Was für Berliner unvorstellbar ist, hat Designerin Sarah Gwiszcz nach ihrem Studienabschluss 2012 (AMD) Wirklichkeit werden lassen: Sie kehrte der Großstadt den Rücken, um zurück in ihre Heimat nach Brandenburg zu gehen. Frei aus dem Sorbischen übersetzt bedeutet „Wurlawy“ so viel wie „wilde Spreewaldfrauen“, die in einer sorbischen Sage vorkommen. Und genau diese wilde Ungezwungenheit zeigt sich
auch in der Mode von Sarah Gwiszcz. Inspiriert von dem, was sie vor ihrer Haustür findet, haucht die Designerin den typischen sorbischen Spreewaldtrachten neues Leben ein und katapultiert sie in die Jetztzeit. Traditionelle Muster und Trachtendetails finden sich auf zeitgenössischem Design wieder. Wurlawy ist die perfekte Symbiose von Tradition und Moderne in tragbarer Mode. Sarah Gwiszcz zeigt durch die stilsichere Verarbeitung der traditionellen Elemente ihr modisches Können. Den Grundton bildet immer der, in der Lausitz typische, Blaudruck. Dieser lässt durch ein altes Färbeverfahren weiße Muster auf blauen Grund entstehen. Dieses klassische Dunkelblau durchbricht die Designerin mit kräftigen Farbkontrasten, Bändern, Borten oder Spitzen, deren Anordnungen von den sorbischen Trachten inspiriert sind. Die typisch sorbischen Spreewaldtrachten sind aufwendig, kostbar und werden für besondere Gelegenheiten meist handgefertigt. Designerin Gwiszcz ermöglicht der Trägerin mit ihren Modellen die alltagstaugliche Identifikation mit ihrer Heimat, ohne den Trachten ihre Besonderheiten zu nehmen. Kunden aus ganz Deutschland beweisen schon jetzt, das die Tragbarkeit der Wurlawy-Modelle nicht allein auf die Region der Lausitz beschränkt ist.