10/06/2026
"Die Honigfrauen - Ein Sturm zieht auf " von Mirjam Müntefering - gelesen und für Sie vorgestellt von Barbara Busch.
Mit diesem Roman gelingt Mirjam Müntefering ein atmosphärischer Auftakt zu einer historischen Familiensaga im Bergischen Land, die mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Die Geschichte spielt im Jahr 1910 im bergischen Elberfeld, dem heutigen Wuppertal.
Im Mittelpunkt steht die angesehene Konditorfamilie Honig. Besonders Irma blickt trotz ihrer Behinderung voller Hoffnung in die Zukunft und genießt ihr Glück mit dem charmanten Arno. Doch der plötzliche Tod ihres Großvaters Ludwig Honig verändert alles. Schnell wird deutlich, dass die Familie finanziell vor dem Ruin steht. Gleichzeitig taucht mit Harriet plötzlich eine uneheliche Tochter des Verstorbenen auf, wodurch alte Geheimnisse und verdrängte Wahrheiten ans Licht kommen. Die Frauen der Familie müssen lernen zusammenzuhalten, während Konflikte, Schicksalsschläge und gesellschaftliche Erwartungen immer größeren Druck auf sie ausüben.
Schon nach wenigen Seiten war ich vollkommen in die Geschichte eingetaucht. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, bildhaft und sehr gefühlvoll, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Besonders gelungen finde ich die wechselnden Perspektiven. Die Kapitel werden aus Sicht verschiedener Figuren erzählt, wodurch man ihre Gedanken, Sorgen und Hoffnungen intensiv miterlebt.
Das Ende macht es große Lust auf die Fortsetzung, denn es bleiben viele Fragen offen und einige Konflikte sind längst nicht gelöst. Der Cliffhanger sorgt definitiv dafür, dass man am liebsten sofort weiterlesen möchte.
Wer emotionale Familiensagen, historische Schauplätze und Geschichten voller Geheimnisse und Schicksale liebt, wird hier bestens unterhalten. Für mich war dieser Auftakt ein echtes Lesehighlight und ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.