08/06/2026
Die Schwiegermutter als Drud
Eine Frau wachte mitten in der Nacht auf, da sie fast keine Luft bekam und sehr stark schwitzte. Als sie ihre Augen aufmachte, erschrak sie furchtbar, eine schwarze Gestalt hockte auf ihrem Brustkorb. Die Frau konnte sich nicht bewegen um sich zu wehren, so musste sie diese Tortur solange ertragen, bis die Drud wieder verschwand. Am nächsten Tag war die Frau noch immer ganz geschockt von diesem Vorfall, von diesem Spuk hatte ihr früher schon ihre Großmutter erzählt. Sie erinnerte sich, dass ihre Großmutter diese Gestalt eine Drud nannte und man sich nur dagegen wehren konnte, wenn man der Drud sagt, sie soll am nächsten Tag kommen und sich etwas leihen. So muss die Drud unweigerlich am nächsten Tag zu einem kommen und sich etwas ausleihen, so kann man erkennen, wer die Drud ist und ist erlöst von ihr.
In der darauf folgenden Nacht wachte die Frau wieder schweißgebadet auf und das seltsame Wesen namens Drud saß wieder auf ihr. Sie versuchte sich wieder zu bewegen, konnte es aber nicht. Da sagte sie zu dem Wesen: „Komm morgen und leihe dir was von mir“, nach einiger Zeit verschwand die Drud. Am nächsten Morgen wartete die Frau schon gespannt, ob wirklich jemand kommen würde um sich etwas zu leihen. Plötzlich ging die Tür auf, ihre Schwiegermutter kam zur Tür rein und wollte sich etwas Zucker leihen, da ihr dieser ausgegangen ist. Da wusste die Frau, dass ihre Schwiegermutter die Drud ist, nach diesem Vorfall wurde die Frau nicht mehr von der Drud gedrückt.
Böse war sie ihrer Schwiegermutter aber nicht, da sie aus Erzählungen wusste, dass die Frauen, die eine Drud sind, dies meistens selber nicht wissen und nichts dafür können.