17/06/2026
Mitten in der Nacht klopft jemand an die Tür seines Nachbarn. Nicht einmal. Immer wieder. So lange, bis der Nachbar aufsteht – genervt, aber er öffnet.
Genau dieses Bild wählt Jesus, wenn er erklärt, wie Gebet funktioniert (Lukas 11,5-13). Nicht die höfliche Bitte einmal am Abend. Sondern das hartnäckige Dranbleiben. Das Nicht-Loslassen.
Vielleicht beten wir manchmal zu brav. Zu unverbindlich. Zu leise.
Was wäre, wenn du Gott heute einfach sagst, was dich wirklich bewegt – und morgen wieder. Und übermorgen auch?
Jörn Bohn stellt sich genau solchen Fragen – ohne fertige Antworten, aber mit bemerkenswerter Ehrlichkeit. In seinen Andachten schreibt er über Zweifel, Alltag und den Versuch, trotz allem festzuhalten. Wer keinen triumphalen Glauben sucht, sondern einen echten, ist bei ihm richtig.