variiert natürlich ständig durch die fortlaufend sich verändernden Bewertungen von Immobilien und Gold.

Aber als Beispiel soll es uns genügen. Ende 2022 betrug der Preis einer Unze Feingold ca. 1.900 US-Dollar. Nehmen wir nur spaßeshalber an, alle Immobilien wären weltweit im Dezember 2022 verkauft und für die Erlöse wäre Gold gekauft worden. Der Goldpreis hätte dann rein rechnerisch bei einer puren Umschichtung bei guten 65.000 Dollar pro Feinunze gelegen. Und das ohne jegliche Entwertung des Papiergeldes durch Inflation.

Natürlich ist dieses Beispiel stark vereinfacht und zeichnet insgesamt ein unrealistisches Szenario. Es zeigt aber, daß schon geringe Umschichtungen von Anlagevermögen eine starke Auswirkung auf Preise haben können. Und das ganz ohne Inflation, einfach durch Angebot und Nachfrage.

Zuletzt haben wir das gesehen, als Zentralbanken US-Anleihen verkauft und für die Erlöse Gold gekauft haben. Die Realität ist natürlich deutlich komplexer, als unser einfaches Beispiel, weil wir einfach einen Tausch von Sachwert gegen Sachwert dargestellt haben. Umschichtungen von in Fiatgeld gemessenen Einheiten zum Zwecke der Kaufkrafterhaltung (Anleihen, Bargeld etc.) haben wir dabei genausowenig berücksichtigt wie Preisentwicklungen aufgrund von Marktpsychologie.

Es zeigt aber, daß es für den Goldpreis auch ohne Inflation viel Luft nach oben gibt. Die Anleger müssen nur glauben, daß Gold eine bessere Anlageklasse ist, als etwas anderes und anfangen, umzuschichten. Inwieweit das ein realistisches Szenario ist, steht auf einem anderen Blatt. Fakt ist aber, daß die Goldpreise derzeit im Osten und nicht mehr im Westen gemacht werden. Die Goldpreisentwicklung wird maßgeblich vom Verhalten von Zentralbanken, institutionellen Anlegern und Kleinanlegern im Osten bestimmt (siehe aktueller „In Gold We Trust“-Report).

Wie hoch der Goldpreis in der Realität wirklich ansteigen kann, hängt stark davon ab, von welchen Annahmen bezüglich des Verhaltens von Anlegern aller Couleur man ausgeht. Wir selber gehen davon aus, daß in Zeiten zügelloser Fiskalpolitik und umfassender geopolitischer Spannungen die Nachfrage nach Gold in den kommenden Jahren kaum abnehmen wird – eher im Gegenteil.



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Kunden fragen – wir antwortenHeute: "Soll ich jetzt mein Gold verkaufen?“    Bei den derzeitigen Goldpreisen kommen enor...
24/05/2024

Kunden fragen – wir antworten
Heute: "Soll ich jetzt mein Gold verkaufen?“

Bei den derzeitigen Goldpreisen kommen enorm viele Kunden zu uns, die Gold verkaufen wollen. Manche sind aber unsicher und stellen obige Frage.

Wir antworten in der Regel mit einer Gegenfrage: „Wenn Sie jetzt verkaufen, was würden Sie denn mit dem Geld machen wollen?“.

Wenn jemand darauf eine Antwort hat wie „Schulden abbauen“, „Haus renovieren“, „Auto generalüberholen lassen“ oder dergleichen, dann sagen wir in der Regel sinngemäß: „In dem Fall verkaufen Sie Ihr Gold ruhig. Das erlöste Geld ist ja gut angelegt.“

Wenn aber jemand nicht weiß, was er mit dem Erlös anstellen soll, raten wir vom Goldverkauf eher ab (obwohl wir davon leben). Der Grund: das Gold bewahrt seine Kaufkraft für den Moment, wo man Geld braucht. Geld hingegen verliert, so es sich denn um „Fiatgeld“ handelt, stets und stetig an Kaufkraft. Das sieht man schon daran, daß die Zentralbanken in Europa und den USA ein Inflationsziel von um die 2% als erstrebenswert erachten. Sollte das Ziel erreicht werden (derzeit liegt man deutlich drüber), dann kauft der Euro von heute im kommenden Jahr nur noch Ware für 0,98 Cent – falls die Preise sich nur um 2% erhöhen, was statistisch vielleicht möglich ist, im Einzelfall aber ganz anders aussehen kann.

Warum sollte man sich also dieses Papier unters Kopfkissen legen, wenn man dort auch Gold liegen haben könnte?



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Kunden fragen – wir antwortenHeute: "Was soll denn diese Gold-Silber-Ratio sein und ist die wichtig?“   Derzeit wird auf...
17/05/2024

Kunden fragen – wir antworten
Heute: "Was soll denn diese Gold-Silber-Ratio sein und ist die wichtig?“


Derzeit wird auf unterschiedlichen Kanälen wieder vermehrt die sogenannte Gold-Silber-Ratio thematisiert. Kein Wunder also, daß neulich ein Kunde mit obiger Frage zu uns in den Laden kam.

Der erste Teil der Frage ist leicht zu beantworten: die Gold-Silber-Ratio sagt aus, wieviel Anteile Silber man aufwenden muß, um einen Anteil Gold zu kaufen (und umgekehrt). Sie wird in der Regel in einer einfachen Formel angegeben, z.B. 1:15 (für einen Anteil Gold muß man 15 Anteile Silber aufwenden) oder 1: 86 oder was auch immer.

Der zweite Teil der Frage verlangt eine deutlich komplexere Antwort. Zuerst muß man wissen, daß es zwei Arten von Gold-Silber-Ratios gibt bzw. gab:

1. ein durch Obrigkeiten festgelegtes Wertverhältnis

2. ein sich am Markt ergebendes Verhältnis

Man darf die beiden Verhältnisse nicht miteinander vermischen, weil man sonst zu völlig falschen Schlüssen kommen könnte. In Zeiten, als es einen Bi-Metall-Standard gab (sowohl Gold und Silber waren Geld und gegeneinander nach Gewicht austauschbar – siehe: Kurantmünzen), mußte festgelegt werden, wie das Wert- und Gewichtsverhältnis von Gold und Silber zueinander sein sollte. Das hat in der Praxis selten wirklich funktioniert, weil zuviel Faktoren den Wert von Edelmetallen beeinflußten (Bestände, Fördermengen, Bedarfe usw.). Es geistert noch die historisch über lange Zeit gültige Zahl von 1:15 durch die Lande, aber das hat mit Marktbewertungen nichts zu tun. Wer also meint, Silber sei günstig, weil derzeit eine Gold-Silber-Ratio von plusminus 1:85 herrscht, der kann ggfs. völlig falsche Anlageentscheidungen treffen.

Aber auch, wenn man sich nur Marktbewertungen anschaut, staatliche Festlegungen also außer acht läßt, kann man sich vertun.

Die Ratio von derzeit ca. 1:85 liegt über dem Durchschnitt von ca. 1:61 (seit der Entkoppelung von US-Dollar und Gold). Mancher meint nun ableiten zu können, daß Silber also tendenziell gegenüber Gold teurer werden muß. Wir halten das für fragwürdig, weil der Durchschnitt nicht abbildet, was genau zur Preisbildung geführt hat. Bestände und Bedarfe ändern sich ständig. Frei sich am Markt bildende Preise spiegeln immer die Gegebenheiten zum Zeitpunkt der Preisbildung wider. Die können sich aber stark ändern, zumal, wenn sich Nutzungsarten ändern. Sowas wird weder in der Ratio noch in den Durchschnitten so abgebildet, daß man sinnvolle Vergleiche ziehen könnte. Die Ratio ist einfach nur eine Zahl. Es bedarf viel tiefergehender Analysen, um überhaupt eine Idee davon zu bekommen, wie Preise in der Vergangenheit zustande kamen und sich in der Zukunft entwickeln könnten. Und selbst dann kann man gewaltig daneben liegen.

Taugt also die Gold-Silber-Ratio nichts? Soweit würden wir nicht gehen. Sie kann ein guter Ausgangspunkt für umfassende Analysen von Beständen und Bedarfen, geopolitischen Entwicklungen usw. zu einzelnen Zeitpunkten der Geschichte sein. So kann man die Gegebenheiten miteinander vergleichen und eventuell Parallelen von der Vergangenheit zu derzeitigen und eventuell kommenden Ereignissen ziehen.

Einfach nur die Ratio als Beweis dafür zu nehmen, daß Gold und Silber günstig oder teuer seien, ist unserer Meinung nach hingegen zu kurz gesprungen.


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10/05/2024

Kunden fragen – wir antworten
Heute: "Was ist den bloß mit dem Goldpreis los?“

Diese Frage haben wir uns auch schon gestellt, als die drastischen Anstiege des Preises für Gold in US-Dollar und auch in Euro begannen. Wir haben recherchiert, gelesen, Daten analysiert und sind zu gewissen Erkenntnissen gekommen.

Deswegen könnten wir hier unsere Sicht der Dinge darlegen, aber das ergäbe einen sehr langen Text , den keiner lesen würde. Gut, daß wir vor ein paar Tagen auf einen Vortrag von Ronald Stöferle gestoßen sind. Stöferle leitet zusammen mit vier anderen die Incrementum AG in Liechtenstein und gibt jährlich den „In Gold We Trust“-Report heraus. Sein Vortrag behandelt alles, was mit dem derzeitigen Goldpreisanstieg zu tun hat. Und mehr. Wir können wärmstens empfehlen, sich die Zeit für diesen informativen und unterhaltsamen Vortrag zu gönnen.

Der Link zum Vortrag findet sich im ersten Kommentar.


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Kunden fragen – wir antwortenHeute: "Na, Sie freuen sich bestimmt auch über die hohen Goldpreise, was?“    Neulich stell...
03/05/2024

Kunden fragen – wir antworten
Heute: "Na, Sie freuen sich bestimmt auch über die hohen Goldpreise, was?“

Neulich stellte uns eine Kundin obige Frage. Wir mußten klar sagen: „Nein, tun wir nicht.“ Das erstaunte Gesicht der Kundin forderte eine Erklärung. Hier ist sie:

Ein hoher Goldpreis, das haben wir an dieser Stelle schon oft geschrieben, bedeutet, daß Dollar, Euro oder sonstigen Papiergeld weniger wert wird. Das ist immer schlecht, denn der Bürger bekommt weniger für sein Geld. Sowas führt zu Unfrieden bis zu sozialen Unruhen. Das finden wir nicht gut. Wir würden uns eher wünschen, daß wir überhaupt nicht mit Anlagegold handeln müßten, weil Gold einfach Geld wäre. Dann könnten wir uns auf das Geschäft mit der Numismatik und Sammlermünzen konzentrieren.

Da es aber nun mal so ist, wie es ist, stellt sich die Frage: profitieren wir als Händler nicht vom hohen Goldpreis? Auch da lautet die Antwort: nein. Wir verdienen an einer vergleichsweise kleinen Marge zwischen Ankauf und Verkauf. Wenn der Goldpreis in die Höhe schießt, wie letztlich geschehen, dann verkaufen die Leute viel Gold, kaufen aber kaum etwas ein. Deswegen gehen unsere Bestände für ein minimales Aufgeld oder gar ohne Aufgeld an die Schmelzanstalten. Unsere Marge schrumpft also.

Da unser Lieblingsszenario, Gold als Geld, eine Utopie ist, wollen wir hier kurz unseren 2. Platz der Lieblingsszenarien beschreiben: stetige moderate Goldpreisanstiege, die die Leute nicht überfordern, gekoppelt mit einer Inflation, die den Leuten noch genug Geld in der Tasche läßt für Goldkäufe. Wenn dazu ein paar unrealistische Weltuntergangsszenarien kursieren, beschweren wir uns nicht. Das sind die besten Voraussetzungen für einen stetigen Handel mit mittleren Margen. Alles fließt gemütlich dahin.

Aber wir können es uns nicht aussuchen. Deswegen heißt es für uns: abwarten, bis alles wieder in ruhigeres Fahrwasser gerät.

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Kunden fragen – wir antwortenHeute: "Können Sie garantieren, daß das auch echt ist, was sie hier verkaufen?“   Obige Fra...
26/04/2024

Kunden fragen – wir antworten
Heute: "Können Sie garantieren, daß das auch echt ist, was sie hier verkaufen?“

Obige Frage beantworten wir mit einem einfach „Ja!“.

Aber wir wollen das auch begründen. Zum einen verbietet uns das Gesetz, gefälschte Ware zu verkaufen. Zum anderen wären wir unsere Kundschaft schnell los, wenn wir es trotzdem täten.

Wie prüfen wir nun, ob etwas echt ist? In Bezug auf das Material gibt es diverse physikalische und technische Methoden, die meist mit dem Einsatz teurer Geräte einhergehen. Diese Gerät besitzen und nutzen wir. Natürlich kann manchmal schon ein erster Blick eines geübten Auges feststellen, ob der Verdacht auf eine Fälschung besteht.

In Bezug auf Münzen ist die Sache etwas komplizierter. Da geht es nur vordergründig um das Material. Tatsächlich gibt es hervorragende Fälschungen beispielsweise von Münzen aus dem Kaiserreich (siehe unsere Serie zu den Schmidt-Hausmann-Fälschungen). Da helfen nur Erfahrung und eine reichhaltige, gut ausgestattete Bibliothek. Über beides verfügen wir.

Und sollte uns doch mal eine Fälschung durchrutschen, was bisher nur und äußerst selten bei Auktionsware vorgekommen ist, dann sind wir nicht nur gesetzlich zur Rücknahme verpflichtet. Auch unsere Mitgliedschaft im Verband der Deutschen Münzenhändler e.V. verpflichtet uns dazu.

Wenn das alles nicht überzeugt, können wir nur noch auf die ehrlichen blauen Augen des Chefs verweisen. ;-)


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19/04/2024

Kunden fragen – wir antworten
Heute: "Glauben Sie auch an Gold?“

Obige Frage stellte uns neulich eine Neukundin. Sie hatte die Preisanstiege für Gold mitbekommen und wollte nun mal schauen, ob sie nicht auch davon profitieren könnte. Allerdings hatte sie, wie sie selber sagte, „keine Ahnung“. Vermutlich deswegen war der Kauf von Gold für sie eine Sache des Glaubens.

Unsere Antwort: nein, wir glauben nicht an Gold. Einige von uns glauben an Gott. Aber an Gold glaubt niemand. Warum? Weil die Wertzuschreibung zu Anlageklassen komplett menschgemacht ist. Und sobald etwas menschgemacht ist, kann man es in ein Verhältnis zu allem anderen Menschgemachten setzen.

Oder anders ausgedrückt: wenn es um den Umgang mit unserem Geld geht, schauen wir Daten und Fakten an und auch ein Stück weit auf Marktpsychologie. Gold wurde zu nahezu jeder Zeit und in fast allen Kulturen ein Tauschwert für Güter des täglichen Bedarfs beigemessen. Es erfüllt diverse Kriterien, die eine Währung erfüllen muß (physisch außerordentlich stabil, leicht zu tauschen, selten usw.). Für alles, was es in großen Mengen gibt, woran also keine Knappheit herrscht, mußte man vergleichsweise weniger Gold hinlegen, als für rare Dinge. Da ist unser Papiergeld keine Ausnahme. Solange es knapp war und Kredite nur gegen gute Sicherheiten vergeben wurden, war es so gut wie Gold. Davon kann heutzutage keine Rede mehr sein.

Insofern deuten alle Daten und Fakten darauf hin, daß Gold auch künftig seine Kaufkraft bewahren wird. Die Umstände, die die Kaufkraft des Goldes verringern könnten, sind nur schwer vorstellbar und erscheinen recht unwahrscheinlich (Einschlag eines goldenen Meteoriten auf der Erde, Entdeckung unvorstellbar großer Goldvorkommen).

Und was den Goldpreis und seine Schwankungen angeht, so wissen wir aus der Vergangenheit, daß es keine linearen Preisentwicklungen gibt. Es geht immer auf und ab. Der langfristige Trend hingegen läßt sich für alles, nach dem es (k)eine Nachfrage gibt, gut an Daten und Fakten ablesen.

Glauben müssen wir also in Bezug auf Gold gar nichts.

Nachdem wir das der Dame freundlich erläutert hatten, erklärte sie uns, daß sie die Erhaltung der Kaufkraft ihres Geldes wichtig fände und ging glücklich mit zwei Goldmark-Münzen aus dem Kaiserreich nachhause.


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