13/08/2026
Keine Ahnung, wer beim Spielbeginn meines Lebens den Schwierigkeitsgrad auf den Experten-Modus gestellt hat, aber irgendwann hast du das akzeptiert und fragst dich nur noch, was das Universum dir damit sagen will. Denn es ist wirklich so: kaum hast du ein Problem gelöst, kaum hast du dich durch eine schwierige Phase gekämpft und denkst dir, okay, jetzt geht es bergauf, kommt schon die nächste Kurve um die Ecke. Eine neue Herausforderung, ein neuer Kampf, etwas Neues, das deine Aufmerksamkeit braucht und deine Kraft.
Und du fängst an zu fragen, ob das normal ist, ob andere Menschen das auch so erleben oder ob ich einfach besonders unglücklich bin, und dann erkennst du langsam, dass vielleicht nicht der Schwierigkeitsgrad das Problem ist, sondern deine Erwartung, dass es irgendwann einfach wird. Dass du irgendwann ankommst und es ist vorbei und das Leben kann endlich entspannt sein.
Aber das ist nicht, wie das Leben funktioniert, und je schneller du das akzeptierst, desto leichter wird es ironischerweise. Nicht weil die Herausforderungen kleiner werden, sondern weil du aufhörst, gegen sie anzukämpfen. Du beginnst, sie als Teil des Spiels zu sehen, als das, wofür du hier bist, und plötzlich macht es sogar Sinn, dass der Schwierigkeitsgrad auf Expert steht, denn normale Menschen hätten das längst aufgegeben.
Vielleicht war es also gar keine schlechte Einstellung.
Oder?