Schuhmacherei Baumbach

Schuhmacherei Baumbach Dieser 1901 vom Urgroßvater in Wiesbaden gegründete Meisterbetrieb ist seit 1994 in Wiesbaden-Bierstadt ansässig.

Seitdem hat sich das Angebot von Schuhreparaturen, Schuhpflege bis hin zu hochwertigen Maßschuhe zwar technisch, im Kern aber eigentlich gar nicht verändert. Sowohl wertvolle rahmengenähte Schuhe als auch ganz normale (oder gar heruntergekommene aber liebgewonnene) Herren- und Damenschuhe sind hier in besten Händen.

Sommerpause – wir sehen uns am 2. September wiederVier Tage lang ging es hier um die Zukunft des Schuhmacherhandwerks. V...
01/08/2026

Sommerpause – wir sehen uns am 2. September wieder

Vier Tage lang ging es hier um die Zukunft des Schuhmacherhandwerks. Vielen Dank für die vielen interessanten Kommentare und Gedanken dazu.

Nun wird es Zeit für eine kleine Pause.

Auch Handwerker brauchen gelegentlich Urlaub. Die Werkstatt bleibt deshalb im August geschlossen. Diese Zeit nutzen wir, um Kraft zu tanken, neue Ideen zu sammeln und die Vorbereitungen für unser Jubiläumsjahr 2026 weiter voranzubringen.

Ab Mittwoch, dem 2. September, sind wir wieder für Sie da und nehmen Reparaturen sowie neue Aufträge entgegen.

Bis dahin wünschen wir Ihnen einen schönen Sommer, erholsame Tage und vielleicht den einen oder anderen Spaziergang in einem Paar Schuhe, das Sie schon viele Jahre begleitet.

Bis bald!

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𝗘𝗶𝗻 𝗞𝗹𝗲𝗶𝗱 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗕𝘂̈𝗴𝗲𝗹 𝘄𝗶𝗿𝗸𝘁 𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀 𝗮𝗹𝘀 𝗮𝗺 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻.Trotzdem beurteilen wir Schuhe oft genau so. Wir sehen sie im Rega...
31/07/2026

𝗘𝗶𝗻 𝗞𝗹𝗲𝗶𝗱 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗕𝘂̈𝗴𝗲𝗹 𝘄𝗶𝗿𝗸𝘁 𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝘀 𝗮𝗹𝘀 𝗮𝗺 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻.

Trotzdem beurteilen wir Schuhe oft genau so. Wir sehen sie im Regal und entscheiden innerhalb weniger Sekunden, ob sie elegant wirken. Dabei fehlt das Wichtigste:

𝗗𝗲𝗿 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵, 𝗱𝗲𝗿 𝗶𝗵𝗻 𝘁𝗿𝗮̈𝗴𝘁.

Dieser Maßschuh entstand für einen Kunden mit sehr breiten Füßen, der täglich orthopädische Einlagen trägt. Für sich allein betrachtet würden viele vermutlich sagen: „Ganz schön kräftig. Irgendwie plump.“

Am Fuß verändert sich dieser Eindruck vollständig. Erst der Träger gibt dem Schuh seine eigentlich Wirkung. Was allein massiv wirkt, erscheint plötzlich selbstverständlich. Der Schuh passt nicht nur zum Fuß – er passt zum Menschen.

Genau deshalb orientieren wir uns nicht daran, wie ein Schuh im Regal aussieht. Wir bauen ihn so, dass er die Einlagen aufnimmt, den Zehen den nötigen Platz lässt und den Fuß sicher führt. Ein möglichst schmaler Schuh wäre hier weder elegant noch sinnvoll gewesen.

In Hessen gibt es dafür ein altes Sprichwort:
„Pariser Schiggelscher un Dutzheimer Fieß.“
Frei übersetzt: Die elegantesten Schuhe nützen wenig, wenn sie nicht zu den Füßen passen, die sie tragen sollen.

Der stimmige Gesamteindruck entsteht nicht im Schuhkarton. Er entsteht erst, wenn Schuh und Mensch zusammenpassen.

Warum Langlebigkeit dem Schuhmacherhandwerk eine Zukunft gibtDie Stärke des Schuhmacherhandwerks liegt nicht darin, mögl...
30/07/2026

Warum Langlebigkeit dem Schuhmacherhandwerk eine Zukunft gibt

Die Stärke des Schuhmacherhandwerks liegt nicht darin, möglichst viele Schuhe herzustellen. Sie liegt darin, dass gute Schuhe über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte getragen werden können.

Die industrielle Schuhproduktion wird künftig immer effizienter, nachhaltiger und individueller werden. Gleichzeitig werden schon heute viele Schuhe so konstruiert, dass eine Reparatur wirtschaftlich oder technisch kaum noch möglich ist.

Ein hochwertiger Schuh ist nicht für den einmaligen Gebrauch gedacht, sondern als treuer Begleiter über viele Jahre. Wer seine Lieblingsschuhe über lange Zeit trägt, kennt dieses Gefühl. Man schlüpft hinein, ohne lange nachzudenken. Sie passen. Man muss nicht jedes Mal wieder von vorne anfangen, neue Modelle suchen, anprobieren und einlaufen.

Mit der Zeit entsteht eine Vertrautheit, fast eine kleine Freundschaft – und manchmal sogar ein zufriedenes Grinsen, wenn man sie anzieht. Dann lohnt sich auch eine Reparatur. Sie erhält nicht nur Leder und Material, sondern auch etwas, das sich mit Geld kaum ersetzen lässt.

Industrielle Schuhproduktion und Schuhmacherhandwerk sind keine Konkurrenten.Wer glaubt, das Schuhmacherhandwerk müsse m...
29/07/2026

Industrielle Schuhproduktion und Schuhmacherhandwerk sind keine Konkurrenten.

Wer glaubt, das Schuhmacherhandwerk müsse mit der industriellen Schuhproduktion konkurrieren, vergleicht eigentlich zwei völlig unterschiedliche Konzepte.

Die Industrie wird ihren Weg weitergehen. Moderne Spritzgussverfahren, automatisierte Fertigung und der 3D-Druck entfernen sich immer weiter von den klassischen handwerklichen Herstellungsverfahren – und damit häufig auch von Reparaturmöglichkeiten. Der nächste logische Schritt dürften individuell angepasste Schuhe sein, die hochautomatisiert aus nachhaltigen und biologisch abbaubaren Materialien gefertigt werden.

Für den Massenmarkt mag das eine sinnvolle Entwicklung sein. Das Schuhmacherhandwerk aber lebt nicht von möglichst vielen Schuhen, sondern vom einzelnen Menschen. Maßschuhe entstehen nicht, weil Maschinen etwas nicht könnten. Sie entstehen, weil jeder Fuß anders ist, jeder Mensch andere Ansprüche hat und guter Geschmack ebenso individuell ist wie die Anatomie.

Industrie und Handwerk müssen deshalb keine Konkurrenten sein. Sie bedienen unterschiedliche Bedürfnisse. Die einen fertigen Millionen Schuhe für Millionen Menschen. Die anderen fertigen den einen richtigen Schuh für einen einzelnen Menschen.

Morgen geht es darum, warum gerade Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit dem Schuhmacherhandwerk auch in Zukunft seinen Platz sichern könnten.

Vor wenigen Tagen habe ich mich mit einem Fotografen über die Zukunft unterhalten. Schnell kamen künstliche Intelligenz,...
28/07/2026

Vor wenigen Tagen habe ich mich mit einem Fotografen über die Zukunft unterhalten. Schnell kamen künstliche Intelligenz, moderne Technik und die Frage zur Sprache, wie sich unsere Handwerke in den kommenden Jahren verändern werden. Unsere Berufe stehen vor ganz ähnlichen Herausforderungen.

Die Technik wird immer besser. KI kann heute fotorealistische Bilder erzeugen, die vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen wären. Moderne Maschinen fertigen Schuhe schneller, präziser und günstiger als jemals zuvor – und das in immer größeren Stückzahlen.

Die Zukunft kreativer Handwerksberufe kann nicht darin liegen, mit dieser Entwicklung konkurrieren zu wollen. Sie liegt in dem, was Maschinen nur schwer ersetzen können: Erfahrung, Individualität, Vielseitigkeit im Einzelstück und die Fähigkeit, für jeden Menschen eine passende Lösung zu finden.

Ein Fotograf macht nicht einfach nur ein Bild. Er hält einen besonderen Moment fest, gestaltet die Szene und bringt die Persönlichkeit seines Motivs zum Ausdruck. Ein Schuhmacher fertigt nicht einfach nur einen Schuh. Er entwickelt eine Lösung, die zu den Füßen, zum Geschmack und zu den Bedürfnissen eines bestimmten Menschen passt.

Vielleicht liegt genau darin die Zukunft vieler Handwerksberufe: nicht in der Masse, sondern in Spezialisierung und Individualität.

Morgen: Warum die industrielle Schuhproduktion und das Schuhmacherhandwerk aus meiner Sicht gar keine Konkurrenten sind.



𝗗𝗮𝘀 𝗔𝘂𝗴𝗲 𝗹𝗮̈𝘂𝗳𝘁 𝗺𝗶𝘁! Schlanke Leisten sehen einfach wunderbar elegant aus – selbst dann, wenn der Schuh wie hier mit ein...
27/07/2026

𝗗𝗮𝘀 𝗔𝘂𝗴𝗲 𝗹𝗮̈𝘂𝗳𝘁 𝗺𝗶𝘁! Schlanke Leisten sehen einfach wunderbar elegant aus – selbst dann, wenn der Schuh wie hier mit einer kräftigen Profilgummisohle ausgestattet ist. Diese klassische Derby-Stiefelette trägt die extrem rutschfeste Vibram-Profilsohle 1136 „Roccia Block“ und eignet sich sowohl für den Alltag als auch für leichte Wanderungen.

Der Kunde war bei der Abholung begeistert vom angenehm weichen Gehgefühl. Dafür sorgen der hochelastische Gummi, der Korkausball und die genähte Machart. Selbst wenn der Klebstoff nach vielen Jahren nachlässt, halten zwei Nähte die Konstruktion weiter zusammen.

Die Industrie bevorzugt seit Jahrzehnten schlanke Leistenformen – denn 𝗱𝗮𝘀 𝗔𝘂𝗴𝗲 𝗸𝗮𝘂𝗳𝘁 𝗺𝗶𝘁. Breitere Schuhe bleiben häufig im Regal stehen und werden gar nicht erst anprobiert. Deshalb werden viele Modelle schmal gebaut und sollen sich erst beim Tragen weiten. Das ist anfangs nicht nur unbequem, sondern belastet auch die Konstruktion. Nähte reißen aus, Oberleder ermüdet, Klebungen versagen – und der Schuh landet oft vorzeitig im Müll.

Maßschuhe orientieren sich nicht an Verkaufsstatistiken, sondern am Fuß ihres Trägers. Im Rückfuß sitzt der Schuh sicher, im Vorfuß erhält der Fuß genau den Platz, den er braucht.
Wenn wir für einen besonders schlanken, gesunden Fuß arbeiten dürfen, freuen wir uns über das elegante Ergebnis. Denn unser Motto lautet:

𝗗𝗮𝘀 𝗔𝘂𝗴𝗲 𝗹𝗮̈𝘂𝗳𝘁 𝗺𝗶𝘁.

Teil 10 – Die letzten Handgriffe𝗡𝗮𝗰𝗵 𝘃𝗶𝗲𝗹𝗲𝗻 𝗦𝘁𝘂𝗻𝗱𝗲𝗻 𝗛𝗮𝗻𝗱𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁 𝗳𝗲𝗵𝗹𝗲𝗻 𝗻𝘂𝗿 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗱𝗶𝗲 𝗹𝗲𝘁𝘇𝘁𝗲𝗻 𝗗𝗲𝘁𝗮𝗶𝗹𝘀.Zunächst wird die Dec...
25/07/2026

Teil 10 – Die letzten Handgriffe

𝗡𝗮𝗰𝗵 𝘃𝗶𝗲𝗹𝗲𝗻 𝗦𝘁𝘂𝗻𝗱𝗲𝗻 𝗛𝗮𝗻𝗱𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁 𝗳𝗲𝗵𝗹𝗲𝗻 𝗻𝘂𝗿 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗱𝗶𝗲 𝗹𝗲𝘁𝘇𝘁𝗲𝗻 𝗗𝗲𝘁𝗮𝗶𝗹𝘀.

Zunächst wird die Decksohle aus weichem Kalbleder zugeschnitten und eingelegt. Sie verdeckt die innenliegende Blake-Naht, schützt die Brandsohle vor Feuchtigkeit und Abrieb und sorgt für ein angenehmes Tragegefühl. Nach vielen Jahren kann sie bei Bedarf problemlos ersetzt werden – die eigentliche Konstruktion des Schuhs bleibt dabei unberührt.

Anschließend erhält der Schuh seine abschließende Pflege. Je nach Wunsch des Kunden reicht das Finish von einer dezenten, matten Oberfläche über klassischen Schuhglanz bis hin zur aufwendig von Hand aufgebauten spiegelnden Wasserpolitur.

Geliefert wird jedes Paar in Baumwoll-Schuhsäckchen – zusammen mit dem „Buch zum Schuh“. Darin finden sich viele Informationen rund um den neuen Maßschuh: von den verwendeten Materialien über Hinweise zur richtigen Schuhgröße bis hin zu Pflege, Schuhspannern und den Besonderheiten der handwerklichen Konstruktion.

𝗗𝗮𝗺𝗶𝘁 𝗲𝗻𝗱𝗲𝘁 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲 𝗸𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗥𝗲𝗶𝘀𝗲 𝗱𝘂𝗿𝗰𝗵 𝗱𝗶𝗲 𝗘𝗻𝘁𝘀𝘁𝗲𝗵𝘂𝗻𝗴 𝗲𝗶𝗻𝗲𝘀 𝗠𝗮ß𝘀𝗰𝗵𝘂𝗵𝘀.

Teil 9 – Die zweite NahtDie erste Naht verbindet Schaft, Brandsohle und Rahmen. Jetzt folgt die zweite – sie verbindet d...
24/07/2026

Teil 9 – Die zweite Naht

Die erste Naht verbindet Schaft, Brandsohle und Rahmen. Jetzt folgt die zweite – sie verbindet die Laufsohle mit dem Rahmen.

Zunächst wird die Laufsohle exakt auf den Rahmen aufgeklebt. Beim Einleisten drückt der Leisten den Schuh mit hohem Druck in seine endgültige Form und sorgt gleichzeitig für eine gleichmäßige, dauerhafte Verklebung.

Anschließend wird die überstehende Laufsohle sorgfältig auf den Rahmen beschnitten und der Sohlenrand an der Maschine auf Form geschliffen. Erst jetzt entsteht die exakte Linienführung des Schuhs.

Den Abschluss bildet die Doppelmaschine. Sie näht die Laufsohle dauerhaft an den zuvor angenähten Rahmen. Anders als die erste Blake-Naht bleibt diese Naht sichtbar – sie ist das charakteristische Erkennungsmerkmal eines rahmengenähten Schuhs.

Mit dieser zweiten Naht ist die Konstruktion vollständig. Von nun an folgen nur noch die Feinarbeiten: Sohlenkante färben und polieren, Absätze aufbauen, die Sohle fein ausschleifen und schließlich die Hochglanzpolitur.

Morgen folgt der krönende Abschluss unserer kleinen Werkstattserie: der fertige schwarze Full Brogue Oxford – nach vielen Stunden traditioneller Handarbeit und unzähligen einzelnen Arbeitsschritten.

Teil 8 – Die erste NahtJetzt bekommt der Schuh seine erste von zwei Nähten.Auf der Blake-Durchnähmaschine werden Schaft,...
23/07/2026

Teil 8 – Die erste Naht

Jetzt bekommt der Schuh seine erste von zwei Nähten.

Auf der Blake-Durchnähmaschine werden Schaft, Brandsohle und Rahmen dauerhaft miteinander verbunden. Diese Naht bildet das tragende Gerüst des gesamten Schuhs. Sie verläuft im Inneren und wird später vollständig von der Lederdecksohle verdeckt. Der Träger sieht sie nie – ohne sie gäbe es den Schuh jedoch nicht.

Von außen ist die Blake-Naht nicht zu erkennen. Sichtbar wird nur die feine Naht auf der Innenseite, die den Rahmen fest mit dem Schuh verbindet.

Anschließend wird jeder Schuh sorgfältig kontrolliert. Wenn Nahtbild, Fadenspannung und Verlauf stimmen, kann der nächste Arbeitsschritt beginnen.

Morgen geht es weiter: Dann wird die Laufsohle aufgeklebt und anschließend mit der zweiten Naht dauerhaft mit dem Rahmen verbunden.

Die Geschichte dieses Schuhpaars – Teil 7𝗗𝗲𝗿 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝗯𝗮𝘂 𝗱𝗲𝘀 𝗦𝗰𝗵𝘂𝗵𝘀 𝗲𝗻𝘁𝘀𝘁𝗲𝗵𝘁Nach der erfolgreichen Anprobe beginnt der endg...
22/07/2026

Die Geschichte dieses Schuhpaars – Teil 7

𝗗𝗲𝗿 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝗯𝗮𝘂 𝗱𝗲𝘀 𝗦𝗰𝗵𝘂𝗵𝘀 𝗲𝗻𝘁𝘀𝘁𝗲𝗵𝘁

Nach der erfolgreichen Anprobe beginnt der endgültige Sohlenaufbau.

Zunächst wird der Korkausball individuell zugeschnitten. Anschließend wird der Zwickeinschlag an der Schleifmaschine aufgeraut und egalisiert. Schuh, Rahmen und Korkausball werden sorgfältig mit Klebstoff bestrichen, anschließend werden Rahmen und Korkausball aufgebracht und unter hohem Druck verpresst.

Nun wird der Schuh ausgeleistet und ist bereit für das Annähen des Rahmens.

Mancher wird sich fragen: Warum wird überhaupt geklebt, wenn der Schuh anschließend doch genäht wird?

Die Antwort ist einfach: Damit nichts knarrt. Die Verklebung verhindert Bewegungen zwischen den einzelnen Lederschichten und sorgt für einen dauerhaft geräuschlosen Schuh. Die eigentliche Festigkeit erhält der Schuh anschließend durch seine beiden Nähte – die Blake-Naht und die Sohlennaht. Geklebt und doppelt genäht hält eben noch besser.

Dem aufmerksamen Betrachter wird auffallen, dass auf diesen Bildern ein brauner Schuh zu sehen ist. Tatsächlich haben wir nicht jeden einzelnen Arbeitsschritt unseres schwarzen Schuhs fotografiert. Die Arbeitsschritte sind jedoch bei beiden Schuhen identisch – und schon bald kehren wir wieder zu unserem schwarzen Oxford zurück.

Fortsetzung morgen: Der Rahmen wird angenäht – das Herzstück der Blake-rahmengenähten Machart.

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Wiesbaden
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Mittwoch 10:00 - 18:00
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