15/05/2026
Wie viel Dunkelheit braucht Hoffnung?
Meine Arbeit ist inspiriert von Lampyris noctiluca — dem Großen Leuchtkäfer, man kennt sie auch als Glühwürmchen.
Die flugunfähigen Weibchen sitzen nachts meist im Gras auf den Spitzen der Halme und leuchten aus sich selbst heraus, damit die Männchen sie finden können.
Ein leises Licht.
Fast unscheinbar.
Und doch entscheidet es über Zukunft.
Was viele nicht sehen: Genau dieses Leuchten verschwindet zunehmend. Lichtverschmutzung überstrahlt ihre Signale, Flächenversiegelung nimmt Lebensräume, wilde Wiesen werden immer seltener. Die Nacht wird heller und gleichzeitig stiller.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dieser Fragilität. Mit dem, was verschwindet, obwohl es eigentlich leuchtet.
Mit der Frage, wie viel Dunkelheit Hoffnung vielleicht braucht, um überhaupt sichtbar werden zu können.
Denn das Leuchten braucht Nacht.
KUNST FÜR DEN ARTENSCHUTZ
nature.arts