26/05/2026
Dieses Buch ist ein wilder Ritt, witzig, scharfzüngig und bissig. Ann Hathaway hat sich schon die Filmrechte dafür gesichert.
Worum geht's? Natalie lebt Mut ihrer Familie auf einer Farm in Idaho. Sie führt das Leben einer tradwife, hält ihren Alltag auf Videos fest, die sie auf Instagram postet. So gaukelt sie ihren follower*innen ein ausgefülltes Leben ganz im Stil der guten alten Zeit vor. Aber alles ist gelogen, zwischen Sauerteig und Baumwollschürzen und Hühner füttern sieht es anders aus, die Ehe zu Caleb, dem Sohn einer einflussreichen Politikers, ist kreuzunglücklich und ihre Kinder machen sie rasend. Auch ihr scheinbar gottesfürchtiges Leben ist einfach nur Fake.
Als die Producerin Hals über Kopf kündigt, gerät das sorgfältig für Instagram kuratierte Leben aus den Fugen. Sie erwacht auf einer Farm, die wie die ihre scheint, sie realisiert aber schnell, dass alle Annehmlichkeiten verschwunden sind und sie in den Alltag von vor 150 Jahren katapultiert wurde. Die Menschen ähneln ihrem Mann und ihren Kindern und doch sind sie es nicht. Sie versucht zu fliehen, kann aber nicht entkommen. Was für ein Alptraum. Wird sie das neue Leben meistern und wie um alles in der Welt konnte es dazu kommen?
Die Geschichte liest sich von Anfang flüssig, aber vor allem im letzten Drittel kann man einfach nicht aufhören. Die Auflösung am Ende ist überraschend und vollkommen unerwartet.
Dieses Buch eignet sich für alle, die gesellschaftskritische Romane mögen, sprachlich belastbar sind und eine gesunde Portion Zynismus schätzen.