16/06/2026
Die alte Bauernweisheit "Vor Johanni bitt' um Regen, nachher kommt er ungelegen." stammt aus dem Mittelalter und bezieht sich auf das Johannisfest am 24. Juni, einem von mehreren Feiertagen, die auf Johannes den Täufer (1. Jhd. n. Chr.) zurück gehen.
Da die zeitliche Nähe zu Litha, dem heidnischen Fest der Sommersonnenwende, schon sehr auffällig ist, kann man davon ausgehen dass die Kernaussage dieser Bauernregel schon deutlich früher bekannt war.
Und was heißt das jetzt? Diese Bauernregel bezieht auf den Anbau von Getreide- und Gemüsesorten, die Ende Sommer bis Herbst reif sind. Für das Wachstum über Frühjahr und Frühsommer brauchen die Pflanzen natürlich Regen um zu wachsen. Aber später in ihrer Reifephase sind sie besonders Anfällig für Fäule oder Pilzbefall wenn das Klima zu feucht ist.
Ein typisches Kraut, das den Übergang in die Reifephase anzeigt ist das Johanniskraut, das hier gelb im Vordergrund blüht.