20/07/2026
Ortsnamenbuch für den Landkreis Stade erschienen
Woher kommt der Name Assel? Wann wurde Düdenbüttel erstmals urkundlich erwähnt? Und was bedeutet eigentlich Guderhandviertel? Für diese Fragen gibt es jetzt eine Antwort in dem neuen Buch „Die Ortsnamen des Landkreises Stade“ von Josef Dolle und Michael Flöer. Das Buch ist im Aschendorff Verlag in Münster erschienen. Es kostet 35,00 Euro und ist bei uns in der Contor Buchhandlung erhältlich.
Im Kreis Stade sind über 270 Ortsnamen vor 1600 belegt, die Zeugen einer vielschichtigen Namenlandschaft sind. Ein Teil dieser Ortsnamen existiert heute nicht mehr, weil die Orte untergingen oder durch Ortsnamenwechsel außer Gebrauch gerieten. Die Entstehung von Ortsnamen ist von verschiedenen Faktoren beeinflusst: den naturräumlichen Gegebenheiten der Landschaft (Gewässer, Wälder, Hügel, Bodenbeschaffenheit; im Kreis Stade besonders Geest und Marsch), der Siedlungstätigkeit der Menschen, die an der Elbe Land erschlossen und manchmal wieder verloren, und schließlich von den Menschen selbst, deren Personennamen in vielen Ortsnamen enthalten sind. Das Buch stellt jeden dieser Namen in kritisch ausgewählten und geprüften historischen Belegen vor, die von der Ersterwähnung bis zur heutigen Form reichen, und bietet eine sprachwissenschaftlich fundierte Deutung. Es ist für sprachgeschichtliche, namenkundliche, landesgeschichtliche und kulturgeographische Fragen ebenso von Interesse wie für alle, die sich mit der Geschichte ihrer Heimat befassen. Der Band ist ein weiterer Baustein für die Erforschung der Siedlungsnamenlandschaft Niedersachsens im Rahmen des Forschungsprojekts „Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe“ der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.