Glück Verlag

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Glück Verlag Das Werden der Glücks Märchen
Die Glücks Märchen wurden als handschriftliche Texte anlässlich d

Kostenlose Lieferung Glücks Märchen Buch
23/06/2020

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Der WolkenhundVor langer, langer Zeit lebte einmal eine Hexe. Die wohnte in einem kleinen Häuschen inmitten eines großen...
23/06/2020

Der Wolkenhund

Vor langer, langer Zeit lebte einmal eine Hexe. Die wohnte in einem kleinen Häuschen inmitten eines großen Waldes. Sie spann Tag für Tag an einem dünnen Faden. Von Zeit zu Zeit schnitt sie ihn in Stücke. Damit band sie die Wolken an und zog diese hin und her, wie es ihr gefiel. Von den Menschen und Tieren wollte sie nichts wissen.

Da geschah es eines Tages, dass sich ein kleines Mädchen im Walde verirrte und endlich vor dem Hexenhäuschen stand.

„Ei, ei, was kommt denn da“, rief die Hexe, als sie die Kleine erblickte.

„Wie heißt du denn“, fragte sie dann.

Das kleine Mädchen zitterte am ganzen Leibe, so sehr fürchtete sie sich vor der Hexe, aber es antwortete artig: „Ich heiße Ulla.“ Da sagte die Hexe mit falscher Freundlichkeit: „Komm nur herein. Ich habe viel zu spinnen, dabei kannst du mir helfen.“

Die versunkene StadtVor vielen, vielen Jahren lebte einmal ein König, der war von Herzen gut. Als eine Hungersnot über s...
23/06/2020

Die versunkene Stadt

Vor vielen, vielen Jahren lebte einmal ein König, der war von Herzen gut. Als eine Hungersnot über sein Land kam, gab er alle seine Schätze her, damit seine Untertanen dafür etwas zu essen kaufen konnten.

Nachdem die Hungersnot vorüber war, besaß er nicht einmal mehr das kleinste Körnchen Gold und war so arm geworden wie eine Kirchenmaus.

Nun hatte der König einen Sohn, der hatte vom Vater das gute Herz geerbt. Der sagte eines Tages:

„Vater, lass mich in die Fremde ziehen, wo mich niemand kennt. Dort will ich mich nach neuen Schätzen umsehen“.

Damit war der König einverstanden.

Der junge Prinz zog sich ein schlichtes Kleid an, schnürte sein Bündel und machte sich auf den Weg.

Nachdem er in einem fremden Lande angekommen war, verdingte er sich bei einem Schneider. Er merkte aber bald, dass er mit dieser Arbeit keine Reichtümer für seinen Vater und dessen Untertanen sammeln konnte.

Die Prinzessin aus der FlöteEs war einmal ein junger Hirte, der hieß Hans. Er lebte mit seinen Eltern mitten in den Berg...
23/06/2020

Die Prinzessin aus der Flöte

Es war einmal ein junger Hirte, der hieß Hans. Er lebte mit seinen Eltern mitten in den Bergen. Jedes Jahr, wenn es Sommer wurde, trieb Hans die Kühe eines reichen Bauern auf die Bergmatten, wo das Gras saftig stand.

Weil es hier gar einsam war und er keinen Menschen zu sehen bekam, schnitzte er eine Flöte. Damit setzte er sich auf einen Stein und spielte, wie es ihm um das Herz war.

„Ach“, sprach Hans eines Tages vor sich hin, „wenn ich nur jemanden hätte, der sich mit mir unterhalten wollte“.

Kaum hatte er das gesagt und auf seiner Flöte zu spielen begonnen, da hüpften plötzlich die Töne aus der Flöte heraus und tanzten alleine weiter in der Luft.

Und wie Hans seinen Kopf einmal zur Seite drehte, da erblickte er zu seiner Rechten ein gar schönes Mägdelein. Das hatte lange goldene Haare und lächelte ihm freundlich zu.

Vor lauter Staunen ließ Hans die Flöte von seinem Mund sinken. Aber im gleichen Augenblick wurde auch das schöne Mägdelein immer durchsichtiger und war schließlich verschwunden wie ein winterlicher Hauch vor dem Munde.

Das Zwerglein DschibiEs lebte einmal ein armer Tuchmacher, der hatte einen einzigen Sohn. Dieser war so klein, dass ihn ...
23/06/2020

Das Zwerglein Dschibi

Es lebte einmal ein armer Tuchmacher, der hatte einen einzigen Sohn. Dieser war so klein, dass ihn alle Leute verspotteten. Auch sein Vater schämte sich seiner. Nur seine Mutter liebte ihn sehr und steckte ihm alle Bissen zu, die sie sich selbst vom Mund absparte, damit er endlich wachsen solle. Aber er wuchs nicht, sondern blieb so winzig, dass er sich gut in den Schuhen seines Vaters oder seiner Mutter verstecken konnte. Er hieß Dschibi.

Eines Tages, als die Leute den Tuchmacher wieder einmal wegen seines kleinen Sohnes ausgelacht hatten, wurde er sehr zornig und sagte zu Dschibi:

„Entweder du wächst in den nächsten Tagen zu einem richtigen Menschen heran, oder du musst mein Haus verlassen“.

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