01/06/2026
🟡Unser treuer Kunde Raphael konnte an einem Wochenende in Kärnten voll überzeugen. Aber lassen wir ihn selbst darüber berichten.⚫
Anfang Mai wurde ich von einem Freund an einen Paylake nähe Völkermarkt eingeladen. Im Vordergrund stand ein geselliges und nettes Wochenende mit Freunden zu verbringen. Trotzdem wollte ich die Zeit an diesem Gewässer nutzen, um doch den einen oder anderen Fisch zu fangen. Meine Freunde, die mich zu diesem Trip eingeladen haben, reservierten für uns zwei Plätze in einer Lagune . Am Gewässer angekommen, bekamen wir eine kurze Einweisung und die Information, dass der Laich abgeschlossen sein sollte und sie richtig im Fressrausch sind. Da bis auf einen Freund und mir niemand eine wirkliche Ahnung vom Fischen hatte, beschlossen wir, zwei Teams zu bilden und so unsere Hilfe optimal aufzuteilen.
Und dann ging es auch schon los. An unserem Platz angekommen bemerkten wir rasch, dass sich vor uns ein großer Bereich mit sehr vielen Bäumen und Ästen im Wasser erstreckt. Wäre dies nicht schon genug, gab es dazu auch noch eine gehörige Brise Wind, der das Auslegen der Ruten nicht wirklich erleichterte. Aber nach einer kurzen Lernstunde bzw. Einweisung konnten die Ruten trotzdem rasch ausgelegt werden. Und nach einiger Zeit konnte ein Freund bereits seinen ersten Fisch mit 18 kg im Kescher begrüßen. Verwendet wurde für diesen Fang eine 24 mm Hot Fish Kugel und (auch aufgrund der Treffsicherheit meines Kollegen) über einen relativ großen Bereich gefütterter zwei Fäusten. Dies sollte zwar für diesen Tag der einzige Fisch sein, den wir an unserer Stelle landen konnten, aber die Freude über diesen ersten Fang war riesengroß und um dies ging es an diesem Wochenende ja. Nach einem harten, aber lustigen Tag machten wir uns um 19 Uhr auf den Rückweg zur Unterkunft, um bei dem einen oder anderen Bier und schlechten Witzen den Abend ausklingen zu lassen.
Für meinen Angelkollegen und mich war aber bereits klar, dass wir am nächsten Morgen relativ früh aus der Koje müssen, um die letzten Stunden bis zur Abreise um 12 Uhr noch zu nutzen. So machten wir uns um 8 Uhr allein Richtung Angelplatz auf. Diesen Platz befischte mein Freund bereits am Vortag und hatte dort auch bereits schöne Fänge. Eine meiner Ruten bestückte ich mit einer 24 Hot Fish und die andere mit einer 50/50 Mix Kugel derselben Größe. Da wir ein Futterboot zur Verfügung hatten, konnte ich hier punktgenau eine Handvoll Boilies dazugeben. Da uns von den Guides erzählt wurde, dass die Fische hier aufgrund der Fütterung auf Mais bzw. die Farbe gelb gut anspringen, wanderte auch noch eine Hand davon aufs Futterboot.
Als unsere Ruten dann in Position waren, freuten wir uns beide nach dem Trubel vom Vortag auf einen gemütlichen Vormittag mit schönen Fischen. Daraus wurde dann aber nichts, denn bereits nach kurzer Zeit ging die erste meiner zwei Ruten ab. Zielstrebig, aber ruhig begann ich mit dem Einholen, als plötzlich auch mein zweiter Bissanzeiger Alarm schlug. Zum Glück waren wir zu zweit am Platz, somit konnte mir mein Freund zur Hand gehen und wir konnten beide fast zeitgleich landen. Es waren zwei schöne Schuppis mit ca. 10 und 12 kg. Um nicht viel Zeit zu verlieren, hieß es für mich bei beiden Ruten aufködern und „Back to the Start again“. Diesmal köderte ich aber beide mit dem 50/50 Mix, an der der Präsentation vor Ort änderte ich nichts. In der Zwischenzeit machten sich auch bei meinem Freund die Kollegen aus dem Wasser bemerkbar. Da sich der Morgen zu Ende neigte, kam es dann zum großen Schlussakt. Als eine meiner Ruten erneut anschlug, ahnte ich noch nicht, was am anderen Ende der Leitung abging. Nach einem sehr gemütlichen, aber andauernden Drill konnte ich einen schönen 24,5 kg Zeiler an Land begrüßen. Ich konnte aber meinen Fang noch nicht richtig genießen, da fast zeitgleich die Rute meines Kollegen und kurz darauf meine zweite Rute abging. An dieser Rute befand sich ein kleiner ca. 6 kg Schuppi oder wie man auf kärntnerisch sagt, ein „Springinkerl“, den wir gleich wieder in die Freiheit entließen. Nachdem wir auf allen 4 Ruten fast gleichzeitig Bisse hatten und alle bis auf einen landen konnten, beschlossen wir unter dem Motto „Aufhören, wenn es am schönsten ist“ es für diesen Trip sein zu lassen und haben kurz vor 12 Richtung Unterkunft gemacht. In dieser kurzen Zeit konnten wir jedoch 7 Fische fangen, davon zwei über 20 kg. Somit konnten wir beide das Gewässer zeitgerecht verlassen, um noch für den anstehenden Muttertag die letzten Vorbereitungen zu erledigen, um die zukünftigen fischerrein damit zu sichern 😉.