11/08/2026
Fossiliensuche in Saint-Jouin-Bruneval: Nachdem Euch mein Bericht zum wundervollen Fossilienladen in Honfleur offensichtlich nicht so sehr abgeholt hat (nachzulesen unter Hamburg Fossils), nun wieder ein Rückblick, der nur der harten, echten und ausdauernden Fossiliensuche gewidmet ist. Mit allen Höhen und Tiefen.
Dieses Mal war ich allein unterwegs und habe die Felsen beim Petroleumhafen von Saint-Jouin-Bruneval näher in Augenschein genommen. Ich hatte rund drei Stunden Zeit, von denen allein eine für den An- und Abmarsch am Strand zur und von der Fundstelle zurück zum Parkplatz benötigt wurden. Vor Ort stehen Cenoman und Turon an. Attraktiv an dem Zugang sind sicherlich der riesige kostenfreie Parkplatz, die ordentlichen Toiletten und die Möglichkeit am Bistro, nach getaner Arbeit, ein kühles Getränk zu sich nehmen zu können.
Die Felsen werden eher regelmäßig auch von heimischen Studenten und Fossiliensammlern besucht, sodass man sich Funde mit viel Ausdauer und gutem Auge erarbeiten muss.
Meine Suche begann mit einem echten Highlight für mich: ein toller Micraster konnte aus einem herumliegenden Kreidebrocken geborgen werden. Das Material ist stellenweise sehr hart, sodass beim Bergen auch immer die Gefahr für Bruch und oder Schalenabplatzer besteht.
In nahezu allen Blöcken kann man Hinweise auf Fossilien finden. Leider sind nur wenige für eine Mitnahme geeignet.
Etwas später konnte ich noch einen ordentlichen Camerogalerus minimus und eine schöne Brachiopode finden.
Auf dem Rückweg, bei bereits untergehender Sonne, habe ich meinen Blick auch noch einmal an einer flacheren Stelle des Kliffs schweifen lassen. Zuerst konnte ich mein Glück kaum fassen: ein toller regulärer Seeigel zeigte sich im weichen Bereich des Steins. Ich konnte nicht widerstehen und habe ihn vorsichtig rausgelöst. Das ging unerwartet leicht, weil er leider nur zur Hälfte vorhanden war. Es wäre auch ein zu schöner Abschluss für diesen Ausflug gewesen.
Könnt Ihr die Seeigel oder die Brachiopode bestimmen?
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Fossil Hunting in Saint-Jouin-Bruneval: Since my report on the wonderful fossil shop in Honfleur apparently didn’t really grab your attention, here’s another recap dedicated solely to the tough, authentic, and persistent pursuit of fossils—with all its ups and downs.
This time I was out on my own and took a closer look at the cliffs near the oil terminal in Saint-Jouin-Bruneval. I had about three hours, one of which was spent just walking along the beach to and from the site back to the parking lot. The strata there consist of Cenomanian and Turonian formations.
The rocks are visited fairly regularly by local students and fossil collectors, so you have to work hard to make finds—with plenty of patience and a keen eye.
My search began with a real highlight for me: I managed to recover a fantastic Micraster from a chunk of chalk lying around. The rock is very hard in places, so there’s always a risk of breakage or shell chipping when extracting specimens.
You can find evidence of fossils in nearly every boulder. Unfortunately, only a few are suitable for taking home.
A little later, I was able to find a decent-sized Camerogalerus minimus and a beautiful brachiopod.
On the way back, as the sun was already setting, I let my gaze wander once more over a flatter section of the cliff. At first, I could hardly believe my luck: a magnificent common sea urchin was visible in the soft part of the rock. I couldn’t resist and carefully pried it loose. It came out unexpectedly easily because, unfortunately, only half of it was still intact. It would have been such a perfect way to end this outing.
Can you identify the sea urchins or the brachiopods?