Stadtbad Redtel

Stadtbad Redtel Stadtbad Redtel ist eine Fitnessport- und Therapeutische Einrichtung seit 1990 in Perleberg, Lindenstraße 1.

Unser Ziel ist es, den Nutzern unserer Einrichtungen die Möglichkeit zu geben, ihre Trainings- und Therapieziele zu erreichen.

20/08/2026

Wie weit kann man einen Herzschlag sehen?
Die spannendere Frage ist vielleicht: Was können wir aus ihm sehen?

Jeder Herzschlag verändert die Durchblutung der Haut – und damit das reflektierte sichtbare Licht. Eine Kamera kann diese Veränderungen erfassen. Entscheidend ist jedoch, was anschließend aus den Bilddaten gemacht wird.

REDTEL verfolgt räumlich getrennte Hautregionen pixelgenau und betrachtet nicht nur die periodische Veränderung eines Signals. Uns interessiert die zeitliche Verschiebung: Wann erreicht dieselbe Pulswelle unterschiedliche Messpunkte?

Damit öffnet sich der Weg von der reinen Herzfrequenz hin zu Pulswellenlaufzeit, Schlag-zu-Schlag-Dynamik und weiteren physiologischen Informationen.

Wir haben Fernmessung unter Bewegung und hoher Belastung untersucht – mit Herzaktionen von über 200/min und aus Distanzen von bis zu 8 Metern.

Das Video zeigt unseren Weg und stellt ihn einem anderen patentierten Ansatz gegenüber.

Zwei Patente. Zwei Wege. Eine Frage: Was lässt sich aus einem Bild wirklich messen?

Frage an die HRV: Woher kommt der Rest?HRV wird heute in Wearables und in der Leistungsdiagnostik genutzt, um Regulation...
14/08/2026

Frage an die HRV: Woher kommt der Rest?

HRV wird heute in Wearables und in der Leistungsdiagnostik genutzt, um Regulation, Belastung, Erholung und Leistungsfähigkeit zu beurteilen. Doch was bildet sie tatsächlich ab? Ihre Grundlage sind die zeitlichen Abstände zwischen den Herzschlägen und deren Variabilität.

Ein einfaches Rechenbeispiel zeigt die Grenze: In Ruhe schlägt das Herz beispielsweise 60-mal pro Minute und erreicht ein Herzzeitvolumen von etwa 4,5 L/min. Unter hoher Belastung kann die Frequenz auf 180 Schläge pro Minute steigen – also auf das Dreifache. Würde die Herzleistung allein proportional mit der Frequenz wachsen, wären daraus lediglich 13,5 L/min zu erwarten.

Tatsächlich kann das Herzzeitvolumen bei starker Belastung etwa 25–35 L/min erreichen.

13,5 L/min gegenüber 25–35 L/min. Woher kommt der Rest?

Die Antwort liegt nicht allein in der Frequenz. Das Herz verändert auch sein Schlagvolumen, während Blutdruck, Gefäßreaktion und weitere hämodynamische Regelmechanismen die Versorgung an die Belastung anpassen.

Damit entsteht eine grundsätzliche Frage an die Interpretation der HRV: Wenn bereits ihr Ausgangspunkt – die Herzfrequenz – nur einen Teil der enormen Steigerung der Herzleistung abbildet, wie weit kann dann die Variabilität dieser Zeitintervalle die tatsächliche Leistungsfähigkeit beschreiben?

Frequenz ×3. Herzleistung bis fast ×8. Was davon sieht die HRV – und was fehlt?

11/08/2026

EKG misst den Befehl (HRV). Wearables messen die Wirkung (PWV). Dazwischen liegt der Blutdruck.

Das EKG misst den elektrischen Befehl. Der Sinusknoten gibt den Impuls, das Herz wird erregt, kontrahiert und wirft Blut aus. Aus diesen elektrischen Abständen wird HRV abgeleitet. Wearables messen jedoch nicht diesen Befehl, sondern die Wirkung danach: die Pulswelle, die durch Gefäße, Gewebe und Messort bis zum Handgelenk, Arm oder Finger läuft. Damit entsteht ein grundsätzlich anderer Messwert.

Zwischen EKG und Wearable liegt der Blutdruck. Er beeinflusst Gefäßspannung, Laufzeit, PWV und die Ankunft der Pulswelle. Deshalb enthalten blutdruckabhängige Verlaufsdaten immer mehr als nur Rhythmus. Sie enthalten Puls, Druck, Gefäßzustand und Regulation. Besonders die Blutdruckschwankung zweiter Ordnung, BDII, kann die Pulswellenvariabilität verschieben: Bei Atmung, Ruhe, Belastung, Stress oder Lagewechsel verändert sich nicht nur die Herzfrequenz, sondern auch der Druckverlauf.

Genau hier entsteht das Problem vieler HRV-Aussagen aus Wearables. Gemessen wird häufig nicht reine Herzratenvariabilität, sondern eine Mischung aus Rhythmus und physikalischer Pulswellenlaufzeit. Ohne Druckkontext bleibt unklar, welcher Anteil wirklich vom Herzen kommt und welcher Anteil durch Blutdruck, Gefäßlaufzeit oder Regulation entsteht. Wer HRV aus Wearables bewerten will, muss PWV, BDII und blutdruckabhängige Verlaufsdaten berücksichtigen. Kurz gesagt: EKG misst den Befehl, Wearables messen die Wirkung. Dazwischen liegt der Blutdruck.

01/08/2026
Warum Medizin anders ist.Die Medizin unterscheidet sich von fast allen anderen Bereichen der Technik. Ein Smartphone dar...
18/07/2026

Warum Medizin anders ist.

Die Medizin unterscheidet sich von fast allen anderen Bereichen der Technik. Ein Smartphone darf schöner werden. Ein Auto darf komfortabler werden. Eine Software darf intuitiver werden.

Medizin hat eine andere Aufgabe.

Sie muss funktionieren.

120/80 mmHg zeigt, warum. Seit mehr als 100 Jahren steht diese Zahl für Blutdruck. Sie ist weltweit bekannt und tief im medizinischen Denken verankert. Ärztinnen und Ärzte nutzen sie für Diagnosen und Therapien. Patienten verbinden sie mit ihrer Gesundheit.

Diese Bedeutung verschwindet nicht, nur weil dieselbe Zahl auf einem anderen Display erscheint.

Deshalb ist 120/80 keine beliebige Zahl. Sie trägt Verantwortung.

Ein modernes Design kann Vertrauen vermitteln. Eine hochwertige Oberfläche kann Professionalität ausstrahlen. Doch weder Design noch Marketing verändern die medizinische Bedeutung dieser Zahl.

Nur eine zuverlässige Messung kann das.

Genau deshalb verlangt die Medizin Nachweise, Validierungen und reproduzierbare Messergebnisse. Nicht um Innovation zu verhindern, sondern um das Vertrauen zu schützen, das Menschen seit Generationen mit medizinischen Werten verbinden.

Medizin muss nicht schön sein. Medizin muss funktionieren.

Denn Vertrauen entsteht nicht auf dem Display.

Vertrauen entsteht in der Messung.

Blutdruck beginnt mit Kalibrierung. Nicht mit einer Kurve.Blutdruckabhängige Verlaufsdaten sind zunächst lediglich Infor...
04/07/2026

Blutdruck beginnt mit Kalibrierung. Nicht mit einer Kurve.

Blutdruckabhängige Verlaufsdaten sind zunächst lediglich Informationen über den Verlauf eines Signals. Sie enthalten jedoch von sich aus keine Blutdruckwerte in mmHg. Genau deshalb beginnt jede Blutdruckmessung mit einer grundlegenden Frage: Wie entsteht aus diesen Verlaufsdaten überhaupt ein Blutdruck von beispielsweise 120/80 mmHg?

Die Antwort liegt in der Kalibrierung. Erst sie schafft die Verbindung zwischen einem Signal und einer physikalischen Blutdruckskala. Ohne diesen Bezug bleibt die Zuordnung zu mmHg eine Blackbox.

Eine Einpunktkalibrierung beschreibt ausschließlich den Zustand zum Zeitpunkt der Kalibrierung. Sie besitzt keinen dynamischen Maßstab, um spätere Blutdruckveränderungen eindeutig zu erfassen. Veränderungen des Signals und Veränderungen des tatsächlichen Blutdrucks lassen sich dadurch messtechnisch nicht sicher voneinander trennen.

Ein dynamisches Kalibrierungssystem erweitert diesen Maßstab. Erst dadurch können Veränderungen des Signals einer tatsächlichen Veränderung des Blutdrucks zugeordnet werden. Die Kalibrierung wird damit selbst zum Bestandteil der Messung.

Deshalb lautet die entscheidende Frage nicht, ob eine Kurve vorhanden ist. Die entscheidende Frage lautet: Wie entsteht aus blutdruckabhängigen Verlaufsdaten eine nachvollziehbare Blutdruckmessung in mmHg?

Wellness verkauft Sicherheit. Medizinprodukt muss Sicherheit beweisen.   - Die FDA hat getrennt. Jetzt müssen wir die Ko...
28/06/2026

Wellness verkauft Sicherheit. Medizinprodukt muss Sicherheit beweisen. - Die FDA hat getrennt. Jetzt müssen wir die Konsequenzen kennen. - Normen verhindern nicht Innovation. Normen verhindern, dass aus Innovation eine gefährliche Behauptung wird.

„Atmet er noch?“ ist eine der ältesten und gleichzeitig wichtigsten Fragen der Medizin. Sie wird bei Notfällen gestellt,...
24/06/2026

„Atmet er noch?“ ist eine der ältesten und gleichzeitig wichtigsten Fragen der Medizin. Sie wird bei Notfällen gestellt, bei Geburten, bei Wiederbelebungen und überall dort, wo beurteilt werden muss, ob ein Organismus noch aktiv reguliert.

Die Atmung ist weit mehr als ein Mechanismus zur Aufnahme von Sauerstoff. Sie beeinflusst Herzfrequenz, Blutdruck, Durchblutung und die Versorgung sämtlicher Organe. Jeder Atemzug löst Anpassungsreaktionen aus, die den Körper dabei unterstützen, sich an Ruhe, Belastung, Stress oder Erholung anzupassen.

Mit dem Einatmen steigt die Herzfrequenz typischerweise leicht an, mit dem Ausatmen sinkt sie wieder ab. Dieses natürliche Zusammenspiel wird als respiratorische Sinusarrhythmie bezeichnet. Parallel dazu verändern sich die Druckverhältnisse im Gefäßsystem. Daraus entstehen die Blutdruckschwankungen zweiter Ordnung.

Diese beiden Phänomene sind keine Nebeneffekte. Sie sind sichtbare Zeichen einer funktionierenden biologischen Regulation. Sie zeigen, dass Herz, Gefäße, Lunge und autonomes Nervensystem miteinander kommunizieren und gemeinsam die Versorgung des Körpers steuern.

Deshalb reicht es nicht aus, lediglich einen einzelnen Blutdruckwert oder eine Herzfrequenz zu betrachten. Entscheidend ist die Wechselwirkung. Regulation erkennt man nicht an einem statischen Zustand, sondern an der Fähigkeit des Körpers, auf Veränderungen zu reagieren.

Die respiratorische Sinusarrhythmie und die Blutdruckschwankungen zweiter Ordnung sind sichtbare Spuren dieser Regulation. Sie zeigen Anpassungsfähigkeit, Vitalität und die Fähigkeit des Organismus, Versorgung aktiv zu steuern.

Die Frage „Atmet er noch?“ ist deshalb weit mehr als die Frage nach Sauerstoff. Sie ist die Frage, ob Leben noch reguliert.

10/06/2026

85/67 mmHg bei einer Herzfrequenz von 160 Schlägen pro Minute.
Ein solcher Wert lässt ein relevantes Ereignis vermuten. Er zeigt, dass etwas passiert ist. Er zeigt jedoch nicht, was passiert ist.
War es Vorhofflimmern? Herzrasen? Eine kurzzeitige Rhythmusstörung? Ein Messfehler? Aus einem einzelnen Messwert lässt sich das nicht sicher beantworten.
Der Patient erlebt das Ereignis in diesem Moment. Der Arzt sieht häufig erst den Zustand danach. Die Beschwerden sind verschwunden, die Werte wieder normal. Zurück bleibt ein einzelner Messwert ohne Verlauf.
Der Wert wurde gespeichert.
Das Ereignis nicht.
Genau hier entsteht die diagnostische Lücke. Erst der dokumentierte Pulsdruckrhythmus zeigt, ob die Herzfrequenz regelmäßig oder unregelmäßig war, ob der Blutdruck stabil blieb oder schwankte und ob tatsächlich ein relevantes Ereignis vorlag.
Der Wert zeigt, dass etwas passiert ist.
Der Pulsdruckrhythmus zeigt, was passiert ist.

Das Schild auf dem Gerät ist eigentlich kein Hinweis auf Training. Es ist ein Hinweis auf einen Engpass. Training orient...
05/06/2026

Das Schild auf dem Gerät ist eigentlich kein Hinweis auf Training. Es ist ein Hinweis auf einen Engpass. Training orientiert sich nicht an Öffnungszeiten, Warteschlangen oder verfügbaren Zeitfenstern. Wer trainiert, möchte seine Übung sauber absolvieren, seinen Plan umsetzen und die Zeit investieren, die für Fortschritt notwendig ist. Wenn eine Einrichtung ihre Mitglieder auffordern muss, sich auf zwei Sätze pro Gerät zu beschränken, dann wird nicht das Training gesteuert – es wird die Nutzung knapper Ressourcen verwaltet.

Das eigentliche Problem sind nicht zu viele motivierte Sportler. Im Gegenteil: Es ist ein positives Zeichen, wenn Menschen trainieren, sich bewegen und etwas für ihre Gesundheit tun wollen. Die Frage ist vielmehr, ob die vorhandene Infrastruktur mit dieser Nachfrage Schritt hält. Fehlen Geräte, Trainingsflächen oder Kapazitäten, entstehen Regeln, die nicht dem Training dienen, sondern dem Umgang mit dem Mangel.

Das Schild löst deshalb kein Trainingsproblem. Es macht ein Ressourcenproblem sichtbar. Denn Fortschritt entsteht nicht durch Begrenzung von Training, sondern durch ausreichende Möglichkeiten, damit Menschen ihr Training sinnvoll und ohne künstliche Einschränkungen durchführen können. Mehr Menschen, die trainieren wollen, sind kein Problem. Sie sind ein Erfolg. Die Herausforderung besteht darin, die notwendigen Kapazitäten bereitzustellen.

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Perleberg
19348

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