20/01/2021
Wie kamst du dazu Bausteine zu nähen ?
Wolltet ihr wissen und ich musste selber erst mal einen Moment innehalten und ganz schön weit zurück gehen.
Ende der 90‘er Jahre kam mein Großer auf die Welt. Ist nicht so einfach, ein Kind mit Handicap. Betreuung in der Kita war nicht möglich, mit auf die Arbeit nehmen ging auch nur bedingt, also blieb ich zu Hause und fing an zu nähen.
Erst so zum Spaß und um etwas Sinnvolles zu tun. Los ging es@mit Kindergardinen und Zimmerzelten.
Wischt mal rüber für ein paar Eindrücke.
Weiter über allerlei Spielzeug (Fühlmemorys zum Beispiel) landete ich dann bei Kissen, die immer größer wurden und nachher ganze Kuschelecken waren. Die waren gefüllt mit Styroporkugeln und Schaumstoffflocken, alles in unserem Wohnzimmer, die Styroporkugel waren irgendwann allerdings überall .... und da wohnten wir noch in einem Plattenbau im 5. Stock (ohne Fahrstuhl) 😉
Anfang der 2000‘er kam der zweite Junior, der dann auch in den Kindergarten ging.
Dort gab es immer irgendwas zu flicken und zu werkeln.
Irgendwann waren einige der Schlafmatten über und die Leitung fragte mich, ob man da nicht noch etwas draus machen könnte - Spielbausteine zum Beispiel.
So entstanden in 2006 die ersten Bausteine. Zugegeben, noch mit dem Küchenmesser aus Matratzen geschnitten, aber das war der Anfang.
Mittlerweile schneidet mir mein Lieblingsschaumstoffdealer die Rohlinge und die Nähmaschine steht auch nicht mehr direkt im Wohnzimmer, viel geändert hat sich sonst aber nicht.
Wir leben in unserer Werkstatt, überall im Haus steht Schaumstoff und das wird wohl auch so bleiben.
Sicher ist es nicht schön, wenn man Kunden immer wieder sagen muss, dass man noch am Fertigen ist und es noch dauert. Geht aber nun mal nur nacheinander und auch nur 7 Tage die Woche.
Daher bin ich wirklich glücklich, so viele Kunden zu haben, die geduldig warten ☺️ dafür an dieser Stelle ein großes Danke ❤️.
Lief euer Leben immer nach Plan ?
Was hat sich bei euch denn komplett anders entwickelt, als ihr es mal erwartet hattet ?