24/07/2020
Darjeeling – Hochlandtee der feinsten Art
Die Region Darjeeling wird auch „Queen of the Himalayas“ genannt und liegt im Nordosten Indiens, im Vorderhimalaya. Hier herrscht ein besonders förderliches Klima für den Teeanbau – weshalb der von dort stammende Darjeeling von Kennern oft als der edelste Tee der Welt bezeichnet wird. Im Handel sind Darjeelings, die unterschiedlichste Bezeichnung haben, was für den Einsteiger leicht zur Verwirrung führt. Versuchen wir einmal Klarheit ins Tee-Kauderwelsch zu bringen. Zuallererst gibt es bei uns hauptsächlich den First und den Second Flush. Das bezeichnet die Zeit, in der der Tee geerntet wurde. First Flush wird von Ende Februar bis Ende April gelesen und ist sehr fein und zart im Geschmack. Second Flush ist Anfang Juni bis Anfang Juli dran und sein Geschmack ist kräftiger und abgerundeter. Dann gibt es noch den dazwischen geernteten „In between“, der keinem der anderen den Tee reichen kann und die „Autumnals“ vom Oktober bis Dezember, die fein, leicht bitter, aber nicht so vollmundig sind.
Zum Zweiten gibt es beim Darjeeling die unverständlichen, endlosen Buchstabenkombinationen. Die bezeichnen die Blattgrößen, die geerntet werden. Je zarter das Blatt, je weiter vorne am Ast, desto feiner der Tee. So heißt die beste Gradierung „SFTGFOP“ - Special Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe, die einfachste „Pekoe“ für dicke grüne Blätter (das Orange, das man immer liest, bedeutet „königlich“). Letztendlich ist es Geschmackssache: Bevorzugen Sie einen kräftigen, würzigen Tee, sind Sie mit einem Second Flush Orange Pekoe gut bedient, lieben Sie feine, zarte Aromen, sollten Sie einen First Flush mit möglichst vielen Buchstaben ausprobieren.
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